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Sonntag 7. Februar 2010

Winterwanderung auf den
Tulbingerkogel

Zeiselmauer - Königstetten - Tulbinger Kogel - Unterkirchbach - Hagenbachklamm - St. Andrä


  In der Kassenhalle des Franz Josefs Bahnhofs trafen sich Alois, Frankie, Igo, Roland, Roland, Ronny, Walter und Wolfgang, um die Fahrt nach Zeiselmauer anzutreten. Zwei reisten mit individellen Ermäßigungen, der Rest mit Gruppenticket und Zonenfahrschein. In Heiligenstadt stiegen Florian und Josef zu, und bei der Ankunft in Zeiselmauer um 9:35 warteten dort schon Thomas und Walter, die mit dem Auto gekommen waren.

Die erste Wegetappe war eine Tullnerfeldwanderung entlang des Hauptgrabens nach Königstetten. Dabei machten wir zum erstenmal Bekanntschaft mit der tückischen Wegbeschaffenheit, die uns später noch oft begegnete: An manchen Stellen verbargen sich unter einer dünnen Schneeschicht spiegelblanke Eisflächen. Es schneite leicht aus dem Nebel. Am Weg nach Königstetten sahen wir immerhin mehr Wildtiere als während des restlichen Tages, nämlich ein Rudel Rehe, einen Fasan, zwei Hasen (oder Kaninchen) sowie etliche Enten.

Königstetten begrüßte uns mit Blasmusik. Wie sich herausstellte, galt das Ständchen dem achtzigsten Geburtstag eines Kapellenmitglieds. Rechts an der Kirche vorbei ging es nun über Feld- und Waldwege bergauf Richtung Tulbinger Kogel. Der Schneefall wurde stärker. Florian und Josef fanden die Verhältnisse gar zu winterlich und kehrten um. Die verbliebenen zehn stapften weiter bergauf und machten nur einmal kurz Pause, um am Rastplatz des Königstettner Alpenvereins für ein Gruppenfoto zu posieren.

Etwa um dreiviertel zwölf war der Gipfel des Tulbinger Kogels erreicht. Die Leopold Figl Warte erwies sich als unbezwingbar, da die Treppe unter einer Eisrampe verschwunden war. Dafür hätte man mindestens Steigeisen gebraucht. Versäumt haben wir nicht viel, denn mehr als Nebel hätte man von oben auch nicht gesehen. Während die einen im Schneetreiben die mitgebrachte Jause verzehrten, erörterten andere die Ästhetik von Betonbauwerken. Bald wurde uns zu kalt und wir zogen weiter.

Der Weg Richtung Hainbuch war offenbar selten begangen. Oft gab es nur einzelne Fußstapfen im tiefen Schnee. Die Wegmarkierung war etwas willkürlich, nämlich teilweise überschwänglich an jedem zweiten Baum und teilweise dürftig, besonders im Bereich von Wegkreuzungen. Daher blieb uns die traditionelle Verirrung nicht erspart und wir gingen ein Stück in die falsche Richtung. Nach der Straßenquerung bei Hainbuch ging es dann unfehlbar auf schönem Weg leicht abschüssig auf Unterkirchbach zu, das wir etwa um viertel zwei erreichten.

Im Gasthof Hauser war bereits ein Tisch für uns reserviert, an dem wir etwas gedrängt Platz fanden. Gute Hausmannskost stärkte uns für den Weitermarsch, den wir um etwa halb drei antraten. Während unserer Einkehr hatte sich der Himmel gelichtet und die Sonne kam zum Vorschein. Nach kurzer Beratung, ob wir durch die Hagenbachklamm oder oberhalb gehen sollten, fiel die Entscheidung für die Klamm. Es war eine gute Wahl, denn der Weg war nicht mehr oder weniger vereist als das, was wir bereits gewohnt waren, und die Klamm präsentierte sich im winterlichen Kleid sehr schön.

Früher als erwartet, nämlich um 16 Uhr, waren wir in St. Andrä. Die Möglichkeit eines Konditoreibesuchs wurde von der Mehrheit wohlwollend aufgenommen und wir machten am Weg zum Bahnhof einen Abstecher ins Gartencafé. Üppige Torten und verschiedene Heißgetränke landeten auf den Tischen. Thomas und Walter brachen bald auf, da sie noch drei Kilometer zu Fuß bis zum Auto vor sich hatten. Der Rest erreichte den Zug um 16:52 nach Wien in letzter Sekunde und im Laufschritt.

Mit etwa 17 Kilometern Streckenlänge, 320 Höhenmetern und knapp 5 Stunden Gehzeit wurde zwar keine sportliche Hochleistung erbracht, landschaftlich und kulinarisch war die Wanderung aber durchaus zufriedenstellend.



Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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