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Männer auf Touren

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6. - 10. Juli 2012

Wanderung durchs Kreuzeck

mehr Fotos im Fotoalbum von Roland
Teil 1 und
Teil 2

  Teilnehmer: Jochen, Alois, Erik, Tony und Roland und am 1.+2. Tag auch Peter

Wer schon mal mit Roland auf Wanderung war, weiß Bescheid, es heißt immer früh aufstehen.

Anreisetag: So war es erstaunlich, dass wir diesmal einen „späten“ Zug nehmen konnten. Um 7.14 Uhr fuhr unser Zug vom Westbahnhof ab. Nach Umstieg in Salzburg erreichten wir pünktlich Spittal-Millstätter See. Unsere Weiterfahrt erfolgte dann mit dem Bus bis nach Lainach im Mölltal. Während der Fahrt hatten wir schon immer wieder Regenschauer und vor dem Aussteigen in Lainach zogen wir alle unsere Regenkleidung an. Um 13.40 Uhr war es soweit, wir erreichten unsere Bushaltestelle und ……. es regnete nicht mehr, aber die Luft war extrem feucht.

Mit Hilfe eines jungen feschen Feuerwehrmannes, die Feuerwehr war bei der Bushaltestelle, fanden wir auch den richtigen Weg für den Beginn unserer Wanderung. Unser Weg führte uns zunächst auf einer Forststraße bergauf, später durch lichten Wald und über Wiesen. So erreichten wir nach ca. 2,0 Stunden Gehzeit die Rone- Alm. Hier gönnten wir uns eine Buttermilch oder ein andres erfrischendes Getränk. Nach einer halben Stunde brachen wir zu unserem nächsten Ziel, dem Heimkehrerkreuz, auf.

Von der Rone-Alm an hatten wir einen treuen Begleiter – eine Art Berner Sennenhundmischling, der uns auch treu immer den Weg zeigte. Wir wunderten uns zwar, aber da er so genau den Weg kannte, dachten wir, er gehört zum Anna Schutzhaus. Dies stellte sich später jedoch als Irrtum heraus. Wir erreichten um 18.30 Uhr dieses Denkmal – es wurde aus einem einzigen Lärchenstamm hergestellt – auf immerhin 2061 Höhenmeter. Obligatorisch wurden entsprechende Fotos geschossen mit Hund und auch ohne. Nun knurrte uns aber allen der Magen und wir machten uns auf den Weg zum Anna Schutzhaus, welches wir in 10 min erreichten. Freundlich wurden wir von der Hüttenwirtin gleich mit „an Stamperl“ empfangen. Jetzt hieß es einfach den Durst stillen, Schlafplätze beziehen und in der gemütlichen Stube Platz nehmen. Unser treuer Begleiter hat inzwischen ein paar Henderln gemurkst, und nun wußten wir, daß das liebe Hündchen nicht zu dieser Hütte gehört! Oh die Köstlichkeiten die uns der Koch bereitete !!!!! Da es doch ein langer Tag war und jeder von uns zeitig auf den Beinen war, gingen wir doch bereits gegen neun Uhr in unsere Betten. Auch hieß es von Roland gleich, um 7.00 Uhr gibt’s Frühstück.

