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Berichte
1999-2002Berichte 2007-2008
Tourenberichte 2009
Sonntag 1. November 2009
HOHER HENGST - 2.
und erfolgreicher Versuch
Puchberg
Kleiner Sattel - Niederer
Hengst Großer Sattel - Hoher
Hengst Kaltwassersattel Hengst
Hütte Puchberg
Trotz der eher entmutigenden Aussicht, die Wanderung
würde zum Teil durch unwegsames Gelände gehen, fanden
sich doch magische 13 + 2 um dem Hohen Hengst noch eine
Chance zu geben: Alois, Ewald,
Frankie, Friedrich,
Helmut mit Emmi und Harry, Igo,
Oliver, Peter, Rainer, Roland,
Ronny, Wayne und Wolfgang.
Abfahrten nach 08:00 erfreuen sich außerdem großer
Beliebtheit. Über Wiener Neustadt, wo es immer noch
neblig war, Richtung Schneeberg. Als der Zug den kleinen
Sattel zwischen Grünbach und unserem Ziel überquerte,
plötzlich blauer Himmel, Sonne und der Schneeberg im
Ansichtskarten-Outfit. Gleich nach Ankunft in Puchberg
(10:25; 598m) zogen wir los. Die Strecke durch den
Ort war uns bereits vertraut und das Stück bis oberhalb
der Haltestelle Schneebergdörfl schafften wir
auch, ohne viel zu zögern. Dann machte sich allerdings
etwas Unsicherheit breit. Es war uns klar, dass wir weder
mit Markierung, noch mit Hinweispfeilen rechnen durften.
Den Hinteren Hengstweg absolvierten wir eher nach Gefühl
entlang des Stacheldrahtes, schlugen aber mit
traumwandlerischer Sicherheit den richtigen
Weg auf den Berg ein. Was anfänglich einem
verfallenen Karrenweg glich, endete dann irgendwo im
Wald.

Unsere einzige Orientierung war: einfach hinauf!
Steile Anstiege wurden, wenn auch selten, von flacheren
abgelöst. Dazwischen immer wieder Felsbrocken, viel
Moos, manchmal Gestrüpp und Jungwäldchen, in denen man
sich gegenseitig effektvoll die Äste in die Augen
schnalzen konnte, und kleine Felshürden. Erste große
Rast um 12:40 zum Auftanken und für ein
Kalender-Gruppen-Foto. Die Mannschaft neckisch um einen
Hochstand drapiert.

Um 12:55 wieder in die Gänge und über einen kurzen
Gras-Fels-Hang in den Wald bis zum Großen Sattel
(1287m). Hier gab es Schnee und der weitere Anstieg
sah nicht unbedingt einladend aus, aber der Blick auf den
Schneeberg war grandios. Helmut beschloss aus Rücksicht
auf Harry die Hengst-Hütte direkt anzusteuern und Ewald
und Wolfgang schlossen sich ihm hungrig an.

Der Rest wagte sich an die letzten 163 Höhenmeter und
nutzte dabei eine Forststrasse. Danach wieder ein kurzer
und mühsamer Anstieg, doch dann ging es ziemlich
eben dahin. Wenn auch nicht unbedingt flott, denn es war
wieder Gestrüpp und Jungwald zu durchwandern. Doch hat
der Hohe Hengst am Gipfel eine Glatze, und so war der
allerletzte Teil eher eine Almwanderung auf dünnem
Schneeboden bis zum Gipfel (14:00 1450m). Pralle
Sonne, warm, Blick auf Hohe Wand, Schneeberg, Rax,
Krummbachstein, Stuhleck, Hirschenkogel, Wechsel und die
Nebel bedeckten Täler dazwischen. Dazu für jeden
zwei (stilvolle Plastik-) Becher Prosecco. Ronny hatte
dazu eingeladen und sich auch die Mühe gemacht, 2
Flaschen auf den Berg zu schleppen. Essen, trinken,
schauen und genießen.

