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Männer auf Touren

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Sonntag 18. Juni 2017

Fischauer Berge
Wöllersdorf - Teufelsmühlstein - Größenberg - Engelsberger Geotop - Schutzhaus Eisensteinhöhle - Bad Fischau

 

Ganz nach Plan verlief die Tour schon bei den Vorbereitungen nicht, da der Zug nach Winzendorf mit Abfahrt in Wiener Neustadt um 09:37 in der Fahrplanabfrage verschwunden war. In der Zuginformation stand nur: "fährt täglich, nicht 16. bis 22. Jun 2017". Also wurde die Tour auf einen Anmarsch von Wöllersdorf geändert. Am Sonntag selbst ging es spannend weiter, denn am Treffpunkt Wien Mitte wurde der Ausfall des Regionalzugs nach Wiener Neustadt gemeldet. Stattdessen gab es einen Ersatzzug ab Wien Meidling. Die einzige Möglichkeit, nach Meidling zu kommen, bestand darin, die S-Bahn mit einer Abfahrt 9 Minuten früher zu nehmen. Dass sich angesichts diesen Komplikationen immerhin 11 Mann, nämlich Alois, Andreas, Frankie, Herbert, Igo, Reinhard, Stefan, 3x Thomas und Wolfgang im Zug fanden, war schon bemerkenswert. In Wiener Neustadt stieß Ronny dazu, der aus Linz angereist war.

Bei Ankunft in Wöllersdorf (315m) um 09:48 ging es durch den südlichen Ortsteil zunächst problemlos Richtung Fischaberg und auch der markierte Wanderweg wurde gefunden. Dessen Verlauf in südlicher Richtung war jedoch verwirrend und schlecht markiert, denn die Gruppe landete im Bogenschützenrevier. Zwischen herumschwirrenden Pfeilen zu wandern, war wenig einladend und die Bogenschützen waren bei der Wegfindung nicht hilfreich, da sie sich nur am Schießplatz auskannten. Also wurde der Rückweg angetreten und auf einem unmarkierten Weg ging es südlich zum Wöllersdorfer Sportplatz. Aufgrund des Herumirrens war es nun schon Zeit für eine Jausenpause, zumal sich bequeme Sitzgelegenheiten anboten. Anschließend Gruppenfoto mit sportlichem Charakter. Das nächste Ziel, der Teufelsmühlstein, wurde ohne Probleme gefunden. Alois und Igo wagten sich über die steile Felsflanke hinauf, die anderen genossen die Aussicht vom Weg daneben. Weiter über den unscheinbaren Malleitenberg in die Gegend des ehemaligen Finkenhauses. Dort führte eine Asphaltstraße in die Irre, denn es handelte sich nicht um die Verbindungsstraße zwischen Dreistetten und Bad Fischau, sondern um eine Privatstraße, die sich als Sackgasse entpuppte. Also ein gutes Stück zurück. Nach Erreichen der richtigen Asphaltstraße war auch deren Querung nach Südwest nicht einfach zu finden, denn die Wegmarkierung an einem Baum war von Grünzeug überwachsen und es gab keine Andeutung von Fußspuren. Überwandert ist die ganze Gegend offenbar nicht. Der Weiterweg zum Größenberg hatte auch noch ein paar knifflige Stellen, die intensives Kartenstudium erforderten. Bei Ankunft am Größenberg (605m) um 13:15 lag die Gruppe schon 1¼ Stunden hinter dem Zeitplan.

Wenigstens bot der Berg eine schöne Aussicht, ein Gipfelkreuz und einen netten Rastplatz. Zwei Thomas verabschiedeten sich, da sie unter Zeitdruck wegen einer Fahrt nach Innsbruck standen. Die anderen hatten zwischen einem direkten Weg nach Bad Fischau und einem Umweg über das Engelsberger Geotop (500m) zu wählen. Das Geotop fand mehr Anhänger, also ging es in Südrichtung bergab. Den unmarkierten Weg vom Westen zum Steinbruch zu finden, war interessanterweise einfacher als manche markierte Etappe davor. Im Geotop gab es eine schöne Kulisse für ein weiteres Gruppenfoto, viele Steine und einige Infotafeln. Langsam machten sich aber Hunger und Durst bemerkbar und der Weg zum Schutzhaus Eisensteinhöhle (407m), das um 15:20 erreicht wurde, zog sich.

In einem sehr gemütlichen Gastgarten von wohlgelaunten Wirtsleuten mit guten und reichlichen Portionen bewirtet, konnten die Männer auf Touren wieder zu Kräften kommen. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit war aber klar, dass es mit dem geplanten Besuch im Fischauer Thermalbad nichts werden würde. Aufbruch vom Schutzhaus um 17 Uhr, eine knappe Stunde später war der Bahnhof Bad Fischau Brunn (288m) erreicht und um 18:15 ging es mit dem Zug über Wiener Neustadt nach Wien.

Trotz einiger Abweichungen vom Plan war es eine schöne Wanderung bei bestem Wetter. Stefan hat die Tour mit GPS aufgezeichnet und online gestellt: www.strava.com/activities/1043151567 . Anstatt der angekündigten 12km, 300 Höhenmeter und 3½ Stunden Gehzeit "auf Wegen ohne Schwierigkeiten" (Aussendungstext) waren es tatsächlich 21km, 665 Höhenmeter und 5½ Stunden Gehzeit.

 

Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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