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Männer auf Touren

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Sonntag, 1. November 2015

Flatzer Wand
Neunkirchen - Spiegelwald - Kammbühel - Jubiläumssteig - Neunkirchnerhaus - Gösing - Ternitz



Schon oft waren die Männer auf Touren am Weg zu südlicheren Zielen durch Neunkirchen (371m) gefahren; nun war es Zeit, hier einmal Halt zu machen. Dem Regionalzug entstiegen um 09:10 Alois, Alois, Andreas, Frankie, Friedrich, Gernot, Helmut, Igo, Marcus, Martin, Martin, Roland, Ronny, Scott, Thomas, Thomas, Walter, Werner und Wolfgang. Viel von Neunkirchen sahen sie auch diesmal nicht, denn der Weg führt der Bahn entlang westlich ziemlich schnell aus dem Städtchen hinaus, das seinen Namen übrigens nicht seiner Anzahl an Kirchen verdankt, sondern einer einzigen Kirche aus dem 11. Jahrhundert, bei der parallel zum Älterwerden der neuen Kirche das "bei der niuwen kirchen" zu Neunkirchen verschliffen wurde. (wikipedia)

Eher untypisch für Allerheiligen gab es Sonnenschein und blauen Himmel ohne den Hauch eines Wölkchens. Der Anmarsch über den Spiegelwald zur Flatzer Wand war angenehm. Föhrenwälder wechselten sich mit Wiesen und Weideflächen ab. Anstatt der Straße entlang durch Reith zu gehen, schlug die Gruppe einen etwas verwilderten Forstweg über den Kammbühel (ca. 520m) ein, das reduzierte den Straßenabschnitt auf 150m. Nun ging es bergauf zur Forststraße, die unterhalb der Flatzer Wand in ost-westlicher Richtung verläuft. Von hier zweigen alle Steige auf die Flatzer Wand ab, manche sind auch beschildert und markiert. Gernot und Martin bevorzugten die Forststraßenvariante zum Neunkirchnerhaus, die anderen 17 kletterten über eine lange und mehrere kleine Leitern des gut versicherten Jubiläumssteigs empor. Im oberen Bereich gab es einen sehr schönen Aussichtsplatz. Während man sich nun schon auf die nahe Einkehr freute, ging der Weg verloren, der eigentlich oberhalb der Flatzer Wand schnurstracks zum Neunkirchnerhaus führen sollte. Bei einer Wegkreuzung gab es noch eine Markierung, anfangs auch noch einen Weg, aber nach und nach verlor sich dieser im Buschwerk. Nicht untypisch für MaT-Veranstaltungen ergab sich also das Bild, dass eine langestreckte Kolonne weglos durch den Wald stapfte und sich durch entfernte Zurufe verständigte. Die eingeschlagene Richtung führte nach Norden, bis wieder ein Weg gefunden wurde. Der Umweg bescherte einen schönen Schneebergblick und um 12 Uhr wurde das Neunkirchnerhaus (758m) erreicht, wo Gernot und Martin an den Tischen vor dem Haus schon beim Essen saßen.

Zu zweit hatten sie diesbezüglich bessere Chancen gehabt, denn eine Gruppe von 17 Personen (obwohl angemeldet) überforderte das Personal des Neunkirchnerhauses hoffnungslos. Nach Ablauf einer Stunde war die Hälfte immer noch unverpflegt. Die Sonne rückte auf ihrer Himmelsbahn voran und Tisch 14 musste vom Schatten in die Sonne getragen werden, um während des Wartens wenigstens nicht zu frieren. Beim Aufbruch um 13:45 waren etwa 80% der Bestellungen (teils unvollständig) beim Empfänger angelangt, der Rest musste aus Zeitgründen storniert werden. Thomas bekam gar nichts zu essen und wurde von Wolfgang mit einem Jausenbrötchen notverpflegt. Zur Ehrenrettung des Neunkirchnerhauses muss gesagt werden, dass das, was auch den Tisch kam, sehr gut schmeckte - was speziell für Thomas nicht wirklich ein Trost war.

Zwar war das Sitzen im Freien in der Sonne durchaus erträglich, hatte aber doch einen Auskühlungseffekt und nach fast zwei Stunden tat es richtig gut, wieder in Bewegung zu kommen. Der Weg führte bergab zum Kranzstettner Sattel und dann bergauf auf den Gösing (898m). Wer unterwegs Fußspuren nach rechts folgte, gelangte zu einem Bänkchen oberhalb einer Felswand, von wo aus man einen prächtigen Blick auf den Schneeberg hatte. Der wenig später erreichte Gipfel präsentierte sich bewaldet und bot keine Aussicht. Beim Abstieg an der Ostseite des Gösing gab es Sonne fast nur noch in den Baumwipfeln, die um so kräftiger in Herbstfarben leuchteten. Ohne Verirrungen wurde um 16 Uhr der Bahnhof Ternitz (398m) erreicht.

Bis zum Zug blieben 40 Minuten, was den Wunsch nach einer Konditorei evozierte. In unmittelbarer Bahnhofsnähe gab es nur ein Kebablokal. Den ungewissen Weg zurück zur Kirche mit der nahen Fußgängerzone nahmen Frankie, Friedrich, Walter und Werner auf sich und wurden dafür mit köstlichem Kaffee und Schwarzwälder Kirschtorte belohnt. Während sich also in kulinarischer Hinsicht das Leben als ungerecht erwies, konnten alle in sportlicher Hinsicht 17 Kilometern und 600 Höhenmetern bei etwa 4½ Stunden Gehzeit für sich verbuchen.


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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