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Männer auf Touren

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25. - 29. August 2010

Dolomiten - Italien


Ein Wanderparadies – die Dolomiten

Bei dieser Wanderung könnte man fast meinen, es war eine Gruppe Schrumpfgermanen unterwegs. Angemeldet hatten sich 11 tatkräftige Wanderburschen – alle älteren Datums. Bis zum Abfahrtstermin gab es aus den unterschiedlichsten Gründen schon drei Absagen. Zum vereinbarten Treffpunkt erschienen nur noch 7 Wanderer. Während der Wanderung wurde unsere Gruppe am 3. Tag um weiter 2 Männer kleiner und in der letzten Hütte kam nur der harte Kern – 4 Wanderer an. Doch nun nähere Details dazu.

Anreisetag, 25.08.2010: Diesmal gab es eine vielfältige Anfahrt – je nach Lust, Laune und Möglichkeit wurde angereist. Jochen kam mit Zug und Bus, Bernd mit dem Flieger bis Salzburg, wo Thomas ihn abholte und den Rest des Weges mit dem Auto zurückgelegt wurde, Hans aus Graz mit dem Auto, Sepp, Alois und Roland aus Wien mit dem Auto. Alle 7 Wanderer trafen dann pünktlich um 15.30 Uhr an der Talstation (1563 hm) der Seilbahn zum Ciampinoi (2186 hm) ein. Gemeinsam nahmen wir die ersten „anstrengenden“ Höhenmeter in einer Gondel der Seilbahn und überwanden so bereits 620 hm. Nach einem genussvollen Talblick und den ersten Fotos auf der Bergstation setzte sich unsere Gruppe um 16.10 Uhr in Bewegung Richtung Sellajochhaus (2180 hm). Bei Sonnenschein und ca. 18 Grad Lufttemperatur war es ein angenehmes Wandern. Das leichte Auf und Ab des Wanderweges durch die Steinerne Stadt immer entlang am Langkofel (3181 hm)  war ein Genuß und von Anstrengung kann keine Rede sein. Bei einer Schautafel mit Erklärung der einzelnen uns umgebenen Berge machten wir um 17.15 Uhr eine gemütliche Rast. Wir nutzten die Rast um uns zu orientieren, zu essen und auf unser frisch verliebtes Paar Thomas und Bernd zu warten, aber sie kamen nicht. So brachen wir dann um 17.30 Uhr auf, um den Rest der Strecke zu bewältigen. Bereits nach weiteren 20 min trafen wir im Sellajochhaus ein. Nach bezahlen der Unterkunft (Roland rechnete blitzschnell 7x 40,00 € sind 210,00 €, damit war aber der nette junge Mann nicht ganz einverstanden) bezogen wir unsere 2-Bett-Zimmer, nur Roland ging ins 1-Bett. Da wir es alle noch kennen, dass Liebe etwas sehr Schönes ist, gaben wir natürlich dem Pärchen ein 2-Bett-Zimmer und waren nicht boshaft !!!! Die Einrichtung war altehrwürdig und gediegen, aber zweckmäßig. Während wir 5 Wanderer schon unser Abendessen bestellten, kamen Thomas und Bernd um fast 19 Uhr auch an der Hütte an – die Neugier fraß an uns – was die wohl alles so getrieben haben mögen *ggg ?

