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Männer auf Touren

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Sonntag 21. April 2013

Königswarte
Wolfsthal - Ruine Pottenburg - Königswarte - Berg - Kittsee

  Endlich Frühling, dachten sich Alois, Christian, Christian, Gerd, Frankie, Friedrich, Joachim, Lasse, Manu, Martin, Matthias, Oliver, Peter, Roland, Walter und Wolfgang, und bestiegen die S7 von Wien nach Wolfsthal. Dabei konnten sie einander anfangs gar nicht finden, denn der Zug war so mit Menschen und voluminösen Trolley-Koffern vollgestopft, dass man sich nicht von der Stelle bewegen konnte. Erst nach dem Flughafen fanden die irgendwo eingezwängten Gruppenmitglieder zueinander.

Nach kurzem Kartenstudium ging es in Wolfsthal (150m) um 09:40 los, zunächst parallel zur Bundesstraße nach Osten, großteils am Radweg, am Industriegebiet vorbei und dann in den Wald. Die Umzäunung eines Wildgeheges war auf einer Eisenleiter zu überklettern. Wildschweine ließen sich keine blicken, auch sonst kein Wild. Frisches Grün bedeckte den Waldboden und die Bäume hatten ganz junge Blätter. Bergauf ging es zur Ruine Pottenburg, der östlichsten Burg Österreichs. Es war eine recht eindrucksvolle, wildromantische Burganlage mit vielen Gebäuderesten und einem großen Turm in der Mitte. Dass sich der Eingang zum Turm in etwa 4 Meter Höhe befand und nur ein wenig vertrauenerweckendes Seil als Aufstiegshilfe zur Verfügung stand, stellte für die Kletterer eine unwiderstehliche Herausforderung dar. Nach kurzer Rast und Zurufen der Drängler ("Das ist ja eine Stehtour!") ging es weiter bergauf zum östlichsten Gipfel Österreichs, der Königswarte (344m) mit dem 2001 erbauten Aussichtsturm, der sogleich bestiegen wurde. Leider war es dunstig und was man hätte sehen können, ließ sich nur der Panoramakarte entnehmen. Viel weiter als bis Bratislava und zum Hainburger Schlossberg reichte sie Sicht nicht. Dafür war das Wetter besser als die Prognose, denn von Wolken und möglichen Regenschauern war keine Spur zu sehen.

Es war nun halb zwölf und erste Anfragen bezüglich Mittagessen wurden geäußert. Diesbezüglich gab es eine kleine Planänderung, denn da das Gasthaus Glock wegen einer Feier ausgebucht war, führte der Weg nicht nach Edelstal, sondern nach Berg. Zunächst ging es aber noch auf der "Hochfläche" mit den charakteristischen Trockenrasenflächen und Büschen ein Stück Richtung Südwest und im Graben zwischen Hindlerberg und Königswarte bergab, wo eine Smaragdeidechse gesichtet wurde. Der Weg hinein nach Berg zog sich etwas, aber um 12:30 war der Heurige Pelzmann erreicht. Diese Notlösung entpuppte sich als beste Wahl. Der Spritzer schmeckte so gut, dass mehrfach nachbestellt wurde, und die kalten Platten und belegten Brote standen kulinarisch dem üblichen Gasthausessen in nichts nach. Dazu kam ein netter Innenhof mit burgenländischem Flair (Berg liegt an der Grenze zum Burgenland) und jeder Menge Getier: ein Hund, viele exotische Taubenarten (u.a. Perückentauben), eine wohlgenährte Ente (Pekingente?) und eine Katze, die vom Hund verjagt wurde. Taubenzucht ist das Hobby des Altbauern.

Bei so viel Annehmlichkeiten darf es nicht verwundern, dass die Rast knapp zwei Stunden dauerte, ehe die Gruppe weiter Richtung Kittsee aufbrach. Der offizielle Weg wäre am Radweg verlaufen, aber die Marillenbaumallee daneben sah viel einladender aus, bot etwas Schatten und war auch viel angenehmer zu gehen. Nach einer knappen Stunde war Kittsee erreicht. Das Kulturprogramm mit Neuem Schloss, Alter Burg und Jüdischem Friedhof war schnell absolviert, zumal es sich um Außenbesichtigungen handelte. Die Gruppe fiel in das Cafe Naglreiter ein und überforderte die Kellnerin trotz Selbstbedienung. Die Tische an der Straße waren der prallen Sonne ausgesetzt, es wehte kaum ein Lüfterl und die Temperaturen waren schon mehr sommerlich als frühlingshaft, was manchen zum Eisgenuss animierte. Weiter gemütlich zum Bahnhof und mit dem Zug um 16:36 nach Wien, Fahrzeit eine Stunde.

Die Streckenlänge betrug laut Christians GPS knapp 13 Kilometer, Höhendifferenz etwa 200 Meter, reine Gehzeit 3½ Stunden. In sportlicher Hinsicht ergibt das keinen Spitzenplatz in der Chronik, aber eine schöne Frühjahrstour war es jedenfalls.

Weitere Fotos gibt es im Album von Roland

 

Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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