Tag 2: Nach einem guten Frühstück, einem kräftigen Kaffee und nachdem wir Roland zu seinem Geburtstag gratuliert hatten, brachen wir um 8.00 Uhr auf. Nach genau 30 min erreichten wir eine Quelle und konnten unsere Wasservorräte auffüllen. Was sich später als sehr wichtig erwies, da insgesamt das Kreuzeck doch eine recht trockene Angelegenheit darstellt. Nach weiteren 1,5 Stunden Gehzeit erreichten wir das Michelsberger Törl. Nun ging es auf dem Kamm entlang weiter zum nächsten Aufstieg auf den Ziethen Kopf (2485 hm), wo wir eine kurze Rast in der Sonne einlegten und die Gipfelfotos zur Erinnerung schossen. Danach folgte, wie häufig auf dieser Wanderung, wieder ein Abstieg und wir erreichten nach einer Stunde den als „idyllisch“ geschilderten Wildsee. Wir betrachteten dies als wahre Übertreibung. Das Wetter war zwar fürs Wandern sehr gut, aber zum Baden verführte es uns nicht, weil doch immer wieder ein kühler Wind blies. An einer windgeschützten Stelle in der Nähe des Sees machten wir dann unsere Mittagsrast.
Nach etwa einer halben Stunde brachen wir wieder auf. Zunächst ging es wieder bergauf und auf einem sehr schönen aussichtsreichen Höhenweg entlang. Nach ca. 2 Stunden Gehzeit sahen wir bereits in der Ferne unser Tagesziel, die Hugo Gerber Hütte. Aber es dauerte noch fast weitere 2 Stunden eh wir die Hütte erreichten.
Als wir unsere bestellten Nachtlager einnehmen wollten, kam dann die 1. böse Überraschung. Die anwesenden Hüttenverantwortlichen scherten sich einen Dreck um unsere reservierten Betten. Wir wurden in das Notquartier verfrachtet. Um dorthin zu gelangen, mußte man auf allen Vieren die 2 Stiegen in den Dachboden kriechen - 2. böse Überraschung. Im Dachboden oben angekommen, erlebten wir dann die 3. böse Überraschung. Die Matratzen lagen auf dem Fußboden von altem Gerümpel, Spraydosen und dreckigem alten Feuerholz umgeben. Kurzfassung zum Quartier dreckiger Saustall. Nächtliches Feiern der anwesenden Nichtwanderer und deren Kinder hinterließen noch weitere schlechte Erinnerungen. Leider gibt es auf dem Abschnitt der Kreuzecktour keine Ausweichmöglichkeit.

3. Tag: Nach dem Frühstück brachen wir um 8.00 Uhr auf. Gleich in unmittelbarer Nähe der Hütte füllten wir alle unsere Wasservorräte auf. Unser erstes Ziel war der Gipfel Hochkreuz auf immerhin schon 2709 m, den wir um 11.15 Uhr erreichten. Soweit ich mich erinnern kann, schien sogar die Sonne am Gipfel und wir nutzten dies sofort aus, um entsprechende Beweisfotos zu schießen. Bereits nach einer halben Stunde brachen wir auf und absolvierten einen leichten Abstieg um bei einer windgeschützten Stelle eine Mittagsrast einzulegen. Da sich immer wieder Sonne und dunkle Wolken abwechselten, dehnten wir die Rast nicht zu lange aus und brachen um 12.45 Uhr wieder auf. Es ging wieder bergauf bis wir beim Glenktörl gegen 14.00 Uhr auf 2457 m Höhe angelangt sind. Von nun an heißt es wirklich nur immer leicht bergab. Es dauerte doch noch über eine Stunde eh wir unser nächstes Hüttenziel erreichten. Versteckt hinter einem Hügel trafen wir dann um 15.30 Uhr bei Feldnerhütte ein.

Der Hüttenwirt begrüßte uns freudig und doch gleich mit den Worten „He Jungs, ihr seid aber viel zeitiger da wie angekündigt. Jetzt ist der Apfelkuchen aber noch nicht fertig!“ So hatten wir Zeit in Ruhe unsere wirklichen Zimmer zu beziehen, uns frisch zu machen und uns dann zu einem gemütlichen Kaffee in die Hüttenstube zu setzen. Schmackhafter Kuchen, Kaffee und auch ein Bier ließen wir uns schmecken. Wir kamen auch gleich mit dem Wirten ins Gespräch um unsere Wanderung und dem Erlebnis auf der Hugo Gerber Hütte. Er bestätigte uns, daß dies uns nicht allein passiert ist, sondern viele Jahre dieses schon bekannt ist. Heimlich bewunderten wir die zwei schnuckligen Küchenhelfer ;-)) Da wir viel Zeit hatten, griffen wir zu unsrem allzeit beliebten Erwachsenenspiel – Mensch ärgre dich nicht. Männer werden zu Kindern dabei.

