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Männer auf Touren

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8. - 12. August 2014

Dolomitenwanderung 2014



Teilnehmer: Stefan, Peter, Oliver, Christian, Kurt, Javier, Raymond, Roland und Edwin


Anreisetag, Freitag, 08. August: Wie in der Ankündigung schon erwähnt, heißt es früh aufstehen, wenn es mit Roland auf Wanderung geht. So trafen sich am Anreisetag Stefan, Christian, Oliver und Roland bereits um 6.20 Uhr auf dem Bahnsteig im Westbahnhof, denn um 6.30 Uhr fuhr unser Zug Richtung Innsbruck. Nur Javier war nicht da und auch nirgends zu sehen.
Pünktlich um 10.54 Uhr trafen wir in Innsbruck ein und siehe da, Javier war auch da. Noch schnell Tiroler Schinkenweckerl gekauft und schon gings um 11.27 Uhr weiter nach Brixen.
In Brixen wohlbehalten angelangt, trafen wir auch den Rest unserer Wandergruppe – Raymond aus Berlin, Peter und Kurt aus Mödling, Edwin aus Vorarlberg.
Um 13.27 Uhr fuhr dann unser Bus nach St. Magdalena, wo wir nach etwa 20 Minuten eintrafen. Jetzt begann wirklich unsere Wanderung. Hier schossen wir unser erstes Gruppenfoto. Nach 20 min kam dann auch eine einladende Holzhütte – eine Pizzeria in Sicht. Alle hatten keinen großen Hunger aber Appetit und Durst. So kehrten wir ein, aßen eine Kleinigkeit und löschten den Durst. Im Nu war eine Stunde um und wir machten uns nun auf den Weg, tatsächlich unserer Ziel, die Brogles Hütte zu erreichen. Gegen 17.00 Uhr kam eine gemütlich wirkende größere Almhütte in Sicht – geschafft. Die Sonne hatte es gut mit uns gemeint und so war der Durst wieder sehr groß.
Jetzt hieß es unser Quartier zu beziehen – das lag nochmals ca. 100 m entfernt – ein Mehrzweckalpengebäude – Erdgeschoß Kuhstall, Obergeschoß 4 Schlafräume und Heuboden. Wir hatten Glück und durften direkt über dem Kuhstall schlafen. Skeptisch waren wir, ob der Tiere, dem Geläute und vor allem dem Geruch – am nächsten Morgen waren alle Vorurteile beseitigt – alle hatten gut geschlafen.


2. Tag, Samstag, 09. August: Roland mahnte wie immer zu einem frühen Aufbruch. Naja, um 8.40 Uhr hatten wirs dann auch geschafft. Es ging immer wieder mal auf und ab und so erreichten wir nach ca. 4 Stunden Gehzeit die Medalges Alm – eingebettet in einem herrlichen Almgebiet. Hier ließen wir uns von der sehr sehr freundlichen Wirtin vorzüglich bewirten. Sie war auch gern auskunftsbereit und erzählte auch viel vom letzten Winter, der hier oben dieses Jahr bis in den Juni mit tw. 1,5 m Schneehöhe reichte. Um 13.55 Uhr brachen mit guten Wünschen und den Wetteraussichten – Unwetterwarnung für heute am Nachmittag – auf.
Unser nächstes Ziel war ca. 2 Stunden entfernt. Es war die Schlüterhütte, daß nächste Nachtquartier. Nun hieß es doch sich ein wenig zu beeilen, aber nicht mit Roland, der überall noch seltene Pflanzen entdeckte, z.B. das purpurne Kohlröschen. Keiner hatte auch an Raymond gedacht, er war eigentlich fast immer der Letzte in unserer Wandergruppe. Er ließ sich Zeit, jedoch trödelte er nicht. Irgendwie zeigte es sich, daß er wohl auch einen heißen Draht zum Herrn hatte. Solange er unterwegs war, gabs keinen Regen.
Unsere schnellsten der Gruppe, Oliver und Edwin, waren natürlich für uns kein Maßstab – viel zu jung, dynamisch und unausgelastet ;-)). So trafen dann auch gegen 15.30 Uhr alle auf der Schlüter Hütte ein, ohne in ein Unwetter zu geraten. Glück gehabt – nach 30 Minuten gings richtig los.


