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Männer auf Touren

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Sonntag 6. Februar 2011

Eselstein
Semmering - Eselstein - Adlitzgraben - Kreuzberg - Payerbach

  Alois, Frankie, Friedrich, Gert, Igo, Martin, Peter, Ronny, Thomas, Thomas, Werner, Werner, Wolfgang und Wolfgang hielten es für eine gute Idee, im Februar auf den Eselstein zu steigen, wobei die Wetterprognose viel dazu beitrug, das Vorhaben optimistisch anzugehen. Die ganz Hochmotivierten waren gar schon um 7:00 am Bahnhof Wien Meidling, die meisten trafen bis 07:20 ein und um 07:29 ging die Reise im REX los. In Wiener Neustadt stieß Thomas dazu. Umsteigen in den Regionalzug nach Payerbach, dort nochmals umsteigen in den Regionalzug nach Mürzzuschlag, Ankunft Semmering 09:03. Werner, der sich eine alte Version der Anreiseinformation ausgedruckt hatte, verpasste den REX in Wien und wurde telefonisch auf den IC umdirigiert, der um 09:13 am Semmering ankam. Mit 14 Mann war die Gruppe nun komplett, größer wurde sie nicht mehr, zum Glück auch nicht kleiner.

Das Wetter war wie versprochen prächtig: milde Temperaturen um die 10 Grad und blauer Himmel, nur südostwärts dämpfte eine beständige Schicht Föhnwolken den Sonnenschein ein wenig. Der Wind war lebhaft, aber nicht stürmisch. Unter der ortskundigen Führung von Peter marschierte die Gruppe am kürzesten und bequemsten, teilweise aber etwas rutschigen Weg zum Bärensattel. Mit dem Sonnwendstein zur Rechten ging es dann auf gut markierten Wanderwegen ohne größere Steigungen Richtung Eselstein, wobei sich unterwegs bemerkenswerte Aussichten auf Maria Schutz und die Semmering-Schnellstraße ergaben.

Nach einem kurzen steilen Stück und 5 Metern Klettersteig war der Gipfel des Eselstein (1004m) um 10:45 erklommen. Diesen prächtigen Aussichtsplatz nutzte schon Carl Ritter von Ghega, um den Streckenverlauf der Semmeringbahn zu projektieren. Bei ausgezeichneter Fernsicht konnten die Rax und der herrlich weiß strahlende Schneeberg bewundert werden, aber auch der Blick in den Adlitzgraben und auf den Kreuzberg gegenüber war eindrucksvoll.

Für den Weiterweg gab es nun mindestens drei Alternativen, nämlich Kreuzberg, Schottwien oder zurück zum Semmering. Nachdem das Wetter so fein mitspielte, sprach nichts gegen die längere Variante. Also stieg die Gruppe auf den Serpentinen der Forststraße in den Adlitzgraben ab, wobei Alois mit wilden Abschneidern den Weg und Peter mit wilden Geschichten aus dem Amalienbad die Zeit verkürzte. Nach Querung von Bach und Straße ging es am Gegenhang wieder hoch, unter dem Bahnviadukt (Rumplergraben) hindurch Richtung Kreuzberg. Ein kurzer Irrweg zu einem Wendeplatz wurde mit einem Fotoshooting verknüpft und fand so auch einen Nutzen.

Um 13 Uhr erreichte die Gruppe den Gasthof Polleres, wo die Köchin bereits aus dem Fenster spähte und nach der telefonisch vorangemeldeten Gruppe Ausschau hielt, für die das große Gastzimmer reserviert war. Dort wurden rasch ein paar Tische zu einer großen Tafel zusammengestellt, an der alle Platz fanden. Der Gastraum bot eine schöne Aussicht nach Osten und Süden, von wo die Sonne dermaßen hereinknallte, dass zwei Vorhänge zugezogen werden mussten. Die tüchtige und freundliche Kellnerin versorgte die Gruppe erst mit dem Allernötigsten, nämlich mit Getränken, und danach mit einem unaufhörlichen Nachschub an Suppen, Hauptspeisen, weiteren Getränken, Nachspeisen und Kaffee. Peter bekam, wie schon 2007, sein Putenschnitzel natur mit Reis und Salat, das so gar nicht auf der Speisekarte stand. Eine vom Haus spendierte Runde Schnaps rundete das gute Mahl ab, das in Summe ganze zwei Stunden in Anspruch nahm. Wolfgang wurde das schon zu lang, er nahm zwischendurch ein Sonnenbad vor dem Haus.

Bei Sonnenschein und schönen Aussichten auf Feichta, Schneeberg und Höllental ging es noch etwa einen Kilometer am Kamm entlang, dann rechts um den Kotstein herum und über den bewaldeten Nordhang hinunter nach Payerbach. Die Spitzengruppe ging einmal falsch und wurde von der wachsamen Nachhut zurückgepfiffen. Ansonsten verlief der Abstieg über Forstwege unproblematisch und auch die Wegbeschaffenheit war akzeptabel: teils Gatsch, teils Schnee, in kleineren Bereichen Eis, großteils aber relativ trocken und gut begehbar.

In Payerbach wurden Villen, Kirche, Pavillon und Schwarza bestaunt. Bis zum nächsten Zug war reichlich Zeit, aber die Gruppe verzichtete auf einen Kaffeehausbesuch und steuerte den Bahnhof an, der um 16:40 erreicht war. Vor dem Bahnhofsbuffet wurde der Umstand genossen, im Februar angenehm im Freien sitzen zu können. Abfahrt um 17:24 mit dem Regionalzug Richtung Bernhardsthal, der um 18:52 Wien Meidling erreichte.

In Zahlen gefasst bedeutete diese frühlingshafte, landschaftlich abwechslungsreiche Wanderung 5 Stunden Gehzeit, 15 Kilometer Streckenlänge, 500 Höhenmeter Aufstieg und 900 Höhenmeter Abstieg.


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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