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Männer auf Touren

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Sonntag 2. Oktober 2011
laut Kalender „Schutzengelfest“, da konnte nichts schief gehen.


Öhler & Schober
Puchberg –  Umrundung Haltberg – Kaisereben – Öhler – Schober – Mamauwiese –
Fadengraben – Sebastian Fall – Puchberg

  Bei diesem Wetter konnten sich offensichtlich nur wenige dem Ruf der Berge entziehen. Schon ab Wien (7:34 Meidling) thronten Alois, Ewald, Frankie, Gerd, Helmut mit Emmi, Igo, Joachim, Martin, Martin, Peter, Rainer, Roland, Ronny, Thomas, Thomas, Wolfgang und Wolfgang im Oberstock des Rex Richtung Wiener Neustadt. Je ein Thomas stieg in Mödling und Bad Vöslau zu und bei Ankunft in Puchberg (577m) um 9:24 warteten schon Kurt, Peter und Peter. Die Fahrt war problemlos und pünktlich, wenn man davon absieht, dass in Bad Fischau zwei Restalkoholiker Zugverbot bekamen.

22 Mann und eine Tugendwächterin  marschierten umgehend los und gleich einmal ein Stück zu weit. Somit konnte bereits bei Beginn die übliche Verirrung abgehakt und einem schönen Tag Platz gemacht werden. Ein Stück entlang der Straße und dann ab über eine Wiese Richtung Ascher. Kein Mensch geht so auf den Öhler. Wir schon. Diese Variante erlaubte die Verlängerung der Gehzeit und die Erhöhung des sportlichen Wertes. Außerdem konnten wir so den Haltberg umrunden, was keinem imponieren wird, weil den niemand kennt.

Abgesehen von der Wiese am Beginn, verlief der Weg großteils durch den Wald. Was anfangs ein Fahrweg war, mutierte später zu einem von vielen begangenen Steig. Auch andere hatten das schöne Wetter bemerkt! Auf der Kaisereben, einer schönen Wiese, ließen wir uns vom Mitglied einer Familienwandergruppe ablichten: „und jetzt eines von dort“,  „ja und noch eines mit dem Schneeberg im Hintergrund!“…..
Ein wichtiger Punkt war abgehakt und es ging schnurstracks zur Öhler Hütte (1027m). Perfektes Timing erlaubte eine Ankunft um 12:00, also gerade rechtzeitig für die ersten Happen! Die Terrassenplätze waren leider schon alle belegt, aber drinnen gab es auch zu essen und zu trinken. Die Zeit drängte allerdings, denn der vor uns liegende Weg (eher Steig) war lang und mehr als 1 Stunde war Frankie nicht bereit zuzulassen.

Gestärkt erreichten wir um 13:20 den Öhlergipfel (1183m) und stiegen ohne viel Ohh und Ahh gleich wieder ab. Da wurde der Weg dann felsig und erforderte stellenweise gekonntes Grätschen, um die Felsstufen zu überwinden. Wie bei allen Kammwanderungen gibt es immer wieder Ab- und Aufstiege, was einem zügigen Tempo nicht unbedingt förderlich ist. Am Schober (1213m) waren wir um 14:15. Der Berg ist mit keinem Gasthaus gesegnet, wird aber von einem Gipfelkreuz geziert, unter dem sich die Gruppe terrassenförmig der Sonne darbot. Da konnte man schon 20 Minuten ruhen, ehe der steile Abstieg in Angriff genommen wurde. Am Ende des Abstieges die Schober Kapelle (961m), von der es leicht bergauf  zur Mamauwiese und dem gleichnamigen Berggasthof (957m) ging. Entgegenkommende berichteten von 2 Stunden Wartezeit. Wir hatten Glück, denn bei unserer Ankunft um  15:30 war eben Schichtwechsel. Die Tische im Freien waren leider im Schatten, aber das Essen dafür gut. Ausgefallenes wie Lungenstrudelsuppe oder Einfaches wie Knödel mit Ei waren ebenso aus wie die Malakofftorte. Aber es gab noch immer genug für alle.