3. Tag, Sonntag, 10. August: Auch diesmal haben wir es geschafft, um 8.10 Uhr aufzubrechen. Nach dem Unwetter des Vortages spielte das Wetter auch mit. Es war nicht zu heiß und nicht zu kalt, grad richtig zum Wandern. So erreichten wir nach 4, 5 Stunden den Ort Alta Badia. Hier mußten wir leider Abschied von Stefan nehmen, da er aus gesundheitlichen Gründen die Wanderung abbrach.
Die verbleibenden Wanderer suchten in der Ortsmitte ein Restaurant, um Hunger und Durst zu stillen. Wir fanden auch ein entsprechendes Lokal mit Terrasse mit Ausblick auf die Berge, die wir schon hinter uns gelassen hatten. Gute 2 Stunden hat unsere Mittagsrast in Anspruch genommen. Danach gab es ein wenig Sightseeing mit Kirchen- und Friedhofsbesichtigung und Bestaunen der traditionellen Bauweisen.

Von hier aus sollte der nächste Aufstieg erfolgen. Man mußte sich zwischen 3 Möglichkeiten entscheiden. Kurz und steil, länger und langsam ansteigend oder extrem hard – die Aufstiegshilfe. Es mußte immerhin eine Höhe von 615 Meter erklommen werden. Roland und Oliver entschieden sich für die härteste Tour – die Aufstiegshilfe. Nach ca. 20 Minuten waren sie fast bei der Wallfahrtskirche. Ihnen blieben noch ca. 20 hm bis zum Ziel. Edwin wollte es kurz und steil und erreichte nach ca. 50 min ebenfalls unser Tagesziel. Peter, Kurt, Javier, Christian und Raymond brauchten auch nur 20 min mehr als Edwin, obwohl 2 Stunden Gehzeit veranschlagt waren.
Jeder erkundete die Wallfahrtskirche und Umgebung für sich – selbstverständlich die Anstandsregeln, die in der Kirche aushingen, beachtend.
Das Gebäude des Hospiz war schon sehr alt und ehrwürdig. Dieses spiegelt sich besonders an den extrem abgewetzten und ausgetretenen Holzstufen innerhalb des Hauses wieder. Die Verpflegung war gut und auch das Personal strahlte eine Ruhe aus.


4. Tag, Montag, 11. August: Auch heute haben wirs wieder geschafft, um 8.10 Uhr aufzubrechen. Es lag heute der wohl schwierigste und steilste Aufstieg mit einigen seilversicherten Kletterpassagen vor uns. Innerhalb einer sehr kurzen Distanz mußten wir immerhin 600 hm erklimmen. Nach 1 Stunde und 35 Minuten hatten es alle geschafft. Ein Glück für uns, dass nicht die Sonne voll hernieder prasselte. Oben angelangt, zogen ein paar dunkle Wolken auf und es pfiff ein eisiger Wind. So blieb uns nur ein wenig Zeit für ein paar Gruppenfotos und um 10.00 Uhr schon ging es weiter. Unser Weg führte uns über eine karstige Landschaft mit oftmals großen Steinplatten, die spiegelglatt geschliffen waren. Immer wieder wurde unser „Wetterheiliger Raymond“ angetrieben, damit wir nicht in das angekündigte Unwetter kommen. Aber wie gesagt, Raymond nahm es gelassen und so wurden wir auch von jeglichem Unwetter an diesem Tag verschont. Um 12.00 Uhr erreichten wir unsere Mittagsrast, die Lavarella Hütte. Hier konnten wir unseren Durst und Hunger stillen.
Nach gut einer Stunde der Rast brachen wir auf, um den zweiten Teil unserer Tagesetappe in Angriff zu nehmen. Zunächst hieß es einen langen Abstieg zu bewältigen, die 500 Höhenmeter bei Sonnenschein zogen sich endlos lange hin. Endlich erreichten wir nach 1,5 Stunden Gehzeit die Talsohle mit der Pederühütte auf 1548 Meter. Von hier aus sahen wir aber schon den extremen Aufstieg. Daher machte jeder erstmal eine 30 minütige kurze Pause, nur Oliver zog durch. Dann hieß es die alte Militärstraße bei herrlichem Sonnenschein 2800 m lang 458 Höhenmeter in einem Winkel von ca. 75° hinauf. Jeder war froh nach einer halben Stunde, diese Strecke überwunden zu haben. Oben angelangt, war Pause angesagt. Manch einer hielt die Füße in erfrischendes kaltes Gebirgswasser, damit es bis zur Übernachtungsstelle, die Senneshütte, leichter ging. Um 17.00 Uhr waren alle dann auf der Sennes Hütte in 2116 m Höhe eingetroffen.


