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22. Juni 2014

Radtour Bucklige Welt & Thermenradweg
Gloggnitz - Kranichberg - Rams - Ödenkirchen - Hochegg - Himberg - Eben - Maierhöfen - Warth -
Thermenradweg Scheiblingkirchen - Wr. Neustadt - Laxenburg - Wien

 


Hatte Peter schon 2012 den Teilnehmerschwund bei den MaT-Radtouren beklagt, so sank die Quote 2014 nochmal um 50% und ich (Frankie) stand um 08:40 als einziger mit prall gefüllten Reifen und wohlgeschmierter Kette am Treffpunkt Wien Mitte-Landstraße. Egal, Programm ist Programm, daher fuhr ich ohne Zögern mit dem Regionalzug nach Gloggnitz, dem Ausgangspunkt der Radtour. Dort fand gerade ein Oldtimertreffen statt und jede Menge historischer Automobile fuhren oder standen in der Stadt herum.

Von Gloggnitz (457m) bergauf nach Kranichberg (670m), wo die Straße geradewegs durch eine Burganlage führte, weiter nach Rams (824m) und auf einer kleinen Nebenstraße Richtung Ödenkirchen. Die Straßen waren ideal für eine Bergradtour: serpentinenreich mit gut bewältigbaren Steigungen, kaum Autoverkehr, nur dann und wann ein paar Motorräder. Zwischen Rams und Karlshöhe gab es eine Selbstbedienungs-Dependance des Ramswirten mit Sitzbänken, Getränkeautomat, einer Aussichtswarte auf einem Getreidesilo und einem einsamen Ziegenbock, der auf Zuwendung oder Futter wartete, von mir aber bloß tröstende Worte bekam. Der Blick von der Warte auf Schneeberg, Rax, Otter, Stuhleck und Wechsel war schön, durch die Hochspannungsleitung davor aber nicht ansichtskartentauglich.

Mit den Steigungen war es nach der der Karlshöhe (ca. 930m) vorbei und mit flotten Schussfahrten auf schmaler Straße ging es weiter. Der Landgasthof Fally bei Ödenkirchen wäre wohl einen Besuch wert gewesen, war aber zu schnell vorbei und nur eine flüchtige Spur Küchendüfte wehte mir inmitten ländlicher Gerüche in die Nase. Immer wieder gab es schöne Aussichten auf Hohe Wand und Schneeberg links, Kampstein und Wechsel rechts. Auffallend war die hohe Dichte an Kapellen, Marterln und Hochspannungsleitungen. Im Hochegg (781m) fand ein Feuerwehrfest statt und die ganze Bevölkerung der umliegenden Gegend war dort und im Gasthaus versammelt. Weiter mit einigen Gegensteigungen "hinter" (=westlich) dem Kulmriegel über Himberg, Gmundner Kreuz (nochmal Rax- und Schneebergblick) und Eben nach Maierhöfen (660m) und dann hinunter auf schmaler Straße nach Warth (385m), wobei die Felgen durch das Bremsen bedenklich heiß wurden.

Ab Scheiblingkirchen gab es den (mehr oder weniger gut) beschilderten Thermenradweg über Seebenstein, Pitten und Katzelsdorf nach Wiener Neustadt (265m). Da es noch recht früh war (15 Uhr), fuhr ich weiter Richtung Wien. Der Radweg entlang des Wiener Neustädter Kanals war großteils angenehm zu fahren, auf die Dauer aber auch ein wenig eintönig. Die Mühen der Ebene. In Guntramsdorf verlor ich zum vierten Mal die Beschilderung des Thermenradwegs und war zu müde, um wieder ein Stück zurück zu fahren und sie zu suchen. Auf gut Glück hängte ich mich an zwei Radfahrer an, die flott und offenbar ortkundig Richtung Nord unterwegs waren. Dass sie auf dem Weg nach Laxenburg waren, um dort ein Eis zu essen, merkte ich erst, als sie am Ziel angelangt waren. Ich hatte ja auch nicht gefragt. Dort fand ich wenigstens den Laxenburg-Radweg, der im Zickzackkurs, aber gut beschildert, bis zum Ring in Wien führte.

Streckenlänge gesamt etwa 110km, mindestens 500m bergauf, 800m bergab, Fahrzeit abzüglich Pausen 7½ Stunden.

   

Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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