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Männer auf Touren

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Samstag 11. 6. bis Montag 13. 6. 2011 (Pfingsten)

Obersberg, Gippel & Göller
Schwarzau im Gebirge - Obersberg (Waldfreundehütte) - Preinecksattel - Schwarzauer Gippel - Gippelmauer -
Gippeltörl - Majewskisteig - Göllerhütte - Göller - Kernhofer Gscheid - Unrechttraisen - St. Ägyd am Neuwalde

 

Weitere Fotos:
de.myalbum.com

 

„Diesmal ist Rainer (unser Chronist, Anm.d. Red.) ja gar nicht mit dabei, wer schreibt denn dann den Tourenbericht?“
„Immer der, der so blöd fragt.“
Für den Bericht also diesmal zuständig: Helmut

 
Die Wettervorhersage ließ uns Gutes hoffen und somit startete die diesjährige Pfingsttour am Samstag um 12 Uhr 45 am Bahnhof Landstraße.

Im Zug nach Reichenau an der Rax trafen sich im ersten Zugsabteil : Alex, Alois, Frankie, Gergely, Igo, Martin, Ronnie, Roland und Helmut. Ein ungarischer Wandersfreund von Gergely kam dann doch nicht, Gert fiel wegen Knieproblemen aus und Emmi zog eine Woche Sommerfrische in Tirol der Wanderung vor (hätte sie doch wegen dem Hundeverbot am Lager mit dem Herrchen in der Gaststube übernachten müssen ….)

Wie schon 2008, nahmen wir also Gippel und Göller in Angriff, damals fiel der Aufstieg auf den Göller allerdings aufgrund der Schneelage aus.
Heuer  versuchten wir unser Glück „andersrum“ und kamen anstatt von St. Aegyd und dem Göllertörl von Schwarzau aus „von hinten“:

„Unser“ Buschauffeur brachte uns von Payerbach-Reichenau nach Schwarzau im Gebirge, von wo wir auf den Obersberg stiegen. Die Waldfreundehütte erreichten wir dort bei vermischtem aber wandertauglichem Wetter nach cirka 2,5 Stunden kurz vor 18 Uhr und wurden freundlich empfangen, gut bewirtet und warm und weich gebettet. Der nur 3 min entfernte Gipfel wurde noch vor dem Essen bezwungen. Obwohl es neben den leckeren Hauptspeisen nur eine Suppe gab waren wir kreativ genug diese in zumindest fünf individuellen Variationen zu bestellen. Die Wirtin nahm´s gelassen.
Da sich Helmut todmüde sehr früh ins Lager zurückzog muss die Schilderung des Hüttenabends anderen überlassen werden. Aber anscheinend verlief der Abend bei einigen sehr „zwetschgern“.


Am Sonntag gab es ein frühes Frühstück. Schließlich standen uns 8 Stunden Höhenwanderung bevor. Das Wetter war feucht nebelig, somit die Wiesen nass und die Sicht dementsprechend bescheiden. Dies ließ auch Gergely die Tour nach nur 2 Stunden abbrechen. Da er befürchtete, dass das Wetter nicht mehr besser werden würde, stieg er kurz nach dem Preineckkogel vom Preinecksattel alleine nach St. Aegyd ab. Er sollte mit dem Wetter leider recht behalten. Wir kämpften uns über den Schwarzauer Gippel, die Gippelmauer und über den Ochsenboden wacker weiter bis zum Gippeltörl, wo wir eine jugendliche Wandergruppe trafen. Ab dort hätte uns der Weg eigentlich bekannt vorkommen müssen. Hätte -  hätten wir nicht die Tour 2008 (nach vielen Verzögerungen wegen im Schnee unauffindbarer Markierungen kamen wir erst nach Einbruch der Dunkelheit auf der Hütte an) anscheinend phasenweise aus unserem Gedächtnis verbannt.
Den Gipfelsieg am Gippel überließen wir der der anderen Gruppe, wir waren ja schließlich schon 2008 oben und der Nebel ließ ohnehin keine schöne Fernsicht erwarten.
Nach der Querung einiger steiler Geröllhalden und der Pollwischalm ging es, gemeinsam mit den wieder zu uns gestoßenen Jungwanderern, über die Hofalm weiter. Auch ohne Schnee war dort die Bodenmarkierung nicht leicht zu finden und ein weiterer, scheinbar zu weit führender Abstieg ließ uns alle an der Richtigkeit der Wegstrecke zweifeln („Es kann doch nicht noch einmal soooo tief runter gehen“).
Doch! -  es ging noch einmal soooo tief runter. Aber das Ende war nun in Sicht. Und der letzte Aufstieg zur Göllerhütte war dann nur noch ein Klacks. Gehzeit am zweiten Tag inklusive zweier Pausen cirka 9,5 Stunden!!