Um 14:25 rissen wir uns los. Wieder wie die
Heinzelmännchen im Gänsemarsch durch Jungwald und dann
steile Serpentinen hinunter zum Kaltwassersattel
(14:50 1322m).

Der Rest zur Hengst-Hütte (1012m) war eher
unspektakulär. Ein breiter Weg neben der
Zahnradbahntrasse führe uns direkt zur, leider bereits
ziemlich geplünderten, Küche. Um 15:20 gab es noch 1
Leberknödelsuppe, keinen Hirschbraten, 1 Paar
Frankfurter, aber Hauswurst, Brettljause, Schnitzel und
Schweinsbraten zur Genüge. Getränke sowieso. Und die
Kellnerin hatte uns voll im Griff: sog amoi host ma
übahaupt zuagheat?
Nach Abfahrt der Zahnradbahn gehörte die Stube fast ganz
uns alleine, aber wegen der frühen Dämmerung mussten
wir uns doch zwischen 16:20 und 16:35 (das war die
Zirben- Lärchenschnaps-Fraktion) verabschieden. Die
Schlussetappe nach Puchberg war, wie das Stück vom
Kaltwassersattel herunter, ein breiter Fahrweg, und beim
Eintrudeln im Ort war es schon fast dunkel. Um 17:25
waren wir beim Bahnhof; rechtzeitig zur Abfahrt um 17:37.
Trotz einiger, heftig aussehender, Ausrutscher waren alle
heil an Körper und hoffentlich auch Geist. Und verirrt
hatten wir uns auch nicht. Das lässt Schlimmes für die
nächste Wanderung erwarten. Wieder Umsteigen in Wiener
Neustadt und von dort im Oberstübchen eines REX bis
Wien. An Meidling um 18:22.
Auch
kürzere Touren haben es in sich:
Reine Gehzeit etwa 4h 50min davon alleine 3h 10min
bergauf
852m hinauf und auch hinunter
und zwischen zwei Schnaufern kann man auch
Gscheites von sich geben:
Öffis auf Gran Canaria -
das Pin Up Foto von Ofczarek in der Sonntags
Ausgabe vom Österreich -
ich habe nie Allergien gehabt, ich bin im Dreck
aufgewachsen -
Na! Die In Vitro interessiert mich
weniger! - sind
die österreichischen Fußballer wirklich
schlecht? -
Michael Maertens und sein undeutliches
R -
Alois schaut aus wie aus Raumschiff Enterprise und
Frankie wie die Miss New Zealand
- da muss ich meinen Therapeuten
fragen -
Köstritzer Schwarzbier -
die eingetragene Partnerschaft ist eine reine
Augenauswischerei! ich finds gut!
mich heiratet sowieso keiner
mehr! - hast du
heute schon deine Medikamente
genommen? - das
Animationsprogramm ist heute
schwach -
teilen wir uns das Tiramisu?
wieso? ist es das letzte? nein,
aber soviel - Chris Lohner ist an
Bord und die Toilette auch offen
- ich weiß nicht wo ich die
Energie hernehme sei froh, dass du welche
hast! - wenn ich den
Schwimmlehrer früher gesehen hätte, hätte ich mich
für den Kraulkurs angemeldet
- usw.
Und laut Auskunft in der Hengsthütte gibt es auf dem
Hengst keine Wege und schon gar keine Markierungen, weil
keiner hinauf will. Es gibt oben keine Hütte, nix zu
essen und nix zu trinken. Dieses Manko haben wir mit
Hilfe von Ronny elegant ausgeglichen. Danke!
Sonntag 11. Oktober 2009
Großer Neukogel
Gutenstein -
Edelstein - Kleiner Neukogel - Großer Neukogel -
Gutenstein
Sieben Stunden gehen, wie ursprünglich auf den
Geißbühel geplant, waren bei unsicherer
Wetterprognose nicht zumutbar. Daher eine kleine,
unschwierige Ersatzwanderung in die Gutensteiner Gegend.
