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Männer auf Touren

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Sonntag 7. Oktober 2012

Wachau: Panoramaweg Spitzer Graben
Spitz - Ruine Hinterhaus - Vießling - Mühldorf - Zornberg - Spitz

Neun wetterfeste Kerle, nämlich Alois, Frankie, Igo, Jochen, Martin, Peter, Roland, Werner und Wolfgang, reisten von Wien aus in die Wachau, zwei weitere, nämlich Martin und Ronny, kamen aus Linz und stießen in Krems dazu. Nach halbstündiger Busfahrt war Spitz an der Donau erreicht. Es regnete gerade nicht und die Luft war relativ mild, daher landete allerlei wind- und wasserdichtes Zeug gleich wieder im Rucksack und um etwa 09:45 begann der Aufstieg zur Ruine Hinterhaus. Diese stand "auf eigene Gefahr" einer Besichtigung offen. Über Steinstiegen und Eisentreppen ging es hinauf auf den höchsten Turm. Es begann wieder zu regnen und die Männer kämpften mit Ponchos, Schirmen und Windböen, wie noch oft an diesem Tag. Die Aussicht war bemerkenswert, doch etwas trüb. Im Abstieg begegneten die Männer auf Touren einer zweiten Wandergruppe in bunten Regengewändern, die gerade zum Turm emporstieg, wobei die Begegnung genau zwischen der steilsten und der engsten Treppe stattfand, was zu einem veritablen Verkehrsstau führte.

Weiter durch den Wald bergauf. Vermeintliche Regenschauer waren zumeist nur vom Wind abgeschüttelte Tropfen aus den Bäumen. Für Feuersalamander ein Prachtwetter, das zu Ausflügen ermuntert. Gleich drei teilweise sehr stattliche Exemplare konnten am und neben dem Weg bewundert werden, später noch weitere. Die zweite Wandergruppe hatte aufgeschlossen und teilte die Bewunderung. Der Vorschlag, sich angesichts des in der anderen Gruppe herrschenden Frauenüberschusses zu fusionieren, wurde seitens der Männer auf Touren mit einem freundlichen Lächeln beantwortet. An der nächsten Kreuzung zog der Frauenüberschuss auf Weg 05 Richtung Jauerling ab, die Männer auf Touren strebten auf Weg 4 über die Steirerhöh dem Ort Vießling zu. In Anbetracht des nassen Wetters war nämlich schon vorher beschlossen worden, den Jauerling auszulassen und die Runde auf den Spitzer Graben zu beschränken.

Der Weg war gut markiert, stimmte aber mit der Wanderkarte Naturpark Jauerling-Wachau nur ungefähr überein. Es ging berauf und bergab, meist war es trocken, dann zog wieder ein kurzer Schauer durch, sodass beständiger Bekleidungswechsel angesagt war. Was immer man an- oder auszog, war nach fünf Minuten zu viel oder zu wenig. Der Weg selbst bot ein paar schöne Aussichten, interessante Felsformationen und für Naschkatzen verschiedene Beeren und Obstsorten am Wegesrand. Vießling wurde durchquert ohne der Versuchung durch das dortige Gasthaus nachzugeben. Weiter ging es bei ein paar Sonnenstrahlen am Bach entlang nach Mühldorf, das um etwa 13:30 erreicht wurde.

Nun war es aber höchste Zeit für eine Einkehr. Das Gasthaus Weißes Rössl / Siebenhandl war um diese Zeit gut besucht, doch ein größerer Tisch in der Mitte des Schankraums und ein benachbarter erhöhter Tisch waren frei. Das Essen war gut, stürmische Begeisterung wurde in der Runde aber nicht geäußert. Da die Mittagszeit sich dem Ende zuneigte, waren Mohnnudeln und Mohntorten nicht mehr für alle vorrätig. An beiden Tischen wurden lebhafte Unterhaltungen geführt, im Besonderen entspann sich eine Diskussion pro und kontra Burkaverbot, die weiter zur Frage gesponnen wurde, ob das Neuguineische Penisfutteral als legitime Bekleidung anzusehen sei. Unterdessen regnete es draußen heftig.

Die Fraktionen "Burka" und "Penisfutteral" verließen das Lokal gemeinsam um 15 Uhr und strebten am nördlichen Panoramaweg Spitz zu. Es nieselte nur noch leicht und bald hörte es ganz zu regnen auf. Der Weg führte recht attraktiv auf halber Höhe des Hangs durch terrassenförmig angelegte Weingärten. Kenner probierten die eine oder andere Traube und kamen zum Schluss, dass ein ausgezeichneter Jahrgang aus der Spitzer Gegend zu erwarten sei. Die einzige Verirrung am Rückweg wurde durch einen aufmerksamen Hofhund und einen hilfbereiten Bauern frühzeitig abgewendet.

Spitz war um 17 Uhr erreicht, wenig später kam auch schon der Bus. Das trübe Wetter hatte die gute Stimmung der Gruppe zu keiner Sekunde zu trüben vermocht, sodass es für alle ein vergnüglicher Tag mit mäßiger Anstrengung war. Die Höhendifferenz zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt der Strecke beträgt kaum 200 Meter, aufgrund der ständigen Auf- und Abstiege summierte sich zweifellos eine größere Höhendifferenz zusammen, die aber mangels GPS ebensowenig bestimmt werden kann wie die die Streckenlänge. Gehzeit abzüglich Pausen gut 5 Stunden.


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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