2. Tag Donnerstag, 26.08.2010: Wie immer, gab´s ein stärkendes Frühstück und wer mit Roland schon mal auf Wanderung war weis dies: immer früh zeitig. So wurde um 7.30 Uhr gefrühstückt. Keiner der ausgeruhten 7 Wanderer wollte sich den extrem steilen und doch sehr anstrengend wirkenden Aufstieg zur Toni Demetz Hütte auf 2681 hm zumuten. So fuhren nur 5 der Wanderer, unser Pärchen wollte die traute Zweisamkeit noch etwas nutzen, um 8.18 Uhr in einer sehr eigenartig anmutenden 1-Mann-Seilbahnkabinengondel nacheinander auf. An der Hütte zeigte das Thermometer 12 Grad und obwohl die Sonne uns ermunterte, lachend an den nächsten Abstieg zu denken, war es doch kalt. Um 8.45 Uhr begaben wir uns durch die Langkofelscharte zum Abstieg. Bereits um 9.30 Uhr erreichten wir die Langkofelhütte (2253 hm), wo ursprünglich Mittag geplant war, aber aufgrund der enormen Zeitverkürzung durch die Seilbahnauffahrt ausfallen musste. Dafür wurden wir optisch mit feschen Hüttenwirten belohnt, die selbst in den dicken Winterpullovern noch ne urgute Statur kombiniert mit interessantem Gesicht verrieten. Bei der kurzen Luftholpause dachten doch tatsächlich Sepp und Jochen an einen schnellen Quieckie!!!! Der weitere Abstieg verlief unspektakulär aber auf Schritt und Tritt mit herrlichen Blicken auf die Weite der Seiseralm und der sie umgebenden faszinierenden Berge. So umrundeten wir den Plattkofel.  Es näherte sich die Mittagszeit und so trafen wir um 11.20 Uhr auf eine Abzweigung zur Murmeltierhütte (2132 hm). Nach kurzen Überlegungen entschlossen sich Alois, Jochen und Roland dem knurrendem Magen den Vorzug zu geben, während Sepp und Hans, die wahren Männer unter uns, tapfer bis zur Plattkofelhütte durchgehen wollten. Laut der Wanderkarte konnten die drei mit ca. 30 min zur Murmeltierhütte und die andren zwei mit etwa einer guten Stunde bis zur Plattkofelhütte rechnen. Weit fehl gerechnet, wie es sich herausstellte. Die Murmeltierhütte war nicht die, die man in der Ferne schon ausgemacht hatte, sondern gleich unmittelbar hinter einem kleinen Waldstück versteckt nach 10 min bereits erreicht. Hier ließ man sich nicht nur das flüssige Brot in Form von kühlendem Bier und Radler schmecken, sondern auch was Handfestes zwischen den Zähnen.

Nicht anders erging es Sepp und Hans. Sie erreichten die Plattkofelhütte (2300 hm) bereits um 11.50 Uhr und wollten die „Ruhe“ in der Nähe der Hütte genießen. Jedoch waren Massen an Leuten in und um die Hütte vorhanden – kein Wunder, denn bei diesen vielen Kabinenseilbahnen wird alles was sich bewegen kann nach oben gekarrt.

Die drei Murmeltierhüttenbesucher brachen um 13.00 Uhr auf und hatten sich auf etwa eine Stunde Gehzeit eingerichtet. Von der Hütte ging es doch ziemlich steil bergauf und auch ihnen sind Menschenmassen in beide Richtungen aufgefallen (ähnlich Samstag am Vormittag auf der Kärntnerstraße). Erschrocken mussten sie nach 20 min feststellen, dass sie die Plattkofelhütte bereits erreicht hatten. Roland organisierte sofort die Zimmer damit das Gepäck abgestellt werden konnte.

Nach einer kurzen Erholungsphase entschlossen sich Jochen und Hans um 13.55 Uhr sich noch ein wenig auszupowern und den Gipfel des Plattkofels auf 2958 hm zu besteigen. Ein anstrengender Aufstieg von ca. 2,5 Stunden mit einer Überwindung von 658 hm lag vor ihnen.

Sepp und Roland wollten auf dem Friedrich-August-Weg bis zur nächsten Aussichtsstelle gehen und dann auf dem Rückweg bei der Plattkofelalm eine Vesper einlegen. Sepp und Roland gingen gemütlich bis zur gewünschten Aussichtsstelle und im Anschluß daran wieder retour, um in der Plattkofelalm einzukehren. Da man bereits um ca. 16 Uhr mit Alois zum gemeinsamen Kaffee verabredet war, nahm man nur eine Kleinigkeit – selbsthergestellten Ricotta mit frischen Himbeeren und ein Glas frische Kuhmilch -  zu sich. Danach ging es in lockeren 20 min zur Hütte retour.

