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Männer auf Touren

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19. bis 24. bzw. 26. September 2013

Wandertage mit Almabtrieb in Reith im Alpbachtal

weitere Fotos im Album von Roland



Die vergangenen Wochen hatten ja nicht unbedingt berauschendes Spätsommerwetter im Gepäck. Also waren Rainer, Roland und Wolfgang auf einige Unbill gefasst und hatten auch schon jede Menge Alternativ (=Schlechtwetter) Programme und dickere Kleidung in den Koffern.


Donnerstag, 19.9.
Eine Abfahrt um 09:56 ist ja eher moderat und wenn man bis St. Pölten durch viele Tunnel fährt, kann auch kein Wetterfrust aufkommen. Im Abteil waren zwei jüngere Männer, die nicht weiter auffielen.
Irgendwann nach Amstetten begann Wolfgang herum zu motzen. Er hätte gerne ein Bier gehabt, doch erlaubt das sein Gewissen erst ab 12:00 Uhr. Hat nicht ganz geklappt, denn er rauschte schon vorher dem Buffetwagerl nach und erstand je ein Stifterl Rot und Weiß und ein Bier. Bei der späteren Elektropostredaktionssitzung verwies er jedoch darauf, NIE UND NIMMER vor 12:00 Alkohol gekauft oder gar getrunken zu haben. Roland allerdings meinte, wir hätten um 11:58 angestoßen. Wie auch immer: Danke!

Es muss so bei Rosenheim gewesen sein, als die Frage aufkam, ob man nicht Kufstein, der Perle Tirols am grünen Inn, bei Einreise die Reverenz erweisen sollte. Rainer passte das nicht so sehr, denn das Programm hieß „Anreise“ und er hakt gerne von der inneren Checklist ab. Da er aber stumm blieb, wurde um 14:05 in Kufstein ausgestiegen, das Gepäck deponiert und die Stadt in Augenschein genommen. Die Visite beschränkte sich auf einen Bummel rund um den Hauptplatz und einen kurzen Anstieg Richtung Burg. € 11,- nur um hinein zu dürfen, war dann doch zu heftig, weshalb das Augenmerk mehr auf die Trachten-Outfit-Läden gerichtet wurde.

Und um den Hunger zu stillen eine Visite bei der „Weißwurst – Terrasse“ direkt am Inn. Klingt nach Schnellfutter, ist es aber nicht ganz. Eine sehr gute Brezel-Suppe (kräftige Rindsuppe, mit klein geschnittenen Brezeln und mit Käse gratiniert) und ein „Weißwurst-Burger“: Burger Laberl mit einer Fülle aus Weißwurstbrät und sonst noch was. Lecker!

Dann wieder zum Bahnhof und irgendwann nach 16:00 weiter nach Brixlegg. Rainer hatte Frau Jud versprochen, sie bei Abfahrt von Kufstein anzurufen. Tat er auch, kam aber immer nur auf die Sprachbox. Daher mit dem Bus ("passt scho, setzt eich eine“) von Brixlegg nach Reith und strafender Blick von Frau Jud, denn sie wollte uns doch abholen. Dumm gelaufen, machte nichts und ein Schnapserl gab es trotzdem. Dann kamen noch die restlichen Bewohner herein geschneit und es gab noch ein Stamperl. Viel ausgeräumt wurde nicht, denn es meldete sich der Hunger. Rainer und Roland schlugen den „Dorfwirt“ vor, denn der war vor 2 Jahren nicht unbedingt das Gelbe vom Ei und so könnte man ihn gleich abhaken. Abgesehen davon, dass er als einziger Reither Gastbetrieb eine gemütliche Schankstube hat, war das Essen diesmal ausgezeichnet.

Die Erinnerung an die Zeit der Bettruhe ist etwas getrübt, aber es war nicht sehr spät.