Diese Vorschau und die späte Abfahrt (09:16
Praterstern, bzw. 09:36 Meidling) brachten es mit
sich, dass schon ab Wien Alois, Frankie,
Franz, Helmut mit Emmi
und Harry, Igo, Josef,
Peter, Rainer, Roland,
Roland, Ronny, Wayne,
Werner und Wolfgang
frohen Mutes im Zug saßen. Roland war bereits so
euphorisch, dass er auch Fremde mit Handschlag
begrüßte. Und bei Ankunft in Gutenstein-Vorderbruck
(466m) um 11:29 warteten Erich, Michael,
Thomas, Thomas, Thomas
und Walter auf uns.
Eine ältere Gutensteinerin zeigte uns den Weg und
um etwa 11:35 zogen 20 Mann und 2 Hunde bergan. Der erste
Teil des Edelsteinweges ging leicht ansteigend durch den
Wald, wurde dann aber steiler und konnte sogar mit einer
steinigen, Seil gesicherten Schikane unterhalb einer
Felswand auftrumpfen. Da gab Franz W.O. und kehrte um.
Die übrigen 19 stiegen vergnügt weiter und genossen
nach knapp einer halben Stunde den Blick vom Edelstein
(ca. 700m) ins Gutensteiner Tal.
Was dann kam, könnte man unter Bootcamp,
Orientierungslauf oder Schmuggeln abseits von begangenen
Wegen einstufen. Die ganze Gegend hat nämlich nur einen
markierten Weg, und das ist der von Gutenstein direkt auf
den Großen Neukogel. Es gibt übrigens auch keine nicht
markierten Wege und selbst auf der Wanderkarte verlaufen
Punkt und Strich irgendwo im Nichts.
Also immer der Nase nach, was bei 19 Personen schon
nicht einfach ist. Außerdem blies eisiger Wind. Einige
spielten Scout und wagten sich vor, um zu erkunden. Jede
Richtung, die wir einschlugen, war ebenso richtig wie
falsch. Einmal quer über den Waldhang, dann steil
hinunter, zwischendurch durch ein ausgetrocknetes,
steiles Bachbett und schließlich mitten im Nirgendwo
eine Forststrasse. Das war so um 12:30. Davor schrammten
wir vermutlich auch am Kleinen Neukogel (866m) vorbei.
Die kurze Pause war weniger Rast als Orientierungstopp.
Eine Hälfte wollte hinauf Richtung Gutenstein, die
andere bergab Richtung (hoffentlich) Pernitz und
schließlich nahmen alle den Karrenweg bergauf, denn
da oben ist gleich der Kamm, beziehungsweise
ach das sind bloß 200 Höhenmeter. Das mag
schon richtig gewesen sein, aber was für Höhenmeter!
Denn auch dieser Weg verlor sich dann in die falsche
Richtung (wir hatten ja wieder etwas Orientierung und
konnten das beurteilen) und was blieb, war ein
steiler Aufstieg durch den Laubwald mit umgestürzten
Bäumen als Hürden und dichtem Laub am Boden. Da konnten
wir den Untergrund nicht erkennen und rutschten
außerdem. Spätestens hier haben einige Franz ob seiner
weisen Entscheidung beneidet. Für andere wieder war das
ganze eine Riesenhetz. Doch zwischen 15:00 (die
Gämsen) und 15:30 (die Keucher) waren tatsächlich
alle am Kamm. Und womit keiner mehr gerechnet hatte: es
gab eine Markierung und nach zehn Minuten hatten
wir sogar den Großen Neukogel (1053m) erklommen. Dort
erwartete uns sogar ein Gipfelkreuz, was das mindeste
war, das wir als Würdigung unserer Leistung erwartet
hatten.
