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Männer auf Touren

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Sonntag 8. April 2018

Kreuttal
Hautzendorf - Luisenmühle - Drechslermühle - Glockenberg - Unterolberndorf - Hst. Schleinbach

Mit Zustiegen in Wien Meidling, Mitte, Praterstern, Handelskai und Wolkersdorf sammelte sich eine stattliche Anzahl von 20 Wanderern für die Tour im Weinviertel. Diese waren: Alex, Alfonso, Alois, Andi, Christian, Frankie, Friedrich, Gernot, Herbert, Peter, Reinhard, Igo, Markus, Martin, Roland, Stefan, Toni, Walter, Werner und Wolfgang. Ankunft in Hautzendorf NÖ (207m) um 09:09. Sonnenchreme brauchte man erstmal keine, denn geschlossene Bewölkung überzog den Himmel. Außerdem war es windig, zeitweise fast stürmisch, aber wenigstens nicht kalt.

Die Tour begann unverzüglich mit einer Verirrung. Laut Karte hätte eine Straße gleich gegenüber der Haltestelle nach Westen führen sollen. Das tat sie auch - aber es war die falsche Straße, die mitten in den Feldern endete. Die Männer auf Touren sind durch solche Situationen nicht aus der Ruhe zu bringen und sie taten das Übliche, nämlich querfeldein nach dem rechten Weg zu suchen. Der wurde auch bald gefunden, bloß war es eine Hohlweg mit senkrechter Böschung, sodass man lieber nicht hinunterkletterte, sondern daneben bis zur nächsten Weggabelung ging. Dort stand ein Auto mit einem grimmigen Hautzendorfer, der die Wanderer des unerlaubten Betretens der Felder beschuldigte. Die Männer auf Touren ließen sich nicht auf unnütze Diskussionen ein und zogen weiter nach Südwest. Die Güterwege führten im Zickzack durch Weingärten und Felder zur stattlichen Luisenmühle am Ufer des Rußbachs. Nun ging es im bewaldeten Kreuttal nach Westen auf die Drechslermühle zu. Alois, der aus der Gegend stammte, erklärte, dass das Kreuttal landschaftlich eigentlich untypisch für das Weinviertel sei. Frühjahrsblumen schossen reichlich neben dem Bach hervor, an anderen Stellen waren noch Schneeglöckchen zu sehen. Hübsch war das Tal, aber durch die Nähe zur Landesstraße L30 und rätselhafte Baustellen zwischen Bach und Straße war es nicht der romantischste Abschnitt der Tour.

Nach einer Rast auf Baumstämmen nahe der Drechslermühle ging es auf unmarkierten Wegen bergauf zum Glockenberg (365m). Langsam riß die Bewölkung auf und ließ ein paar Sonnenstrahlen durch. Die Güterwege entsprachen genau der Landkarte, daher war der Weg nicht schwer zu finden. Verzwickter war die Suche nach der Aussichtswarte am Glockenberg, die man höchsten Punkt erwartet hatte, aber dort war nichts. Man rätselte über ein seltsames Symbol auf der Landkarte (das, wie sich später herausfinden ließ, für "Bildbaum" stand), vermutete die Warte aber Richtung Unterolberndorf. Unterwegs hielt Igo eine Lesung über die Geschichte des Gasthofs zum grünen Jäger, in dem 1985 ein Aufstand gegen die ugandische Regierung begann. Der Kreuttaler Aussichtsturm wurde am halben Weg nach Unterolberndorf gefunden und bestiegen. Die Aussicht war schön, die Fernsicht aber durch diesiges Wetter getrübt. Oben konnte man spüren, wie der Turm im stürmischen Wind schwankte, die 20 Männer hielt er aber noch aus. Anschließend ging es am Waldrand entlang auf Unterolbersdorf zu und zum Gasthaus, das heute den Namen Gasthof Magister trägt. Dort waren zwei Tische reserviert, an denen die große Gruppe Platz fand. Das Essen war sehr gut und dafür, dass von Suppe bis Nachspeise alles am Tisch landete, dauerte die Einkehr mit 1½ Stunden nicht lange. Zeitlich war der Aufbruch trotzdem nicht ganz günstig, denn der Verdauungsspaziergang zur Haltestelle Schleinbach dauerte nur eine halbe Stunde und war so angelegt, dass man genau den Zug davonfahren sah. Nun stand eine Stunde Freizeitgestaltung zur Verfügung. Stefan und Walter waren so in Schwung, dass sie lieber zu Fuß zur nächsten Haltestelle Ulrichskirchen gehen wollten. Den anderen schien das zu riskant, da die Möglichkeit bestand, den nächsten Zug wieder um ein paar Minuten zu verpassen. Sie belagerten das eigentlich schon geschlossene Gasthaus Mutti bis das Personal dort sich erweichen ließ, wenigstens noch ein paar Getränke und Torten herauszurücken. Im sonnigen Gastgarten verging die Zeit rasch und mit dem Zug um 16:05 wurde die Heimreise Richtung Wien angetreten.

Streckenlänge gesamt 14km, 240 Höhenmeter, 4h Gehzeit.



Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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