Freitag, 20.9.
Rainer und Roland wollten die vor zwei Jahren wegen Schnees missglückte Wanderung vom Sagtaler ins Zillertal wiederholen und Wolfgang zog natürlich mit. Er hatte ja keine Wahl. Bus um 8:56 von Reith Dorfmitte bis zur Wiederberger Horn Bahn und um 09:30 waren sie oben (1811m). Den Gipfelsturm ersparten sich die drei. Sie gingen den Panoramaweg rund herum und dann am Bergkamm weiter bis knapp unter den Standkopf bzw. die Sagtaler Spitze (11:30h ca. 2050m). Gleich danach ein kleiner Bergsee, der zum Rasten einlud. Roland fummelte mit dem Selbstauslöser herum. Das Wetter war eher unangenehm. Starker Wind, der um die Ohren blies und einige kleine Regenschauer, die mit feinen spitzen Tropfen wie Eispickel ins Gesicht schnitten. Dann ging es vorerst eher gemächlich bergab; der Wind ließ nach und es flogen einmal die Kapuzen vom Kopf. Dann die Mützen und später wurden die Windjacken ausgezogen. Der mühsam (riesige Steinbrocken am Weg) zu erreichende Hamberg (2096m, 13:00) besteht aus mächtigen Steinwürfeln und man fragt sich, wer sich wohl die Mühe machte, sie zu stapeln. Den erklommen nur Roland und Wolfgang.

Die weitere Wanderung fand bereits unter praller Sonne statt. Das blieb übrigens die ganze Woche so. Um 13:40, knapp ober der Forststraße, kam ein Arbeiter entgegen, der Gestänge für einen Sender auf den Berg trug. In seinem Auto wäre noch weiteres Material. Danke nein! Außerdem vermisste Rainer seine Wasserflasche, Dafür gab es mehrere Regenbögen und ein Murmeltier zu sehen.

Der Blick von oben ins Zillertal ist eher beklemmend: „da sollen wir noch hinunter?“. Um 16:00 gab es in der „Bergrast“ (die ist auf der Alpbachtaler Karte gar nicht mehr drauf) Suppe, Würstl mit Pommes, Ketchup und Mayonnaise statt Senf und Speck mit Spiegelei (nachsalzen obsolet).

Nach 30 Minuten weiter. Rainer zeigte massive Ermüdungserscheinungen und wäre beim letzten Abstieg in Stumm gerne am Straßenrand eingenickt, aber um 18:00 erreichten die drei Kaltenbach. Gerade recht für den Zug um 18:10. Der letzte Bus von Strass war schon lange weg; daher bis Jenbach und mit den ÖBB weiter bis Brixlegg. Dort wieder wäre ½ Stunde Wartezweit gewesen und nach 7 ¼ Stunden Gehen war auch keinem nach Aufstieg bis Bischofsbrunn (Ortsteil von Reith) zumute. Daher erstmals in 5 Jahren Reith: Luxus pur = Taxi um € 7,50. Sehr angenehm. Die Wasserflasche stand wohl gefüllt im Zimmer.

Dann das üppige Abendprogramm: Forelle, Zillertaler Hochzeitskrapfen, Spinatknödel und tauschen-wir-den-Teller-Spiel beim Stockerwirt. Der Höhepunkt des Abends war die Weißwurst – Party im „Kam – In“. Rainer verweigerte erst den Eintritt, wusste er doch aus Erfahrung, dass es drinnen heiß und stickig war. Roland und Wolfgang nutzten das weidlich aus. Sie schauten immer nach dem Befinden des älteren Herrn, denn bei jedem Hineingehen gab es ein Schnapserl. Gegen Mitternacht in verschiedenen Aggregatzuständen heim.


Samstag, 21.9.
Almabtrieb und Welt-Alzheimer-Tag. Frühstück so gegen 8:30 oder gar nicht. Roland zeigte als einziger Energie und wanderte durch Reith. Ursprünglich hatte er ja Rattenberg geplant. Der Himmel war bedeckt, aber knapp nach 10:00 kam die Sonne durch und blieb hartnäckig da! Rainer räumte endlich den Koffer aus und Wolfgang ruhte. Vermutlich war es der Sturm, den man ja auch in Westösterreich kredenzt. Roland sprach diesem auch zu, meinte aber, er hätte nix gespürt.

