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Sonntag, 6. März 2011

Hintere Hohe Wand
Waldegg - Große Klause - Waldeggerhaus - Krumme Ries - Dürnbacher Wasserfall - Waldegger Kalksinterader - Oed

  Auch die für Sonntag angekündigte Kaltfront konnte Alois, Frankie, Friedrich, Igo, Jochen, Martin, Martin, Michael, Roland, Ronny, Thomas, Werner, Werner und Wolfgang nicht davon abhalten, auf die Hohe Wand zu steigen.

Zur Anreise traf man sich im Regionalzug nach Wiener Neustadt. Während in Wien noch blauer Himmel und Sonnenschein vorgeherrscht hatten, ging die Reise nun auf eine graue Wolkenwand zu, die in Richtung des Ziels am finstersten war. Nach Umsteigen in den Bummelzug Richtung Gutenstein wurde die Station Waldegg-Dürnbach um 10:10 erreicht, wo bereits Michael wartete, der mit dem Auto von Tirol gekommen war. Nach freudiger Begrüßung bewegte sich die 14köpfige Gruppe auf der Straße in das Dürnbachtal hinein, vorbei an Friedhof, Freibad und Steinbruch. Nach zwei Kilometern zweigte links der Waldeggersteig ab, steil hinauf durch Wald und Geröll zur Großen Klause. Durch diese imposante Felsschlucht führte ein gut versicherter Steig mit einigen Leitern. Der Aufstieg wies keine nennenswerten Schwierigkeiten auf, nur die Hose von Thomas zeigte sich den Strapazen nicht gewachsen und riss an empfindlicher Stelle. Am Weg gab es auch die Waldegger Tropfsteinhöhle zu besichtigen, die bezüglich Tropfsteinen eher enttäuschend war, dafür aber fabelhafte Eisstalaktiten und Eisstalagmiten hervorgebracht hatte.

Nach der Großen Klause führte der Weg gemächlich ansteigend durch Fichtenwald. Am Boden lag eine dünne Schneedecke, nur ganz selten brachen ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolken. So schlimm wie befürchtet war das Wetter aber nicht, denn die Temperaturen lagen nur wenig unter Null Grad, der Wind hielt sich in Grenzen und mehr als drei Flocken Schnee kamen während der ganzen Wanderung nicht herunter.

Um Punkt zwölf Uhr war "Wuffis & Susis Waldeggerhaus" auf 1000m Höhe erreicht und die Gehzeit lag damit ausnahmsweise unter der Prognose. Das Ansinnen, zum großen Tisch noch einen dazuzuschieben, damit alle Platz hätten, wurde vom Wirt (Wuffi?) barsch zurückgewiesen, sodass Friedrich und Jochen auf einem Nebentisch Platz nehmen mussten. Dafür hatten sie die schönere Aussicht und bekamen als erstes ihre Getränke. Mit dem Häferltrick (so tun, als würde eine Kaffeetasse über einem Gast ausgeschüttet, die in Wirklichkeit leer ist und mit dem Löffel im Henkel aufgefangen wird) machte Wuffi dann wieder ein paar Punkte gut und mit dem Essen waren alle zufrieden.

Um 13:45 erfolgte der Aufbruch talwärts. Zuvor wurde noch fröstelnd die Aussicht bewundert, die leider etwas wolkenverhangen war. Der Abstieg erfogte über die Krumme Ries, einem sehr hübschen Steig durch Felsen mit Föhrenbewuchs. Zum Glück war keine Stelle des Wegs vereist, aber die feinpulverige Mischung aus Schnee und Erde mit Föhrennadeln sorgte für einen erhöhten Rutschfaktor. Trotzdem marschierte die Gruppe dermaßen leichtfüßig zu Tal, dass die geschätzte Gehzeit erneut unterboten wurde und mehr als reichlich Zeit bis zum angepeilten Zug blieb. Daher stand als nächstes ein Abstecher zum Dürnbacher Wasserfall am Programm, der durchaus lohnend war, da sich der Wasserfall als schöner Eisfall präsentierte. Danach zog die Gruppe über einen kleinen Sattel namens "Auf der Alm" zur Kirche und zur Piesting hinunter, um die Waldegger Kalksinterader zu besichtigen, deren Charakter als geologische und biologische Besonderheit auf den ersten Blick ("ein Mauerl?") ohne begleitende Information nicht offensichtlich gewesen wäre.

Michael hatte die Gegend schon am Morgen mit dem Auto erkundet und in Waldegg kein offenes Gasthaus gefunden, sondern erst in Oed. Da Kaffee und Kuchen verlockender waren als eineinhalb Stunden Warten am Bahnsteig, marschierte die Gruppe auch noch locker die zwei Kilometer am Rad-/Wanderweg piestingaufwärts nach Oed. Das Gasthaus Wöhrer hatte aufgrund des vortäglichen Gschnas, das Publikum und Personal offenbar arg mitgenommen hatte, bereits vorzeitig geschlossen, ließ sich auf eindringliches Bitten von Michael aber zum erneuten Öffnen überreden. Martins mahnende Rufe bezüglich Kalorien wurden in den Wind geschlagen, sodass noch einmal tüchtig bei den Torten zugeschlagen wurde.

Gleich hinter dem Gasthaus war der Bahnhof, von dem aus die Gruppe nach Verabschiedung von Michael um 16:52 via Wiener Neustadt zurück nach Wien bzw. Bad Vöslau reiste.

Trotz des Extramarsches nach Oed betrug die reine Gehzeit kaum 4 Stunden bei ca. 12km Streckenlänge und 650 Höhenmetern bergauf und bergab. Das zeigt, dass die Gruppe gut in Form ist und auf größere Herausforderungen in der kommenden Sommersaison vorbereitet ist.


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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