Alois war ohne Antriebskraft und ruhte sich von der „anstrengenden“ Tour aus.

So verging die Zeit bis zum Abendbrot, wo Jochen und Hans waren wussten wir, aber unser junges Paar????? Es wurde schon 18 Uhr und sooooo lange konnte man doch nicht unterwegs sein oder doch???? Glückstrahlend trafen die zwei dann auch kurz nach 18 Uhr in der Hütte ein und konnten noch ein 2-Bett-Zimmer beziehen. Während des vorzüglich mundenden Abendessens verfärbte sich der Himmel und man konnte einen sehr schönen Sonnenuntergang in den Bergen bewundern.

3. Tag Freitag, 27.08.2010: Der nächste Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein und so machten wir uns um 8.10 Uhr auf den nächsten Tourenabschnitt. Es lagen ca. 2 Stunden Gehzeit und doch einige Höhenmeter vor uns. Die herrliche Bergwelt, Murmeltiere, Adler, Kühe, Pferde und Schafe begleiteten uns auf den Weg zur Tierseralphütte. Der Weg schlängelte sich gemütlich dahin ohne größere Ab- und Anstiege bis wir den Beginn des Rosengarten/Schlernnationalparks erreichten. Von hier an ging es stetig auf der vorhanden Fahrstraße bis zur Tierseralplhütte auf 2440  hm bergauf. Wir konnten hier aus nächster Nähe Murmeltiere und Almvieh beobachten und machten sogar nen Schwatz mit einem Alpbauern, der sichtlich froh war seine Arbeit unterbrechen zu können. Auf Fragen nach dem Molignonpass und dem Bärenloch gab er bereitwillig Antwort und meinte – Jungs das schafft ihr locker, 1938, hätten sie durchs Bärenloch sogar mit Mulis die Versorgung der Soldaten aufrechterhalten. Bereits um 10.10 Uhr trafen wir auf der Hütte ein und Roland organisierte sofort die Unterkünfte, so dass wir die Rucksäcke ablegen und unseren weiteren Weg ohne Gepäck antreten konnten. Wir wollten die angekündigte Route - Molignonpass – Grasleitenpasshütte – Grasleitenhütte – Bärenloch gehen.

Nach einer Erfrischung, die uns ein fescher verschmitzt lächelnder junger Kellner servierte, machten wir uns um 10.30 Uhr auf den Weg zum Molignonpass. Ein kurzer Aufstieg bis zur Passscharte auf 2598 hm. Hier oben erwartete uns ein überwältigender Blick in den Kessel des Passes. Auf kleinsteinigem Geröll ging es in Schlängelpfaden abwärts, während rechts und links von uns mit jedem Meter abwärts die Berge senkrecht nach oben wuchsen. Schritt für Schritt näherten wir uns dem Kesselboden und haben somit 400 Höhenmeter im Abstieg bewältigt. Fast ganz unten angelangt gab es eine Abzweigung mit dem Hinweis 30 min bis zur Grassleitenhütte und 1 Stunde bis zur Grassleitenpasshütte. Wir hatten eine gute Wetterhexe (Alois) dabei und die mahnte uns, an die Bemerkungen der andren Terrassenbenutzer auf der Tierseralplhütte zu denken. Es sollte am Nachmittag Unwetter und Gewitter geben. Wir nahmen die mahnenden Worte ernst und wollten auch unsere knurrenden Mägen füllen. Nach kurzen 20 minütigen Aufstieg auf 2165 hm saßen wir glücklich um 12.20 Uhr auf der Terrasse der Grassleitenhütte. Schon während unserer Mittagspause zogen immer mal dunkle Wolken und dichtester Nebel auf, beides verzog sich zwar wieder, waren aber schon die ersten Ankündigungen. Wir wollten die Pause nicht unnötig weit ausdehnen und begaben uns um 13.10 Uhr wieder auf den Rückweg. Zunächst, wie so üblich in den Bergen,  ging es gut bergab bis fast zum Bärenloch hinunter. Dann präsentierten sich um uns schon die schroff aufsteigenden Felsen, wo wir irgendwo da oben durch mussten. Es zeichnete sich ein wunderschöner gut ansteigender Pfad nach oben ab. Oftmals stand die Frage: geht’s da irgendwo weiter? - es ging und der Herr (Jochen) zeigte  uns sehr wohl den rechten Weg. Rückblickend wurden wir immer wieder der herrlichen Natur und der faszinierenden Berge der Dolomiten gewahr. Oben angelangt, wurde die Sonne bedeutend schwächer und der Wind legte stramm zu. Wenn man nicht frieren wollte, war eine winddichte Kleidung notwendig. Bis zur Hütte, die man schon gut sehen konnte, lag aber dennoch ein Weg von ca. 20 min vor uns, der bei heftigsten Sturmböen und vereinzelten Tropfen zurückgelegt werden musste. Um 15.00 Uhr hatten wir fünf Wanderer es geschafft, in der wärmenden Hütte Platz zu finden.

