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Männer auf Touren

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Sonntag 6. Mai 2012

Gahns von Nord nach Süd
Puchberg - Sierningbachtal - Gratzenhöhe - Rohrbachgraben - Bürschhof - Bodenwiese - Payerbach

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  Angekündigte Katastrophen finden nicht statt. Zwar flogen die Schwalben in Wien tief und hier regnete es später auch. Die prognostizierten Gewitter mit teils heftigen Schauern blieben aber im südlichen N.Ö. aus. Es herrschte ideales Wanderwetter. Sonne, Wolken und nur kurzer Regen.

Das wussten Alois, Eric, Frankie, Friedrich, Helmut und Emmi, Martin, Oliver, Peter, Rainer, Roland, Roland, Ronny und Wolfgang noch nicht, als der Zug um 8:34 von Meidling abfuhr. Auch Thomas, der etwas übernächtig in Mödling zustieg, hatte keine Ahnung davon. Trotzdem wurden aber Tuben und Flaschen hervorgeholt, um mittels Sonnenschutzmittel einen zarten Duft von Skiurlaub zu verbreiten.

Nach Ankunft in Puchberg (10:23; 585m) zogen wir gleich gleich forsch los. Wir wollten jedweder Wetterunbill zuvor kommen. Durch den Ort und über den Ziehrerweg, parallel zur Sierning und der Straße, ein Stück Richtung Ternitz. Den kurzen Verirrer von läppischen 50m wollen wir nicht weiter erörtern. Und dann über den Bach nach Westen, Richtung Gratzenhöhe (ca. 740m; 11:35). Nach nur kurzer Rast bei der Kapelle und besorgten Blicken zum Firmament, ging es wieder weiter. Frankie hatte die Gratzenhöhe eingebaut, damit wir nach einem Anstieg von fast 190m wieder in den Genuss eines Abstieges von 120m kamen, uns also als richtige Männer fühlen durften. Rohrbach (11:50; 618m) liegt idyllisch in einem sonnigen, abgeschiedenen Tal, kann aber nicht unbedingt als „schmuck“ bezeichnet werden. Die Einkehrmöglichkeit bei „Marias Land“ (12:00) wurde nicht genutzt. Nur ein Teilnehmer suchte die Toiletten auf und kaufte eine „Alibi“ Torte.

Kurz nach den Fischteichen von Marias Land führte der Weg dann endgültig bergauf und das nicht zu schwach. Kein Schnick-schnack wie Serpentinen oder ähnlicher Firlefanz, sondern steil bergan. Nur wenige Pausen, eher kurze Verschnaufer, die mit „Oh und Ah“ und Blick-ins-Land kaschiert wurden.

Aber um 13:45 hatten es alle geschafft: das Forsthaus Bürschhof (1186m) war erreicht. Zeit für eine Jause musste sein. Das Wetter war ja gut. Nun begann der gemütlichste Teil der Wanderung: der Marsch über die ca. 2,5 km lange Bodenwiese zur Waldburganger Hütte (von den Einheimischen nach der Erbauerin „Everl“ genannt ). Eine der größten Almwiesen in N.Ö.. Rinder waren noch keine da, dafür kreuzte ein Autobus unseren Weg. Es war eine Sonderfahrt der Naturfreunde anlässlich der Wiedereröffnung des Friedrich Haller Hauses. Laut Aussage einiger Teilnehmer soll es ein Riesenauftrieb gewesen sein. Ein Teil unserer Gruppe kannte das ja schon von der Gleichenfeier.

So zwischen 14:30 und 15:00 trudelten alle bei der Hütte (1182m) ein. Gerade rechtzeitig, um dem einzigen und sehr kurzen Regenguss zu entgehen. Frankie meinte, wir sollten um 16:00 absteigen, um den Zug um 17:24 zu erreichen. Peter und Rainer, beide eher von der langsamen Brigade, zogen daher kurz nach 15:30 ab, um ihrem verminderten Tempo gerecht zu werden.

Eine einzige Wanderin begegnete ihnen und erkundigte sich nach der restlichen Gehzeit bis zur Hütte. Peter identifizierte sie als Ruth Beckermann, eine Regisseurin („American passages“). „Sie hat zwei Söhne! Ich habe sie bös angeschaut und sie hat sofort bös weggeschaut!“ Klar, dass die Vorhut noch vor der Jubiläumsaussicht von Alois und Oliver überholt wurde.

Um 17:15 waren alle beim Bahnhof; rechtzeitig für den angepeilten Zug um 17:24 nach Wien. Einige, die falsch abzweigten, waren sogar früher da!


Für bescheidene Gemüter wie unsereinen war das eine durchaus anspruchsvolle Tour. Reine Gehzeit ca. 5 bis 5½ Stunden, je nach Kondition.
Streckenlänge etwa 16km, etwa 800m hinauf und 890m hinunter.


Unterwegs Rinder verschiedenster Art. Albino ähnliche, oder zottelige Hochlandrinder und schöne schwarze, aber die guten alten gefleckten nur vereinzelt. Käfer gab es auch und jede Menge dicker Schnecken mit Haus.

Die Veilchen waren noch in voller Blüte, es gab Wiesenenzian, Sumpfdotterblumen und vieles mehr.

Wer mit der Fauna und Flora nicht das Auslangen fand, konnte auch noch wertvolle Informationen mitnehmen:

„Seit Wochen finde ich den Oberteil der Orangenpresse nicht; vielleicht sollte ich die Presse wegwerfen, dann taucht er sicher auf!“ - Wiener Flohmärkte mit Schwerpunkt Neubaugasse - „Heath Ledger hatte ein schreckliches Englisch“ - um € 9,- nach Linz oder Graz - „Ich kann überhaupt nicht mit Kindern!“ „Dann komm zur Desensibilisierung ins Renaissance Theater“ - Helmuts neue Frisur im angedeuteten KHG-Look - „Komisch, ich finde immer Zeitungen“ „Vor allem sonntags!“ - „Meine Füße schwellen nicht an“ „Bei Dir schwillt überhaupt nix an! Das war jetzt ein aufgelegter Elfer!“ - Hochlandrinder können nicht im Stall überwintern; es reicht ein Unterstand - Eigentumswohnung vs. Mietwohnung - die zukünftige Verwendung des WU-Gebäudes - Waschbärbäuche - „Wenn ich meine Socken nicht ausziehen darf, kann ich dann wenigstens die Schnürsenkel lockern?“ - Wagner Inszenierungen - „Du kannst dich auch andersrum setzten“ „Ja! Das schaff ich noch!“ usw.


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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