Rainbow.Online

Männer auf Touren

Mail: mat@webnet.at
Home   Programm   Chronik   Bilder   Links

Sonntag, 28. Februar 2010

Junx auf Touren
Winterwanderung im Lainzer Tiergarten

  Mit dabei: Bernhard, Christoph, Herbert, Markus, Matthias und Werner

Strecke: Lainzer Tor – Rasthaus Am Hirschgstemm – Hubertuswarte – Rasthaus Rohrhaus – Wienblick – St. Veiter Tor – Gasthaus Lindwurm – Lainzer Tor

Bei frühlingshaften Temperaturen steht eine Tour im Lainzer Tiergarten auf unserem Programm. Zu sechst machen wir uns knapp nach 9:30 Uhr vom Lainzer Tor aus auf den Weg. In der Nähe des Gütenbachtors wird klar, warum das Gebiet jahrhundertelang „Saugarten“ genannt worden war, bevor diese Bezeichnung vom neutraleren „Tiergarten“ abgelöst wurde: Drei Wildsauen überqueren unseren Weg, ohne uns eines Blickes zu würdigen.

Apropos Wildschweine: In der Wikipedia habe ich dazu die (angebliche) Geschichte des Ausdrucks „Armer Schlucker“ gefunden:
Wegen zunehmender Schäden durch Wildschweinverbiss in den nahegelegenen Weinbergen ordnete Kaiserin Maria Theresia 1770 an, dass Schwarzwild nur mehr in geschlossenen Tiergärten gehalten werden durfte. Mit der Errichtung der 24 km langen Steinmauer wurde unter Kaiser Joseph II. der Wiener Baumeister Philipp Schlucker beauftragt. Dieser verrechnete sich jedoch bei der Kalkulation der Baukosten schwer und musste die Mauer zwischen 1782 und 1787 um ein Honorar weit unter den tatsächlichen Kosten fertigstellen. Von dieser Begebenheit soll sich der Ausspruch „Armer Schlucker“ ableiten. Ein Teil der originalen Schlucker-Mauer ist direkt neben dem Pulverstampftor erhalten geblieben.

Aber zurück zur Gegenwart: Etwa um 11:00 Uhr kommen wir zum sympathischen Rasthaus Am Hirschgstemm, wo wir kurz pausieren. Dann geht’s weiter zur Hubertuswarte, die aber wegen Wintersperre geschlossen hat. Einige Zeit später kehren wir zum Mittagessen im total verrauchten, aufgeheizten und waschküchenfeuchten Rasthaus Rohrhaus ein: Die Gemüselaibchen sind nicht ganz das Wahre, auch der Germknödel kann nicht viel. Das Wiener Schnitzel hingegen ist riesig und g’schmackig, Gleiches gilt für Hirsch mit Jagdsauce und Knödel sowie Rindfleisch mit Kochsalat und Kartoffeln.

So gestärkt marschieren wir weiter in Richtung „Wienblick“. Auf dieser Wiese am Waldrand genießen wir das tolle Panorama von der Kirche am Steinhof bis nach Simmering. Und da uns am frühen Nachmittag noch nicht danach ist, gleich nach Hause zu fahren, lassen wir uns sofort von Werners Idee überzeugen, noch beim urgemütlichen Gasthaus Lindwurm in der Nähe des St. Veiter Tors vorbeizuschauen. Dort setzen wir uns in den sonnigen Garten –unterwegs haben wir nur ein paar symbolische Regentropfen abgekriegt – und gönnen uns zum Abschluss einen leckeren Apfelstrudel von der Perle des Hauses, „Jahrgang 1933 und seit 1970 bei uns in der Küche“, wie der Wirt stolz anmerkt.

Bis Sonntag, 25. April 2010 – da planen wir einen Fahrrad-Ausflug nach Greifenstein.

CU @ JUNX AUF TOUREN!
Matthias & Herbert


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

nach oben