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Sonntag, 2. Dezember 2012

Hermannskogel
Kahlenbergerdorf - Waldbachsteig - Sulzwiese - Jägerwiese - Hermannskogel - Kreuzeiche - Krapfenwaldl - Muckental - Nussdorf

   „..die haben so etwas Gewisses. 's ist ihnen nicht gleich anzuschau'n, aber irgend etwas is' es.“ Gut, die Dietrich hatte Blondinen gemeint, aber das lässt sich locker auch auf die M.a.T. übertragen. Wie sonst fänden sich an einem trüben, kalten Vormittag um 09:30 16 Mann und eine Dame in Heiligenstadt ein, um Frankie als „Rattenfänger von Hameln“ blind in den Wienerwald zu folgen? Der späte Beginn? Nix anderes zu tun? Zufällig aufgewacht? Das Thema ist abgelutscht, aber es bietet eine gute Gelegenheit, gegen Jahresende Frankie für seine Ideen und akribischen Planungen zu danken!

Die Busfahrt ins Kahlenbergerdorf (170m) dauerte heiße 5 Minuten und kaum ausgestiegen, ging es für Alois, Emmi, Frankie, Friedrich, Helmut, Igo, Joachim, Martin, Matthias, Peter, Rainer, Roland, Walter, Werner, Werner, Wolfgang und Wolfgang gleich durch den Ort bergan. Kein Mensch würde ahnen, dass dieses Dorf zu einer Großstadt gehört.

Was durch den Ort noch gemach war, entwickelte sich in den Weinbergen zu einem steilen Anstieg. Vereinzelt kamen uns Morgensportler entgegen. Später am Tag wurden es mehr, ergänzt durch verbissene Mountain-Biker.

Mitten im Waldbachgraben entschieden sich drei Teilnehmer, über den Kahlenberger Grat aufzusteigen. Vielen schon bekannt vom 5. April 2009. Daher war das Interesse eher gering. Ziemlich zeitgleich kamen alle knapp unter der Josefinenhütte an und zogen asketisch an der Verpflegungsstelle vorbei über die Straße nach N. Ö. Das machte die Wanderung zu einer internationalen Veranstaltung. War beim Aufstieg die Temperatur noch erträglich, begannen wir hier auf der NW-Flanke den Wind empfindlich zu spüren. Leichtes Schneegrieseln störte weniger. Wo die Sulzwiese genau war, wurde nicht ganz klar, denn die einzige große Lichtung war eher ein grüner Kahlschlag.

Knapp nach 11:00 zogen wir am Gasthaus Agnesbrünnl vorbei, wo sich Emmi, Helmut und Werner gleich in die Gaststube verabschiedeten. Der Rest zog mutig weiter über einen stark ansteigenden, dafür aber breiten, Weg auf den Hermannskogel. Eine Gruppe kichernder Asiaten begegnete ihnen am steilsten Teil. „Waren das Japaner oder Chinesen?“ „Weder noch, denke ich!“ „Aha, also Koreaner!“. Trotz interkontinentaler Begegnungen waren alle um 11:35 am Gipfel (542m), damit Igo seinen Selbstauslösergruppenfotoheckmeck machen konnte, eher er sich verabschiedete, weil er einen Termin hatte.

Die Aussichtswarte war zu, was insofern nicht störte, als die Fernsicht ohnehin bescheiden war. Der Rückweg zur Gaststube war etwas länger, dafür weniger steil und um 11:50 waren alle bei Tisch im „Gasthaus zum Agnesbrünnl“. Ganslsuppe, Gansl, Ganslgröstl, Leberknödelsuppe, Schnitzel, gebackenes Gemüse, leckere Strudel, Torten usw. Alle waren zufrieden. Aber um 13:20 hieß es wieder hinaus in die frische Dezemberluft.

Bei der Kreuzeiche verabschiedeten sich wieder zwei Mitwanderer. Es reichte ihnen, und sie strebten den Cobenzl an. Die restlichen 13 plus Emmi nahmen wacker die stadtseitige Flanke des nördlichen Wienerwaldes in Angriff und arbeiteten sich unterhalb des Vogelsangberges nach Nußdorf weiter.
Irgendwann am Eichelhofweg zogen Kleinkinder auf Miniautos mit Karacho an uns vorbei. Beim ersten rannte der Vater hurtig voraus, das zweite wurde von der Mama mittels Seil gebremst und dann kamen noch zwei, die irgendwie in die Tiefe donnerten.

Um 14:50 waren wir in Nußdorf (laut Angabe 164-235m; damit kann keine Sau was anfangen, aber nachdem die Haltestelle der Linie D nahe der Donau ist, dürften 165m passen).
Nun begann der Tross endgültig zu zerfleddern.

Der sportliche Wert der Expedition bestand laut Joachims GPS in 418m Höhendifferenz und 13,73km Wegstrecke. Gehzeit abzüglich der wenigen Pausen etwa 3 Stunden und 40 Minuten.

Geistig anregend auch die Fragen: Nudismus in den USA - „ich habe mit einem Thai gesprochen und die essen alles mit Besteck, nur die Suppe mit Stäbchen“ - die zaghafte Architektur in Wien - nackte Männer in Wien und nackte Männer in Linz - mein Urlaub in Thailand und den umliegenden Staaten - mein Urlaub in Spanien inklusive Tarragona - „und dann war mitten im Möbelhaus plötzlich eine kleine Maus!“ - die Schwierigkeit in einer Stadtwohnung Kräuter zu ziehen - „…Nina Hagen führte im Club 2 Selbstbefriedigung vor“ „Nein! Sie hat es nicht vorgeführt, sondern nur gezeigt wo man hin greifen muss!“ - „und sie sang von Zarah „ich weiß es wird einmal ein Wunder gescheh‘n! sehr rockig“ das war nicht gleichzeitig mit dem Club 2, und live vor ca. 30 Jahren formte sie dazu ihren Mund zu einem Autobahntunnel. Vermutlich entstand damals der Begriff Rockröhre. Ihr RRRRRRR kann mit Zarah locker mithalten und ihre Gabe, langgezogene Worte mit Tempo zu singen kann jeder begutachten:
www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=5r5MBBRRn1Y

          

Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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