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Männer auf Touren

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Sonntag 2. November 2008

Hochrot(h)erd
(es gibt beide Schreibweisen, nur falls jemand zweifelt)

Rodaun - Zugberg - Eichkogel - Wiener Hütte - Lattermaiß Berg - Eichberg- Hochroterd

  Mit dabei:
Alois, Axel, Erich, Erik, Frankie, Friedrich, Igo, Josef, Josip, Markus, Michael, Peter, Rainer, Roland, Sascha aus St. Petersburg, drei Thomas, Walter, zwei Werner, Wolfgang und Josips Dalmatiner Trogier. Helmut hatte verschlafen, kam aber mit Harry und Emmi nach Hochroterd, um wenigstens mit uns essen und Bus fahren zu können.

Macht 23 aufrecht gehende und drei Vierbeiner. Rekord! Fast schon an der Klassenschülerhöchstzahl.

Im 60er um 09:10 war keiner mehr drinnen und wir zogen los. Noch nicht einmal an der Stadtgrenze haben wir uns schon etwas verfranst. Aus irgendeinem Grund zog es uns zur Kirche und von dort hinunter ins Kaltenleutgebener Tal, wo wir aber so was von nicht hin wollten. Daher ein kleiner Schwenk und auf den Zugberg hinter der Kirche. Der Weg führte östlich der Mizzi Langer Wand hinauf: "hier stürzt alle 20 Jahre jemand ab; sie fallen hinunter wie die Äpfel!" Wir nicht.

Leider gab es keine Sonne, sondern Hochnebel und dementsprechend hohe Luftfeuchtigkeit. Der Weg hatte einige Tücken, weil er stellenweise morastig und von Pferden zusätzlich zermatscht und daher nicht eben war. Das konnte uns nicht erschüttern, weil wir ja schon um 10:20 in die Wiener Hütte einfielen. "Nur auf einen Kaffee!". "OK, aber keinen Kuchen". Das kann man umgehen, indem man sich ein Schinkenbrot oder Würstel bestellt, was andere dann doch zu Süßem animierte. Nach 1/2 Stunde waren alle soweit restauriert, dass die zweite Weghälfte in Angriff genommen werden konnte. Unterwegs evakuierte Walter einen Feuersalamander, der sich auf den Weg verirrt hatte. Das Highlight des Tages und somit auch ausgiebiger Fotostopp.

Und kurz danach Gruppenfoto beim "Kraftplatz 7 Eichen". Wer sich für das radiästhetische Drumherum interessiert:

http://www.kailer.at/kraeuterbaer/seite7.htm
und scroll down.

Der nächste Feuersalamander war weniger spektakulär, weil er nicht direkt am Weg kroch.

Nach einigen kurzen Orientierungspausen trudelten wir um 13:25 in Hochroterd ein und hatten den 2.Höhepunkt: eine ruhende Kuh von den Ausmaßen eines Elefanten. Der Weg zum "Kaiserstein" war uns verwehrt, "weil die hoch subventionierten Bauern alles abzäunen", also blieb nur der Gasthof Schöny "Zur schönen Aussicht". Davon hatten wir nicht viel, weil der Laden so voll war, dass wir mit einigen anderen nur im Hinterzimmer Platz fanden. Vor dem Haus eine kleine Pfütze, in der einige versuchten ihre Schuhe halbwegs zu reinigen, aber es gab auch ein gusseisernes Gestell mit Drahtbürsten zum Sohlen putzen.

Hier kam auch Helmut mit Emmi und Harry, der den armen Trogier ziemlich unwirsch in die Schranken wies.

Soweit ich mich erinnern kann, wurde den Martini-Gansln heftig zugesprochen, aber Fohlenschnitzel und Fohlen-Most-Braten ("Fohlen? Das ist ja ein junges Pferd!")" mit Erdäpfelpastete (= Pürree in der Form überbacken) waren ebenso gefragt wie das Wildragout (oder so ähnlich). Dann Malakofftorte, irgendwas mit Mohn und jede Menge Maroni-Knödel. Die Leberknödel Suppe für Roland ist mir auch nicht verborgen geblieben. Für Detailverliebte: wir hatten die Tische 21, 22 und 24.

Es ging sich bequem für den Bus um 15:05 nach Liesing aus. Die Frage, ob man 1 Streifen oder zwei Streifen zwicken müsste und was es überhaupt kostete, beschäftigte uns und ein Mitwartender gab die hilfreiche Auskunft "es ist ganz verschieden, einmal so und einmal so!".

Rainer fiel etwas aus dem Rahmen, weil er neben einem jungen Mann zu sitzen kam und Roland laut fragte, ob mit vielen Kurven zu rechnen sei. Der arme Knabe wurde immer steifer und röter (so hat man mir berichtet) und bekam Atemprobleme. Sorry, so war das nicht gewollt! Es sollte ein (dummer) Scherz sein und keine Anmache.

Nach Kalksburg begann die Gruppe zu zerbröseln. Einige fuhren mit der Linie 60, der Rest mit der S-Bahn ab Liesing.

Die Zahlen
sind nicht spektakulär: rund 320 m bergauf ; Gesamtgehzeit (Pausen abgezogen): knapp 3 1/2 Stunden. Aber es war ja kein Wettbewerb.

Die Themenvielfalt

ist bei einer derart großen Beteiligung natürlich umfangreicher, allerdings ist es schwieriger alles mitzukriegen. Ich will es versuchen:

Nackenverspannungen; Masseure; Dinkelpolster, die aber mit der Zeit zu flach werden; "Gansl muss man lange aber bei nicht zu hoher Temperatur braten"; "ich wusste gar nicht, dass der 60-er bis Rodaun fährt und dachte wir treffen uns in Mauer"; "nein ich meine Sorbisch und nicht Serbisch"; "wo kommt eigentlich Hessisch her"; "das ist nicht Kalksburg, Kalksburg ist auf der anderen Seite; das ist Klausenbach"; "kommst du von Linz oder von Wien?", "ich komme aus dem Bett und war dort alleine, ich bin immer alleine im Bett", "in Linz?"; "in Holstein ist es flach darum haben sie dort diese riesigen Turbokühe"; "mit den heutigen Skiern kann man viel mehr machen"; das Leben in katholischen Internaten; "wieso geben die meisten Türken auf Formularen den 1.1. als Geburtsdatum an?"; aggressive Puten und Gänse und die Tücken beim Schlachten von Federvieh (passend zu Martini); österreichische Politiker und ihr Verhältnis zum Alkohol; Feste weit verzweigter Familien und das zugehörige gegenseitige Ausrichten; Salamander im Westen haben eine andere Zeichnung als die im Osten; hinter den Postleitzahlen verbirgt sich ein ausgeklügeltes System; usw.

Die Rekordbeteiligung hat alle überrascht und von den neu Hinzugekommen hoffen wir, dass es ihnen Spaß gemacht hat und sie wieder mitwandern werden.

Rainer


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