Der von einigen geäußerte Wunsch, doch den früheren Zug um 18:38 erreichen zu wollen, zwang uns um 16:25 zum Aufbruch. Noch einmal überquerten wir die Mamauwiese und wanderten danach ein Stück den Römerweg durch den Wald. Hier hüpften Martin und Ronny Hand in Hand über den Schotterweg. Eher unpassend, denn dafür sind ihre Haare zu kurz. Zu solcher Ausgelassenheit bedarf es langer Haare, damit die Zöpfe ordentlich wippen können!  Dann steil, nahezu senkrecht in den Fadengraben zum Sebastian-Wasserfall (17:20). Dabei hat es zumindest zwei von uns auf den Arsch gehauen, was umgebenden Kindern im Volksschulalter nicht entging und hämisch ausposaunt wurde! (Einige MaTler blieben am Römerweg und ersparten sich genug Zeit, um in Puchberg noch einzukehren.)  Kinder und indische Saris umringten das Becken unter dem Fall. Wir konnten uns der Globalität nicht hingeben und mussten nach wenigen Minuten weiterziehen. Allen Zweifeln zum Trotz, waren wir um 18:25 am Bahnhof. Rechtzeitig für den Zug um 18:38. Die Abreise bzw. Heimfahrt erfolgte in umgekehrter Reihenfolge zur Hinfahrt und endete für die meisten um 20:22 in Wien-Meidling.

Roland hatte sich leider den Knöchel verknaxt. Ewald und Joachim salbten ihn, gaben Ausblick in mögliche Konsequenzen, lagerten sein Bein hoch und versuchten mit blöden Sprüchen die Psyche des Patienten zu stabilisieren.



Eine reife Leistung zu Oktoberbeginn:
 
Laut Joachims GPS-Track etwa 1000m hinauf und hinunter (inklusive der Ab- und Aufstiege zwischendurch).
Streckenlänge 19,5km.
Reine Gehzeit rund 6 Stunden 20 Minuten.
Kalorienverbrauch je nach Körpergewicht 2370-3450 Kcal. Soviel Malakofftorten hätten die gar nicht gehabt, um die Lücke zu füllen!

22 Männer quatschen mehr als 11. Eine kleine Auswahl:

Schamanische Trancen     -     „Wenn ich nicht weiß, wo ich herauskomme,  geh ich nicht hinein“     -     „manche Schildkrötenarten gähnen nicht“     -     „kannst du bitte vermerken, dass es MÄNNER auf Touren heißt und nicht RENNER auf Touren?“     -     „wer das Duschestehen (eine Art Schwimmbadspannen) nicht kennt,  kann das Genre nicht verstehen“     -    Einblicke in Josefstädter Innenhöfe     -      „das Niveau beginnt zu sinken!“     -     „Schrei mich nicht an!“     -     schwarze Schnürlsamtjeans     -     das ZiB Hoppala auf YouTube,  bei dem die Stenzel versuchte, jenes von den unzähligen Telefonen zu erhaschen, welches klingelte, um in Kontakt mit Washington zu treten     -      eine kleine Gesangseinlage: Carmen - die Habanera, auf französisch versteht sich     -     Reagan verteidigte fast-food, denn „Ketchup ist Gemüse“     -          „ich hätte gerne Spaghetti bolognese, aber ohne Tomaten und mit Reis statt Nudeln“     -      „man sollte den Indern sagen, dass die Sebastianfälle nicht der Ursprung des Ganges sind“   „ Ja! Es ist der vom Brahmaputra!“  „Das glauben die uns nie!“     -     „du riechst das nicht? Dann hast du ein HNO-Problem!“     -     „ich hab in meinem ganzen Leben nur eine SMS bekommen und eine verschickt!“     -     „mit dem 11A komme ich direkt in meine Wohnung!“ „Ist die so groß? Das sind doch Gelenkbusse!“     -     etc.


 


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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