Hier sollte erklärt werden, dass die Tour keine ebene Höhenwanderung ist, sondern sich durch ein ständiges und teilweise sehr steiles Auf und Ab kennzeichnet. Eine Angabe über die zurückgelegten Höhenmeter lässt sich daher nicht wirklich machen. Aber, glaubt mir: es waren VIELE!!

Die uns schon bekannte Crew auf der Göllerhütte – diesmal scheinbar nüchtern – bewirtete uns gut, wenn auch der Koch mit Sicherheit NICHT verliebt war, so salzlos und schwach gewürzt (nicht nur) die Suppe war.
Nach der romantischen Waschmöglichkeit auf der Waldfreundehütte (Krug und Waschschüssel im Vorraum zu den Toiletten) mutete der Sanitärbereich auf der Göllerhütte schon fast wie ein Wellnessbereich an.
Der Hüttenabend verlief nach dem Megahatscher und dem kräfteraubendem Abend davor eher ruhig.
Das Lager war ziemlich voll, aber im Großen und Ganzen hatten die meisten von uns eine gute und erholsame Nacht.

 
Am Montag – Hurra – Sonne, Fernsicht und Ham and Eggs zum Frühstück – was will man(n) mehr?!
Gämsen! – Und die gabs dann später auch noch am Aufstieg zum Göller zu sehen!
Igo konnte endlich ein schönes Foto vom Gippel machen, der wolkenfrei und ziemlich imposant zu bewundern war. Ein bisschen Speicherplatz hatte er ja noch auf seinem Fotoapparat. Das japanische Gen schlug übrigens auch bei Alois durch. Immer wieder hirschte er schnellen Schrittes weit voran an die Spitze der Gruppe um in Ruhe Blumenfotos zu schießen.
Über die Göllerwiese und den kleinen Göller erreichten wir nach einer Stunde den Göller. Unter dem Gipfelkreuz (1671m) gab es eine kurze Rast. Und dann kam ein angenehmer Abstieg (oberhalb des Göllergrabens) ins Tal, der uns durch die vielen entgegenkommenden attraktiven Männer versüßt wurde („Oh, der war aber eine glatte ZEHN“).
Nach nur 20 Minuten auf der Straße nach St. Aegyd – und diese durch eine Einkehr bei der „Gruberin“ unterbrochen –  bogen wir nach links auf den Mariazeller Wallfahrerweg ab.  Laut der Beschilderung eine „gefährliche Schlangengrube“. Wir versuchte auf diesem letzten Wegstück zwischen all den entgegenkommenden Pilgern alle sündigen Gedanken zu verdrängen, allein so richtig gelang es uns nicht …..

St. Aegyd erreichten wir cirka um 15 Uhr und so hatten wir bis zur Abfahrt des Busses um 16 Uhr 48 noch genügend Zeit im Kaffeehaus um uns bei Eiskaffee, Kaffee und Kuchen zu stärken, Blasen zu verpflegen und den Themenkatalog zu vergrößern:
 
Vermeintliche und echte Teufelskrallen – Knabenkraut  – Gamsattacken auf Alex –  neues Bewertungssystem unserer Touren (ich gehe NICHT ins Detail) –  eingestellte Bahnlinien – ………

 

Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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