Nach Rolands Rückkehr und seiner Transformation in einen Lederhosenträger zog er mit Rainer den Lustbarkeiten entgegen. Erst einmal die „Kirchtagssuppe“ zur Reparatur: klare Rindsuppe mit Juliennegemüse und Wurststückchen (ohne wäre sie feiner gewesen) und dann ins Getümmel. Alle waren wieder da: Seifensieder, Federkielsticker, die 3 alten Damen, welche Wolle zu Fäden umarbeiteten, die Schnapsbuden, der Hendlbrater und jede Menge Schnick-Schnack. Urli (Seniorchefin von Foto Gattinger) war aber nicht da und obwohl ihre Tochter die beiden erkannte und in den Laden hinein rief, blieb sie verborgen. Daher machten die beiden einen großzügigen Erkundungsgang und landeten schließlich neben der Kirche auf ein Bier.

Da trat auch Wolfgang trachtig aufgebrezelt auf den Plan und die Truppe war komplett. Urli war auch bereit, uns zu empfangen. Diesmal nicht im Lederanzug, sondern im Dirndl, weil man das besser zusammen schnüren kann. Auf den Rote-Rüben-Schnaps wurde verzichtet und gleich beim Zirben zugeschlagen. Rainer kauft gleich Weihnachtsgeschenke en gros: Zirbenholzkugeln für die Handmassage und Schnaps (zahl 5 nimm 6. da schlugen auch Ro und Wo zu); der Seifensieder war leider schon weg. Grillhendl zwischendurch, aber um 17:40 waren alle wieder im Quartier um etwas zu ruhen.

Das Abendessen beim an sich ausgezeichneten Kirchenwirt war insofern enttäuschend, als es nur die kleine Almabtrieb-Karte gab. Also nicht unbedingt der kulinarische Gipfel eines denkwürdigen Tages. Um 20:30 waren alle drei in der Heia.


Sonntag, 22.9.
The day after. Eine Gelegenheit zur Wallfahrt.
Mit der Bahn nach Stans und durch den Ort zur Mautstelle am unteren Eingang der Wolfsklamm. Es war 09:25. Beschreibung entfällt, denn über diese empfehlenswerte Klamm gibt es hier in der Chronik schon Berichte (2010 und 2011). Aber unterwegs war, vermutlich von Kindern, aus Steinen und Steinchen ein kleines Zwergdruidendorf errichtet worden.

Wie es sich für ehrliche Wallfahrer gehört, waren sie weit vor der Mittagszeit oben und gönnten sich von 10:30 bis 11:00 nur Erfrischendes.
Dann kam der gemütliche Abstieg zum Schloss Tratzberg (12:30). In der halben Stunde bis zur Führung wurde der mitgenommene Proviant verputzt. Rainer hatte übrigens seine Wasserflasche dabei, doch war sie leer! Die Führung wurde begleitet, die Informationen kamen jedoch von Hörguides und nahezu in jedem Raum sprach ein/e andere/er ehemalige/er Bewohner/in und auch Maximilian war vertreten. Die lebendige Begleiterin konnte aber zu allem befragt werden. Jedenfalls verging diese Stunde sehr schnell.

Da war dann auch der Hunger da, weshalb der Abstieg zu Parkplatz und Schlosswirt mit dem Bummelzug erfolgte. Zillertaler Hochzeitssuppe, Spinatknödel und Heiße Liebe. Um 15:20 weit und breit kein Bus, also zu Fuß erst die Straße entlang und dann neben dem Bach Richtung Jenbach. Irgendwann hörte der Weg auf und die drei begingen Bahnfrevel. Zwar gingen sie nicht auf den Gleisen, was zu gefährlich gewesen wäre, aber unterhalb des Schotterunterbaues hart am Gestrüpp vorbei. Dafür aber sicher. Zug kam auch keiner, aber trotzdem brachte das Erreichen des Bahnsteiges (16:10) eine gewisse Erleichterung.

Abfahrt um 17:07 und in Brixlegg war wieder kein Bus, also kurze Wanderung nach Bischofsbrunn (17:50), das letzte Stück in Begleitung eines kleinen weißen Terriers, der nur schwer zum Umkehren zu überreden war.

Viel Zeit blieb nicht, denn Wolfgangs Freunde aus Fieberbrunn, Manfred und Martin hatten sich angesagt und brachten Martins Schwester Silvia mit. Gemeinsames Essen beim Dorfwirt und die eher zurückhaltende Art von Martin wurde von Silvia und Martin mehr als wettgemacht. Lachen hart an den Tränen vorbei.


