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Männer auf Touren

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Sonntag 4. Jänner 2015

Leithagebirge
Müllendorf - Sonnenberg - Buchkogel - Eisenstadt

  Mit dem Rex um 07:39 von Wien Meidling machten sich Alois, Christian, Frankie, Igo, Martin, Roland, Ronny, Walter, Werner und Wolfgang auf den Weg ins Gebirge. Wie von den Meteorologen vorhergesagt, war die Kaltfront, die in der Nacht Regen und Schnee gebracht hatte, Sonntagmorgen gerade am Abziehen. Vom Zug aus konnte man das Aufgehen der Sonne zwischen Horizont und Wolkenbänken beobachten. Am Bahnhof Müllendorf (210m) um 08:27 war der Bahnsteig mit einer Mischung von Eis und Matsch bedeckt und entsprechend rutschig. Beim Weg durch den Ort blies stürmischer Wind, auch das entsprach den Vorhersagen.

Nach den letzten Häusern und dem Wasserreservoir führte der Weg leicht und stetig ansteigend in den Wald. Hier war der Wind nicht mehr so stark zu spüren und mit zunehmender Höhe wurde die Landschaft immer winterlicher. Es gab einige Zentimeter Neuschnee, der beim Gehen unter den Schuhen knirschte, und immer wieder schüttelte der Wind kleine Schneegestöber von den Bäumen herunter. Die Wegverhältnisse waren nicht so gatschig wie befürchtet, ratsam war es trotzdem, die tiefsten Stellen am Weg zu meiden. Um 10:15 wurden der Sender und ein Stück dahinter die Aussichtswarte auf dem Sonnenberg (484m) erreicht. Die Sonne schien gerade nicht, denn der beim Aufstieg überwiegend blaue Himmel hatte sich inzwischen wieder bedeckt. Eine Herausforderung stellten die steilen und schneebedeckten Treppen des stählernen Aussichtsturms dar - ein ehemaliger Grenzwachturm aus der Zeit des Kalten Krieges. Der Aufstieg lohnte sich wegen der beeindruckenden Aussicht durchaus, aber lange hielt man es oben wegen des stürmischen Windes nicht aus.

Nach einer viertelstündigen Pause ging es ein Stück am Aufstiegsweg retour und dann über die Wegmarken Beim Juden, Schöner Jäger und Kürschnergrube mit zahlreichen leichten Ab- und Anstiegen auf den nächsten Höhepunkt zu. Bei der Ankunft am Buchkogel (442m) war es 12 Uhr. Die Treppen der Aussichtswarte waren weniger steil als am Sonnenberg, die Aussicht ein Stück Richtung Neusiedlersee verschoben. Oben blies der Wind so heftig, dass es einem die Mütze vom Kopf riss. Die Aussicht auf Eisenstadt rief in Erinnerung, dass dort unten eine Reservierung im Gasthaus wartete, also machte man sich nach einem Gruppenfoto am Fuß der Warte an den Abstieg in der Variante Eisenstadt ORF, die über weite Strecken durch einen Hohlweg und dann am ORF-Landesstudio vorbei auf Straßen in das Zentrum der Burgenländischen Landeshauptstadt führte. Ein unterwegs befragter Einheimischer erteilte etwas umständlich, aber sehr präzise Auskunft über den Weg.

Um 13:15 landeten die Männer auf Touren im Gasthaus Zum Heimchen, wo ein großer Tisch reserviert war. Der Service war freundlich, das Essen wurde allgemein gelobt und auch die Größe der Portionen ließ keine Wünsche offen. So um 14:45 erfolgte der Aufbruch und es blieb noch reichlich Zeit bis zum nächsten REX nach Wien. Ein Teil der Runde neigte einer kleinen Stadtbesichtigung, ein anderer einem Kaffeehausbesuch zu. Die Gruppe setzte sich Richtung Altstadt in Bewegung und spazierte über die Hauptstraße zum Schloss Esterházy, über die Pfarrgasse ein Stück zurück und dann auf der Bahnstraße ("Mit der Züricher Bahnhofstraße kann sich das nicht vergleichen.") Richtung Bahnhof. Das Kaffeehausthema erledigt sich nun schon aus Zeitgründen. Vorbei am höchsten/einzigen Hochhaus Eisenstadts ging es zum dezent beschrifteten Bahnhof (159m, 16:30), wo eine verzweifelte englischsprechende Reisende aus Ungarn ihre Informationsbedürfnisse bei den stets hilfsbereiten Männern auf Touren abdeckte. Kurz vor dem Einsteigen in den wartenden Zug bemerkte Alois, dass seine Brieftasche fehlte. Ein kurzer Anruf beim Gasthaus erbrachte, dass er sie dort am Tisch liegen gelassen hatte. Er musste noch einmal zurück, somit stiegen nur 9 in den REX um 15:45 nach Wien. Bis Neusiedel gab es noch ein paar schöne Aussichten auf Leithagebirge und See bzw. Schilfgürtel, dann brach langsam die Dämmerung herein. Ankunft Wien Hbf. 17:00.

Alles in allem war das Umfeld der Wanderung winterlicher als erwartet, was gegenüber der befürchteten Schlammtour nur positiv sein konnte. Dank reichlicher Markierungen und Wegweiser gab es keine einzige Verirrung. Möge das ein Omen für das ganze Jahr 2015 sein! Streckenlänge (ohne Stadtbummel) 17km, 350 Höhenmeter, Gehzeit abzüglich Pausen 5 Stunden.

 

Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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