4. Tag: Auch dieser begann früh mit dem zeitigen Aufstehen, wie mit Roland üblich, und Abmarsch um 8.00 Uhr. Zunächst hieß es wieder etwas abzusteigen um bereits nach einer ¾ Stunde eine kleine Almhütte zu erreichen. Ein einsamer lesender gottesfürchtiger (erfuhren wir im kurzen Gespräch) junger Mann saß in der Sonne davor. Wir hatten uns eigentlich gefreut ev. eine frische Buttermilch zu bekommen, aber alles fehlgeschlagen. Der junge Mann machte die Bewachung der Kühe den Sommer über zwar schon viele Jahre, hatte aber kein Interesse sich mit eigen erzeugten Milchprodukten zu versorgen. So setzten wir unseren Weg ohne frischen Buttermilchtrunk fort. Von hier aus ging es weiterhin bergauf in Richtung Goldgrubenscharte. Bevor wir diese jedoch erreichten, legten wir gegen 11.30 Uhr in einer windgeschützten Lage unsere Mittagsrast ein. Weil sich der Himmel immer wieder mal verdunkelte, brachen wir nach 30 Minuten wieder auf. Nun ging es auf einem Kamm entlang über Schotterhänge, die tw. seilversichert waren. Oftmals jedoch an Stellen, wo es nach unseren Einschätzungen nicht notwendig wäre, wo an andren Stellen es wirklich haarig war. Auf diesem Wegabschnitt gab es auch eine kleine Sensation – es begegnete uns ein erster Wanderer !!! , seine Frau interessierte ihn weniger, „die wird schon noch kommen“ ;-))) meinte er.
Gegen 13.30 Uhr erreichten wir wenig später die Scharte auf 2448 m Höhe, da pfiff ein kaltes Windchen, deshalb machten wir nur eine ganz kurze Rast um den Ausblick zu genießen.
Jetzt folgte ein kurzer Wegabschnitt, wo wir uns wünschten eine Seilversicherung zu haben, da es über Steilhänge ging. Bei einem Steilhang, den wir überqueren mußten, war das Seil fein säuberlich am andren Ende aufgerollt. Von da sahen wir schon ganz nah unsere letzte Übernachtungsmöglichkeit, die Salzkofelhütte. Von jetzt an ging es in Slalomwegen steil bergab. Innerhalb kürzester Zeit schafften wir so ca. 500 Höhenmeter und immer unser Ziel vor Augen. Es dauerte aber immerhin noch über eine Stunde eh wir die Hütte erreichten.

Gegen 15.30 Uhr wurden wir von der Hüttenwirten freundlich empfangen und auch gleich unser Nachtquartier zugewiesen. Da es noch zeitig war, genossen wir einen gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und Torte. Zeitgleich gab es wieder interessierte Männer, die ihre Niederlagen bei vorherigen „Mensch ärgre dich nicht“ –Spielen ausmerzen wollten. Also wurde tüchtig geärgert bei den Kämpfen, meist gegen Roland.

Der freundliche Empfang, die gute Bewirtung und Unterbringung auch auf dieser Hütte schwächte das schlechte Erlebnis auf der Hugo Gerber Hütte ab. Aber auch diese Hüttenwirtin bestätigte, daß unser Vorfall kein Einzelfall darstellte und schon jahrelang bekannt ist.

5. Tag: Heut war unser letzter Tag im Kreuzeck. Den begannen wir eigenartigerweise sogar besonders zeitig. So brachen wir bereits um 7.50 Uhr nach dem Frühstück auf. Es war ein gemütlicher langgezogener Abstieg mit tw. sehr schönen Ausblicken. So erreichten wir nach ca. 2 Stunden Gehzeit Poldis Jausenstation. Da wir uns entschlossen hatten, nicht den gesamten Weg zu Fuß zurückzulegen, sondern die Kreuzeckbahn zu benutzen, machten wir hier noch einen Zwischenstopp. Manch einer ließ sich da von den selbstgemachten Mehlspeisen am Vormittag verführen. Nach 20 min brachen wir dann Richtung Kreuzeckbahn auf. Wir konnten den Weg zur Bahn überhaupt nicht verfehlen, da die Jausenstation ein beliebtes und leicht erreichbares Ausflugziel besonders der älteren Generation ist. Bereits nach einer halben Stunde trafen wir an der Bergstation der Kreuzeckbahn ein. Wir hatten Glück und keine 10 min später brachte uns diese ins Tal. Noch ein kurzer Gang bis zur Ortsmitte, um dann den Bus nach Möllbrücke zu bekommen. Leider zeigte es sich wiedermal, dass es keine Abstimmungen zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln Bus und Bahn gab. So mußten wir noch fast 1,5 Stunden auf den Bus warten. Dafür verlief unsere Weiterfahrt nach Wien über Villach ohne Komplikationen.


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