Montag, 23.9.
Niemand konnte Roland und Wolfgang von Spitzenleistungen abhalten. Der Rosskogel war das Ziel der Wünsche. Doch kam der Fahrplan dazwischen, denn es gab keinen Bus zur Sonnwendjochbahn und keinen Zug nach Sonstwohin. Daher Schwenk und mit dem Bus über Reith nach Inneralpbach (10:55) und gleich voller Energie bergauf zum Hahnkopf (1902m). Weiter zur Schatzbergalm (13:30) neben der Schatzbergbahn-Bergstation. Den Abstieg (14:20) wollten sie über die Zottaalm absolvieren. Sie bekamen diese aber nie zu Gesicht, weil die an sich hilfreichen gelben Pfeilchen in Talnähe immer spärlicher wurden. Motto: unten ist unten, wer braucht da einen Pfeil. In Alpbach (16:15) ging sich noch locker eine kleine Besichtigung aus. Eine schöne Tour.

Rainer schaffte es nur bis Rattenberg (zu Fuß), kaufte Kleinigkeiten für Weihnachten und saß am Innufer auf einer Bank, hinter welcher betörender Geruch von Zirbenschnaps aus einem Keller kam. Außerdem studierte er alle Fahrpläne, um Roland und Wolfgang am Dienstag sicher bei den ÖBB anzubringen. Wie immer war die Stadt voller französischer Touristen und irgendwo war ein Platzkonzert. Das hörte man auch in der Mariengrotte.

Letzter gemeinsamer Abend beim Stockerwirt.


Dienstag, 24.9.
Jetzt mussten Roland und Wolfgang das Programm mit dem Reisegepäck absolvieren. Von Bischofsbrunn nach Reith Dorfmitte; Bus um 9:10 nach Brixlegg und weiter um 10:04 direkt zum Silberbergwerk Schwaz (10:22). Nächste Führung um 11:00 mit Zug 13. Dazu mussten silberne Jacken und weiße Helme angelegt werden. (Beschreibung siehe Chronik 2011).
Anschließend war noch Zeit für Gerstlsuppe, Kürbisnudeln mit Huhn sowie Selchfleisch mit Sauerkraut und Knödel in der Andreas-Hofer-Straße. Auch ein kurzer Rundgang ging sich noch aus und dann ab zur Bahn. Dort erwischten sie sogar einen früheren Zug (14:33) nach Jenbach und konnten sich dort im Achenseebahnstüberl ein Abschiedsbier gönnen. Abfahrt um 15:26; Rainer blieb alleine zurück und hoffte, immer genug Geld dabei zu haben, denn er musste sich meistens welches bei einem der beiden ausborgen. Den Schluck aus Wolfgangs Flachmann mit Mozartschnaps (nein; nicht der Likör!) würde er wohl auch vermissen. Und auch dass Wolfgang mittels moderner Technologie immer Kontakt zur nahen und fernen Außenwelt hatte, Fahrpläne checken konnte und dank der „allwissenden Müllhalde (© The Fraggles)“ auch die Verwandtschaft von Tollkirsche und Belladonna klärte.

Im Bus nach Brixlegg war er der einzige Fahrgast und in Reith gab er sich noch einem kleinen Kaufrausch beim MPreis hin. Ab 16:30 Balkonien im Hause Jud und später Wechsel vom Balkon direkt ins Bett.

Roland und Wolfgang hatten eine eher ereignislose Fahrt, wenn man von Druckluftproblemen zu Beginn absieht. Die Mitreisenden kann man sich nicht aussuchen. Im Abteil zwei Frauen, von denen die eine prämiierte Dauerrednerin war. Als sie ausstieg gab es keine Erlösung, denn schon war die nächste da. Sie gab auch Lektionen in „bequemes Bahnfahren“ und hatte eine Rose geschenkt bekommen, welche sie Wolfgang unter die Nase schob, weil sie so gut duftete.


Mittwoch, 25.9.
Im Haus waren nur mehr drei weibliche Gäste. Darunter jene Dame, welche ebenfalls ohne Punkt und Komma reden konnte. Und zwar so laut und durchdringend, dass die Balkondielen vibrierten, wenn sie von Enkeln, Tochter und Schwiegersohn berichtete. Und vom Fregattenkapitän der jetzt die Schiffe vom Festland dirigiert, weil er einen Bandscheibenvorfall hatte. Roland hätte sie gerne mit einem nassen Handtuch erschossen. Vor allem als sie verlauten ließ, dass sie von „drüben“ wäre.


