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Männer auf Touren

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Sonntag, 16. März 2014

Vogelbergsteig & Ruine Dürnstein
Dürnstein - Vogelbergsteig - Dürnsteiner Kanzel - Starhembergwarte - Ruine Dürnstein - Unterloiben

  Der ORF hatte eine Sturmwarnung herausgegeben und wohl aus Sorge, mit zerzauster Frisur ein unvorteilhaftes Bild abzugeben, blieben viele Männer der Tour fern. Nur der Kurzhaarschnitt von Frankie, Manu und Roland war bei Orkanböen bis 120 km/h fassonsicher. Schon in Wien flogen Zeitungen, leere Bierdosen, Plastiksackerl und sonst alle möglichen Sachen herum. Abfahrt 07:51 mit dem REX von Wien nach Krems, weiter mit dem Bus WL1, Ankunft Dürnstein Parkplatz Ost um 09:22. Während der Busfahrt hatte es genieselt, in Dürnstein war es aber trocken - und so blieb es auch für den ganzen Tag.

Nach einem Spaziergang durch das noch etwas verschlafene Dürnstein (209m) ging es Wegweisern folgend hinauf auf den Vogelberg. Der Vogelbergsteig ist ein wirklich netter Steig durch phantatische Felsformationen aus Gföhler Gneis. Der warme Frühling hatte schon ein paar Blümchen zum Blühen gebracht. Günstigerweise verlief der Steig südöstlich des Kamms und war dadurch windgeschützt, während rundum unentwegtes Brausen zu hören war. Die Bewölkung lockerte auf und ein paar Mal kam die Sonne hervor.

Der Abstecher zur Dürnsteiner Kanzel war lohnend, da sich ein schöner Blick auf die Schleife der Donau bot, aber an dieser exponierten Stelle stellte der Wind die Standfestigkeit schon auf die Probe. Zurück zum Hauptweg und an der Fesslhütte vorbei zur Starhembergwarte (564m), die netterweise offen stand. Man konnte oben die Aussicht genießen und unten windgeschützt eine kleine Pause einlegen. Das nächste Ziel war die Ruine Dürnstein, wobei der Weg zwischen Buchen, Eichen und Föhren sehr schön zu gehen war, sich aber zeitweise Unsicherheit breit machte, denn die Ruine war nicht ausdrücklich angeschildert und aus dieser Richtung nicht zu sehen. Schließlich stand man dann davor und unterzog das Burgareal einer ausführlichen Besichtigung, die um so mehr genossen werden konnte, weil man dank des Wetters die ganze Burg praktisch für sich alleine hatte. An den Mauerkanten und in Torbögen pfiff der Wind mit Vehemenz. Vor der Burg und am Weg Richtung Dürnstein gab es jede Menge Schautafeln mit geschichtlichen Informationen. Das verlangsamte das Vorankommen, da sie natürlich aufmerksam studiert werden mussten.

Der weitere Weg führte durch Weingärten oberhalb Dürnsteins nach Oberloiben und Unterloiben, wo um 13:20 die Weinschenke Edlinger erreicht wurde. Am Tisch landeten Bärlauchsuppe, Käsespätzle, Wildwurst mit Kraut und ein Bunter Salatteller - alles sehr gut zubereitet. Nach einer Stunde Aufenthalt ging es zur nahen Bushaltestelle. Dort hing ein Zettel mit dem Hinweis, dass die Haltestelle wegen Straßenbauarbeiten auf die B3 verlegt sei. Einen Lageplan beizufügen oder nähere Hinweise zu geben, wäre nett gewesen, denn an der B3 war kein Indiz zu entdecken, wo hier die Haltestelle sein sollte. Also blieb nichts anderes übrig, als den nahenden Bus durch Winken auf sich aufmerksam zu machen. Freundlicherweise blieb er auch stehen und nahm die drei Männer mit. Die Rückfahrt verlief mit kurzer Umsteigezeit in Krems ähnlich flott wie die Hinfahrt.

Es war ein netter Ausflug in die Wachau bei stürmischem, aber keineswegs unangenehmem Wetter. Gehzeit etwa 3½ Stunden, 8 Kilometer, 400 Höhenmeter.

 

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