Unser Pärchen war aber immer noch nicht da und wir machten uns ehrlich schon Gedanken, dass sie bei dem aufziehenden Unwetter die Hütte nicht erreichen würden. Wir dankten Alois, denn das Unwetter störte uns nun nicht mehr. Jetzt tobte draußen ein Unwetter mit Regen, Schnee und Sturm bei etwa 5 Grad Lufttemperatur. Die Wanderer, die jetzt die Hütte betraten, waren durchgefroren und klatsch naß. Wir machten uns ernsthafte Sorgen um unser Pärchen. Erst jetzt kam Roland auf den Gedanken mal auf sein Handy zu schaun, ob eventuell ne Nachricht da wäre – es waren sogar 2. Thomas und Bernd hatten die Tour abgebrochen und sind zur Seilbahn bei der Williams Hütte gegangen. Bernd, sicherlich noch kein Berggeher, hatte Probleme mit dem Knie bekommen. So schrumpfte unsere Gruppe auf 5 Männer zusammen.

Bei Kaffee und Mehlspeis war es angenehm den Nachmittag zu verbringen und später legte man sich zu einem Nickerchen bis zum Abendbrot noch hin.

Wir ließen uns das Abendbrotmenü vorzüglich munden und widmeten uns danach dem Mensch-ärgere-dich–nicht – Spiel. Während am Nachbartisch eine Gruppe von 16-18 jährigen Knaben mit Gitarrebegleitung sehr gute Lieder zum Besten gaben, wo auch der eine oder andre von uns zur Erheiterung der Burschen mitsang. Einer der Burschen war der Kellner vom Vormittag, ein fescher verschmitzt blickender Knabe von ca. 17 Jahren. Er bereitete Sepp sogar eine schlaflose Nacht oder feuchte Träume???

