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Männer auf Touren

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Sonntag 9. Juli 2017

Südliche Rax
Preiner Gscheid - Reißtalersteig - Heukuppe - Altenbergersteig - Waxriegelhaus - Preiner Gscheid

Ein Massenansturm bei einer konditionell anspruchsvollen Bergwanderung war nicht zu erwarten, aber immerhin sechs Männer auf Touren trauten sich im Juli auf die Rax, nämlich Alois, Andrej, Christian, Frankie, Igo und Oliver. Die Anreise erfolgte recht früh am Morgen mit dem Regionalzug von Wien nach Payerbach und weiter mit dem Bus zum Preiner Gscheid (1070m), Ankunft 08:53. Dass die Edelweißhütte wegen "Ruhetag" geschlossen hatte, wurde im Vorbeigehen bemerkt. Die Wetterprognose bereitete etwas Sorge, es waren nämlich Regenschauer und Gewitter schon ab Mittag vorhergesagt und während der Anreise wurden einige dichte Wolkenbildungen beobachtet. Über der Rax sah es aber noch freundlich aus.

Von mehreren zur Wahl stehenden Aufstiegsrouten wurde der Reißtalersteig gewählt. Der erste Teil des Wegs verlief großteils durch Wald, was aufgrund der Beschattung und der sommerlichen Temperaturen durchaus angenehm war. So konnten flott Höhenmeter gemacht werden und die Reißtalerhütte (1445m, unbewirtschaftet) war schon nach einer Dreiviertelstunde erreicht. Gleich nach der Hütte folgte der gut beschilderte Anstieg zum Steiganfang. Ein netter Aussichtspunkt bot Gelegenheit für ein Gruppenfoto. Der Steig selbst begann mit einem zweieinhalb Meter hohen Feldwändchen, das mit Seil und Eisenstiften zu besteigen war. Nach dem Überwinden dieser Hürde führte der Steig kurz, sehr schön und mit Seilen und Leitern bestens versichert durch die Raxenmäuer. Es war ein sehr angenehmer Aufstieg und obendrein schnell, denn schon um 11 Uhr war die Heukuppe (2007m) erreicht. Die sanften Gipfelwiesen mit Blumen boten einen hübschen Anblick. Die Fernsicht war durch Dunst zwar etwas gedämpft, aber immer noch beeindruckend. Während der Gipfelrast von einer Viertelstunde wurde das weitere Programm besprochen. Es gab nämlich die Möglichkeit, die Tour über das Karl Ludwig Haus und den Schlangenweg abzukürzen. Das Wetter sah nicht bedrohlich aus. Die Wolken waren zwar mehr und dunkler geworden, Restflächen mit blauem Himmel gab es aber auch noch. Daher wurde der ursprüngliche Plan beibehalten und es ging nordwestlich weiter Richtung Gamseck und über den Altenbergersteig bergab mit dem Ziel Gasthof Moassa. Der Steig bot einen wunderschönen Abstieg mit Ausblick auf die gegenüber liegende Schneealpe. Schwierig war der Weg nicht, aber schottrig und stellenweise rutschig.

Etwa beim Erreichen der Baumgrenze zogen dunkelgraue Wolken auf und es begann zu regnen. Bei der Karreralm (ca. 1470m) gab es eine Begegnung mit freundlichen Kühen, die den Wanderern den Weg frei machten. Kurz unterhalb gab es eine Abzweigung Richtung Preiner Gscheid und dort fand eine kurze Beratung statt. Nachdem es immer noch regnete und Donnergrollen zu hören war, entschied die Mehrheit dafür, die Einkehr im Gasthof Moassa auszulassen, direkt zum Preiner Gscheid zu gehen und einen früheren Bus zu nehmen. Am Weiterweg hörte der Regen zwar auf, dunkle Wolken in allen Himmelsrichtungen und wiederholtes Donnergrollen ließen diesen Zustand jedoch als wenig beständig erscheinen. Bei der Reißtalerhütte wurde der direkte Weg zum Preiner Gscheid verfehlt und stattdessen die nordöstlich verlaufende Variante begangen, die Höhe haltend zum Waxriegelhaus (1361m) führte. Das war nicht wirklich ein Nachteil, denn so verlief die Tour nicht ganz ohne Einkehr. Um 13:40 war das gastliche Haus erreicht und eine halbe Stunde Pause war zeitlich drin und wohlverdient. Der Mix aus dunkelgrauen Wolken mit Einstreuungen von blauem Himmel hielt an, beim Abstieg zum Preiner Gscheid regnete es kurz und hörte bald wieder auf. Die Wartenzeit von einer halben Stunden auf den Bus um 15:02 konnte für das Verputzen der noch vorhandenen Jausenvorräte verwendet werden.

Abstriche hatte es von der ursprünglich geplanten Route nur bezüglich Moassa gegeben. Möglich war die Verkürzung von drei Stunden gegenüber dem Zeitplan durch das beachtliche Gehtempo und die geringen Pausenzeiten. Streckenlänge etwa 12km, 1000hm, Gehzeit 4½ Stunden. Zwar ist Tempo kein Kriterium für eine schöne Bergtour, aber angesichts der ungewissen Wetterlage war es sicher klug, die Tour zügig zu absolvieren.



Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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