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Männer auf Touren

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Sonntag, 11. Juli 2010

Junx auf Touren - Rax-Wanderung

Route: Vom Preiner Gscheid auf die Heukuppe, über Karl-Ludwig-Haus, Seehütte und Ottohaus zur Bergstation


Mit dabei: Fritz, Herbert, Matthias, Ronny, Steven, Walter

5:00 Uhr: Der erste von sicherheitshalber zwei Weckern läutet. Die Sonne blinzelt bei den Jalousien herein. Der blaue Himmel ist wolkenlos, es wird ein heißer Sommertag mit minimaler Gewittergefahr. Also ideal zum Wandern! Jetzt heißt es: schnell Brote belegen und dann ab zum Bahnhof Meidling. Fürs Frühstück bleibt keine Zeit mehr - umso größer ist unsere Enttäuschung, dass Sonntagfrüh kein Bahnhofs-Bäcker vor 7:00 Uhr aufsperrt. Ein McCafé in der Nähe rettet uns mit Muffins und Kaffee.

6:15 Uhr: Pünktlich um viertel sieben treffen wir die fürs Gruppenticket vorangemeldeten Junx im Bahnhof Meidling: Ronny, Steven und Walter. Gemeinsam kaufen wir ein Minimax-Vorteilscard-Ticket - zwei Vorteilscard-Besitzer reichen schon aus, um für die gesamte Gruppe die maximale Ermäßigung zu bekommen. (Anders als beim Einfach-Raus-Ticket kann man mit dem Minimax-Ticket auch mit Eurocity-Zügen fahren.)

6:30 Uhr: Wir steigen in den Eurocity Richtung Villach, in Wr. Neustadt wechseln wir in den Regionalzug nach Payerbach.

7:40 Uhr: In Payerbach stößt Fritz dazu, der sich in letzter Minute entschlossen hat mitzukommen und mit dem Auto angereist ist. Der Regionalbus 1748 bringt uns auf das Preiner Gscheid zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

8:30 Uhr: Ein guter Tag beginnt mit einem guten Kaffee - beim flämischen Belgier Steven allerdings mit einem guten Bier! Gut, dass es auf der Edelweiß-Hütte auf dem Preiner Gscheid beides gibt. :-)

9:00 Uhr: Jetzt geht's los! Die überlaufene "Wanderautobahn" Schlangenweg lassen wir am Start rechts liegen. Stattdessen wandern wir auf dem weniger frequentierten Reißtalersteig bergauf. Hobbybotaniker Walter übt sich angesichts der Bergblumen-Vielfalt im Dauerschwärmen: Sogar unscheinbare kleine grüne Blüten entpuppen sich als Alpenorchideen, auch kleine Enziane und Edelweiß gibt es in rauen Mengen! Oberhaln der Waldgrenze - in der Latschenzone - haben wir eine recht gute Fernsicht, obwohl die aufgeheizte Luft alles andere als dunstfrei ist.

10:30 Uhr: Jetzt stehn wir an - nämlich an der Bergwand. Dank Eisenklammern, Stahlseilen und Eisenleitern ist der kurze steile Aufstieg leicht zu bewältigen - vorausgesetzt, man leidet nicht unter Höhenangst. Bald schon erreichen wir das Raxplateau und den Weg zur Heukuppe.

11:00 Uhr: Beim "Gipfelhäuschen" auf der seltsamerweise gipfelkreuzlosen Heukuppe, dem mit 2.007 Metern höchsten Punkt auf der Raxalpe, legen wir eine Pause ein. Nach einer Jause und den obligaten Gipfelfotos geht's weiter zum Raxkircherl unweit des Karl-Ludwig-Hauses. Auf dem Weg dorthin sind in den Schneefeldern links vom Weg mehrere dunkle Flecken zu erkennen. Bei näherem Hinsehen stellen sich diese Flecken als Gämse heraus, die sich im Schnee angesichts der hochsommerlichen Temperaturen (ca. 20° C auf 2.000 Metern) etwas Abkühlung verschaffen.

12:00 Uhr: Gerade noch rechtzeitig vor der Mittagsmeute erreichen wir das Karl-Ludwig-Haus. Dieses wird gerade renoviert und ist kulinarisch nur sehr eingeschränkt attraktiv. Außerdem eilt der Hüttenküche ein ausgesprochen schlechter Ruf voraus, daher begnügen wir uns mit einem Getränk gegen den Durst. Als Mittagessen-Location nehmen wir uns die Seehütte vor, die von allen Seiten beste Noten bekommt.

13:45 Uhr: Über den Trinksteinsattel gelangen wir zur Seehütte - der Weg ist etwas länger, als die Wanderkarte vermuten lässt, aber kürzer als die Angabe auf dem Wegweiser. Die "Sonnenterrasse" neben der Seehütte ist bereits sehr gut besucht, als wir dort ankommen. Und die Küche hält, was ihr Ruf verspricht: Ah, der Hirsch (aus eigener Zucht!) mit Knödel und Preiselbeeren schmeckt einfach herrlich, der Schweinsbraten mit Sauerkraut und das Linsengericht ebenfalls, auch die hausgemachten Mehlspeisen lassen nichts zu wünschen übrig!

15:15 Uhr: Ronny überzeugt uns, nicht den relativ faden "Seeweg" Richtung Ottohaus einzuschlagen, sondern über den Alternativweg zum Preinerwand-Kreuz (ja, das ist "das" Männer-auf-Touren-Kreuz!) aufzusteigen. Dieser Weg macht sich bezahlt, nicht nur wegen der tollen Aussicht. Wir schließen auch Bekanntschaft mit einer neugierigen Gams, die einige Minuten lang in Steinwurfweite ohrenwackelnd neben uns herspaziert, bis sie schließlich in einer Steilwand verschwindet.

16:15 Uhr: Nach einem etwas abenteuerlichen Abstieg über einen verwilderten Latschensteig kommen wir zum Ottohaus. Da wir an der Talstation den nächsten Anschlussbus zum Bahnhof Payerbach nicht verpassen wollen, gehen wir gleich zur Bergstation weiter, um ins in Tal "abzuseilen".

17:00 Uhr: Gerade noch rechtzeitig erwischen wir den Bus zum Bahnhof Payerbach.

17:20 Uhr: Am Bahnhof verabschieden wir fünf uns von Fritz und steigen in den Direktzug nach Wien. Die drückende Hitze im Tal setzt uns etwas zu, Müdigkeit sickert ein - immerhin waren wir gut sechs Stunden unterwegs.

19:00 Uhr: Das unter der Hitze stöhnende Wien hat uns wieder, eine geniale Sommertour ist zu Ende.

Schade, dass in der Früh nicht noch mehr Junx ihren A***h aus dem Bett gekriegt haben... ;-)

CU @ JUNX AUF TOUREN - bei unserer Herbst-Wanderung Anfang Oktober (Details dazu in Kürze)!
Matthias & Herbert


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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