4. Tag Samstag, 28.08.2010: In unserer Gruppe gab es einen unruhigen Geist, der immer sehr zeitig wach war – Alois, bei dem jungen Knaben kann man aber noch nicht von seniler Bettflucht sprechen oder doch???  – obwohl er sehr rücksichtsvoll war, ermunterte er einem doch zeitig aus dem Bett zusteigen. So kam es, dass wir bereits um 7.50 Uhr bei 8 Grad Lufttemperatur und Sonnenschein aufbrachen. Nach einem kurzen Anstieg waren wir auf der Schlernhochfläche in Richtung Schlernhäuser unterwegs. Bereits um 9.40 Uhr erreichten wir den Abzweig zum Touristensteig. Hier machten wir eine kurze Rast, um einige Wanderer vor uns gehen zu lassen. Bald darauf erreichten wir den Touristensteig, der den Namen wirklich zu Recht trägt, tw. kinderwagentauglich, tw. mit Steinplatten gepflastert war es doch ein sehr schöner steiler Abstieg (600 hm), wo man die herrlichsten Ausblicke auf die Seiseralm genießen konnte. Auf dem Steig kamen uns extrem viele Wanderer aller Staturen entgegen, da würde die Mariahilferstraße vor Neid erblassen. Am Fuße des Steiges angekommen, setzten wir unseren Weg fort und erreichten um 11 Uhr die Saltnerhütte auf 1850 hm. Hier galt es unsere ausgetrockneten Kehlen zu erfrischen mit herrlicher Buttermilch und frischer Molke aus eigner Produktion. Von der Hütte brachen wir um 11.30 Uhr auf, um unser Etappenziel, die Puflatschhütte, zu erreichen. Wir gingen an der Seilbahnstation Spitzbühel (1935 hm) vorbei. Von da  hieß es weiter absteigen bis zur Talstation der Seilbahn auf immerhin 1725 hm, die wir nach ca. 50 min erreichten. Im Gefühl schon das Ende der Wanderung erreicht zu haben, entschloss sich Hans uns auch noch zu verlassen. Er begab sich nach Brixen und musste dann sehen, wie er wieder nach Wolkenstein zu seinem Auto kam.

Der harte Kern der Truppe, Sepp, Alois, Jochen und Roland brachen um 12.30 Uhr auf, leider zunächst auf den falschen Weg. Nach ca. 15 min wurde ihnen dies bewusst und sie drehten um und fanden auch dann den richtigen Einstieg – Weg Nr. 12a. Nach dem Unterqueren einer Seilbahn wurde an der nächsten Abzweigung (1700 hm) auch schon der Hinweis „Aufstieg zum Puflatsch mit 1 Stunde“ sichtbar. Um 13.00 Uhr setzten wir 4 Wanderer uns in Bewegung, um den letzten Anstieg für den Tag zu bewältigen. Es ging ziemlich steil bergauf und an einem der besten Aussichtspunkte mit Pensionistenbankerl gönnten wir uns eine 15 minütige Ruhepause. Nach unserer Einschätzung und dem Blick auf die Karte müssten eigentlich noch ca. 30 min Gehzeit vor uns liegen. Da es noch früh am Tag war, hatten wir es ja nicht eilig zur Hütte zu kommen. So ging es um 14 Uhr zum letzten Stück des Weges. Jochen, eindeutig der schnellste, schrie schon nach 5 min er stünde bereits vor der Puflatschhütte (1950 hm). So war es auch.

Angekommen, Quartier bezogen und auf der ziemlich vollbesetzten Terrasse Platz genommen war alles eins. Jetzt holten wir zum Essen und Trinken aus und genossen nicht nur die wunderbare Aussicht sondern auch den ein oder andren männlichen Anblick der andren männlichen Anwesenden – lechzt und sabber !!!!! Gemäß dem Sprichwort nach dem Essen soll man ruhn oder andre Dinge tun, so taten wir dies auch. Roland probierte erstmal mit seinem Allerwertesten die einzelnen Treppenstufen zur Dusche aus - zum Entsetzen der andren. Nachdem alle alles gereinigt hatten, wurde geruht.

So verging auch die Zeit bis zum Abendbrot. Anschließend wurde dann gemeinsam der Wegverlauf des letzten Tages abgesprochen und wir entschieden uns nicht nach St. Christina sondern nur nach St. Ulrich abzusteigen. Von da aus sollte mit dem Bus bis Wolkenstein zum Auto holen gefahren werden.