Rainer verließ das gastliche Haus um 9:00 zum Bahnhof Brixlegg, war um 10:11 in Kundl und wanderte gleich weiter nach Breitenbach. Der Ort war voller Plakate und Transparente, um den Schotterabbau zu verhindern. Dazwischen Konterfeis von Herrn Jetzt Frank und vom Bach intensiver Stallgeruch. Den sollten sie in Zerstäuberfläschchen abfüllen und als „Ranchers Fragrance“ vermarkten. Stinken auch nach der Dusche. Die Sonne brannte bereits herunter, aber um 11:00 erreichte er den Wald. Der Weg führte über viele Äste und Baumstämme. Ein Holzfäller erklärte, dass alle Bäume, welche den Käfer hatten, gefällt werden müssten. Der Weg war eher steil. Nach 50 Minuten war er bei der Jocher-Kapelle und um 13:25 am Joch (1070m). Auf dem ganzen Weg kamen ihm nur zwei Wanderer von der Laufschrittfraktion entgegen. Der zweite mit Hund. Weiter oben überholte ihn ein junges Paar und ganz oben begannen zwei Frauen mit Dalmatiner den Abstieg.

Der Weiterweg nach Brandenberg war leider ein Straßenhatscher und wieder unter der glühenden Tiroler Herbstsonne. Sonnenschutz hatte übrigens keiner der Drei mit, denn es war nicht damit zu rechnen, „brauch ich nicht“ und „es ist ja Herbst“. In Brandenberg (14:25) gönnte er sich ein Gedenkbier. 2009 hatte die Gruppe im selben Lokal Eis genossen. Beim Zahlen schüttete er das Börserl aus und die Kellnerin pickte sich zwischen Sicherheitsnadeln, Büroklammern und Neujahrsschweinchen das nötige Kleingeld heraus. Eine gewaltige Entlastung!
Bus um 14:56 nach Brixlegg und wieder zu Fuß weiter. Koffer packen, Balkon, Bett.

Tipp: wer noch nicht ausgepowert ist, kann die Tour entweder durch das schöne Tal bis Aschau und Pinegg fortsetzten, oder aber durch die imposante Tiefenbachklamm nach Kramsach wandern.


Donnerstag, 26.9.
Schon am Morgen regnete es. Die Sonne war weg und Rainer Frau Jud dankbar, dass sie ihn zum Zug (11:16) fuhr. Von Wörgl bis Salzburg war er in angenehmer Gesellschaft eines kalifornischen Ehepaares, das aber auf Hawaii arbeitete und bereits 20 Mal in Europa, aber nur 1 Mal in Mexico war. Leider wurden sie in Salzburg von einer Frau mit silberner Schirmmütze mit dunklen Punkten, weißem Pullover, weißer Pluderhose, braunen Rauhlederstiefeln, einem Riesenkoffer und ausgeprägten Trotzlippen abgelöst. Sie kaufte ihr Ticket nach Wien beim Schaffner um € 52.- und löcherte bis zum ihrem Einschlafen mit der Frage, ob dies ein regulärer Zug wäre. Zum Vergleich: mit der Vorteilscard war es von Brixlegg nicht einmal halb so teuer. Aber ihr Handy hatte einen hübschen Klingelton. „Henry am Zug“ servierte „die neue Qualität am Zug“ und zwar viersprachig. An Pikantem gab es außer Chips nur einen Snack: Landjäger & Vollkornbrot. Grauenhaft!

Als aber in Attnang-Puchheim drei japanische Touristen ins Abteil kamen, endlos herumstanden, und mit der Trotzlippe zu diskutieren begannen, hievte Rainer seinen Koffer herunter und verzog sich in den Großraumwagen. Dort kann man den Koffer am Boden lassen und sitzt bequemer. An Hütteldorf um 15:54 mit 3 Minuten Verspätung. Schön war’s!


Statistische Angaben entfallen, um den Erholungswert in den Vordergrund zu rücken.



Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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