5. Tag, Dienstag, 12. August: Obwohl wir immer 8.00 Uhr als Startzeit angepeilt haben, haben wir es auch am letzten Tag nicht ganz geschafft. 8.10 Uhr brachen wir auf, um den letzten Abschnitt unserer Dolomitentour zu bewältigen.
Unsere Tour begann neblig feucht, aber doch noch mit einer ausreichenden Sichtweite. Zunächst ging es immer leicht bergan. Edwin und Javier stürmten voran, als ob der Teufel hinter ihnen her wäre. Stellenweise wurde der Nebel doch dichter und so übersahen die restlichen 6 Männer die entsprechende Kennzeichnung am Boden und begaben sich auf den falschen Weg. Nach ca. 15 Minuten blieben sie auf einer Anhöhe ratlos stehen und versuchten uns in dem Wirrwarr von den zu sehenden Wegen zu orientieren. Rufe nach Edwin brachte nix, aber Raymond half uns aus dem Dilemma. Mit seinem iPhone hat er die aktuelle Karte geladen und so konnten wir uns orientieren. Wir mußten ein gutes Stück des Weges retour und fanden dann auch die richtige Abzweigung mit den Bodenmarkierungen. Jetzt wurde der Nebel stärker und noch dazu fing es vereinzelt an zu tröpfeln – ohne Regenschutz zu viel – mit Regenschutz zu wenig. Immer wieder mußten wir stehen bleiben, um den Wegverlauf und die entsprechenden Markierungen zu suchen. Bald ging es sehr steil bergauf bis zum Sennesjoch. Von der Hütte bis zum Sennesjoch haben wir so 400 Höhenmeter in 1 Stunde und 30 Minuten erklommen. Nun hieß wieder absteigen. Genauso steil wies aufwärts ging, gings nun abwärts. Später wurde der Weg gemächlicher und man konnte gut voranschreiten. Nur das letzte Stück wurde nochmals steil, führte über Stege und Holzbrücken an einem Wasserfall vorbei. So trafen wir um 12.15 Uhr nach ca. 2,5 Stunden Gehzeit an der gewünschten Bushaltestelle am Lago dla Creda ein. Unerwarteter Weise befand sich sogar an diesem See ein Lokal mit herrlicher Terrasse. Wir nutzten gleich die Gelegenheit um hier Mittagstisch zu halten. Nur gut, daß wir im Trocknen saßen, denn draußen regnete es jetzt in Strömen.
An der Bushaltestelle wurde auch festgestellt, dass ein Bus bereits um 13.15 Uhr fährt. Den wollten wir auch nehmen, um zeitiger in Brixen einzutreffen. Doch der Teufel sitzt im Detail. Der Bus kam natürlich mit Verspätung an, viele Leute wollten auch noch mit und so fuhr er erst gegen 13.40 Uhr ab. So erreichten wir unseren Anschlußbus in Zwischenwasser natürlich nicht und mußten ca. 1 Stunde warten – genau zur Caffeezeit. Gesagt getan – ein Caffee und ein Eis war drin. Um 14.32 Uhr fuhr dann unser Bus nach St. Lorenzen ab. Dort stiegen wir in den Zug nach Franzensfeste ein. Von hier hieß es dann wieder in den Zug nach Brixen umsteigen.
Hier gab es erstmal ein großes Abschiedsnehmen von Raymond, Kurt, Peter und Edwin. Die verbleibenden 4 Männer nutzten den Aufenthalt in Brixen für einen kurzen Stadtbummel.
Um 17.04 Uhr fuhr unser Zug pünktlich nach Innsbruck ab. Hier trafen wir um 18.32 Uhr ein. Wie schon bei der Hinfahrt hatten wir wieder eine halbe Stunde Aufenthalt und so ging es um 19.05 Uhr ab Richtung Wien. Hier trafen wir um 23.30 Uhr pünktlich ein – ein Lob mal der ÖBB.



Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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