5.Tag Sonntag, 29.08.2010: Die Puflatschhütte ist mehr ein hüttenähnliches Ausflugslokal und daher gab es normalerweise erst ab 8 Uhr Frühstück. Wir drängelten schon zeitiger zum Essen und konnten so etwas Zeit herausschinden für den Weg, der vor uns lag. So brachen wir doch bereits um 8.30 Uhr bei einer Temperatur von 5 Grad und Sonnenschein auf. Wie kanns anders sein, es gab einen kleinen Aufstieg bis Fillkreuz. Oben wurde es Alois zu warm und er legte einen eleganten Strip an den Tag, wo uns hören und sehen verging. Dort nutzen wir die Möglichkeit der herrlichen Aussicht und um noch ein Gruppenfoto zu schießen. Nun gings sehr steil den Schnürlsteig bergab und in kürzester Zeit überwanden wir 600 hm. Unbeabsichtig und durch puren Zufall landeten wir genau um 10.20 Uhr an der Bushaltestelle Mesavia auf 1510 hm. Von hier ging es in Richtung St. Ullrich, wo 10 min später bereits der Bus schon abfuhr. So ersparten wir uns ca. 2 Stunden Gehzeit auf der Straße nach St. Ulrich. Dort stiegen wir in den nächsten Bus um 11.12 Uhr nach Wolkenstein. Angekommen hieß es zum Auto gehen, umziehen, Schuhe wechseln und ab Richtung Heimat. Roland verabschiedete sich von seinen langjährigen Wanderschuhen und  Jochen konnte den inneren Schweinehund auch besiegen und stieg zu uns ins Auto, obwohl er ja viel viel bequemer mit seinem schon gelösten Zugticket reisen wollte.

Punkt 12.00 Uhr setzte Sepp, unser „Chauffeur“ das Auto in Bewegung Richtung Heimat. Roland quengelte noch und wollte unbedingt in einen der vielen Holzschnitzerläden – gefunden hat er auch nix. So ging´s zum Abschluss unserer Wanderung per Auto gemütlich durch Wolkenstein, St. Christina und St. Ullrich und wir ließen die faszinierende Bergwelt der Dolomiten mit der Seiseralm zurück.

Es war Mittagszeit und wir wollten eigentlich ein Abschlussessen haben, aber nirgends hat´s uns getaugt. Da bog Sepp einfach von der Straße ab und es ging nochmals steil bergauf, diesmal aber mit dem Auto. In einem ganz kleinem Ort – St. Peter hielt er an. Er hatte von unten bei der Hinfahrt schon das Hotel in der traumhaften Lage gesehen. Hier gönnten wir uns ein fürstliches Mal, saßen auf der Terrasse und schauten ins Tal zurück zu unserer Wandergegend. Nach einer reichlichen Stunde brachen wir dann um 13.45 Uhr endgültig zur Heimfahrt auf.

Zwischenrast um 17.15 Uhr bei Mehlspeis und Kaffee in der Raststation Landzeit Mondsee und dann gings um 17.45 Uhr ohne Unterbrechung weiter nach Wien.

Der erste Aussteiger war Roland bereits um 19.30 Uhr. Die andren wurden von Sepp nach und nach ebenfalls an ihren Bestimmungsorten abgesetzt.

Sportliche Leistung:

Fast die gesamte Wegstrecke konnte man als wirklich leichten Bergweg bezeichnen. So legten wir in den 5 Tagen eine Wegstrecke von ca. 50 km zurück.

25.08.     Aufstieg per Seilbahn 620 hm      
26.08.   Aufstieg per Seilbahn 658 hm    
    Aufstieg 339 hm   Abstieg 720 hm
    Aufstieg Jochen,Hans 698 hm    Abstieg 698 hm
27.08.   Aufstieg bis Hütte 100, zum Pass 158 hm   Abstieg Kessel 698 hm
    Aufstieg Gras. 230, zur Tiers. 500 hm   Abstieg Loch 250 hm
28.08.   Aufstieg Schlern 100 hm   Abstieg Touri 600 hm
    Aufstieg 250 hm   Abstieg Park 200
    Aufstieg Puf 250    
29.08.   Aufstieg Puf 175   Abstieg Bus 600

Sepp hat sich der Mühe unterzogen und hat versucht die zurückgelegten Kilometer zu erkunden. In den 5 Tagen haben wir fast 50 Km zurückgelegt.



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