Die Rast war nur kurz, Wayne hatte in weiser
Voraussicht keinen Flachmann mit, sondern nur
Manner Schnitten, also hielt uns nichts auf der windigen
Höhe. Außerdem war die Aussicht wegen der Bäume gleich
null. Der Abstieg war stellenweise auch steil, ABER ES
WAR EIN WEG! Einige zogen eilig hinunter, denn Thomas
musste um 18:15 am Westbahnhof seinen Zug nach Innsbruck
erreichen und Michael hatte ihm versprochen, ihn mit dem
Auto hin zu bringen. Er hat es ganz knapp geschafft. Der
Rest ging es gemütlicher an, war um 17:00 beim
Wasserwerk und um 17:25 beim Bahnhof. Eine Fünfergruppe
entschied sich für den Zug um 17:34 und ich glaube zehn
genossen die ausgezeichnete Küche des Gutensteiner
Hofes. Das dauerte, denn der nächste Zug ging erst um
19:34. Dafür lernten wir dort Erwin kennen, der die zwei
Sonntagstanzkurse in Gutenstein betreut und auch ein
Bekannter von Roland ist, der ja gerne das Tanzbein
schwingt.

Um 19:34 ist uns Gutenstein losgeworden und akustisch
von Chris Lohner betreut fuhr die geschrumpfte Gruppe
nach Wiener Neustadt. Dort hatten wir Glück, denn es gab
einen verspäteten REX, der uns nonstop bis Wien brachte.
So waren wir knapp vor 21:00 in Meidling.
Gemessen an der Ankündigung einer 4stündigen Wanderung
ohne Schwierigkeiten, war es geradezu eine sportliche
Höchstleistung.
Reine Gehzeit: etwas mehr als 5 Stunden
Bergauf genau soviel wie bergab, nämlich irgendwo
zwischen 820 und 900m.
Begegnet ist uns übrigens niemand. Weiter westlich ist
man wanderfreudiger.
Schwierige Unterfangen erfordern gute Gespräche:
wer 5 Minuten lacht, der hat ein Ei, wer zehne
lacht, der hat zwei (Schlagertext)
- wie hieße Chris Lohner, wenn sie Karel
Gott geheiratet hätte und wie Liza Minelli
als Ehefrau von Nikki Lauda -
wir hätten Vorher-Nachher Fotos machen
sollen - die Firma
Novomatic und die Spielsucht, sowie die schwammige
österreichische Gesetzgebung zu diesem
Problem - Kinderpornographie und
die ebenso schwammige diesbezügliche
Gesetzgebung - der Jörg, die
Bild und der Kellner - der
Herr Schirnhofer ist nicht mein Fall
- die legendäre Folge Hartlgasse 16
(ich war extra dort) aus Kottan
ermittelt - ich würde
links gehen ich wäre eher für rechts
ist geradeaus nicht gescheiter?
- und wie die Louise Martini, mit dem
Tschik im Mund, in den 2. Stock geht, und dort kniet die
Alte und schrubbt den Boden
- Santa Lucia mit der Maria Englstorfer
die war so lieb
- Louise Martini, Bibiane Zeller, Vera Borek,
Hilde Sochor und wie hieß die lange dürre mit dem
bösen Gesicht? (es war die Luise Prasser)
- Willst du deine Stöcke nicht
nehmen? Nein! Die habe ich nur zum Angeben in
der Straßenbahn mit. -
Chris Lohner sollte in die Prostatatherapie gehen, wegen
der Haltewunschtaste - vom Leben hinter
einer Supermarktkassa - in Frack
und Smoking sieht jeder gut aus -
usw. Schade, dass Franz aufgeben musste, die
weitere Entwicklung des Krimis bleibt daher noch im
Dunkeln. Dabei hatte er dankenswerter Weise noch einen
bulgarischen (oder war es ein rumänischer?)
Transvestiten ins Spiel gebracht.
Und vielleicht noch das Wort zum Sonntag:
Man muss nicht in der Falllinie bergauf klettern, sondern
kann auch Zick-Zack gehen und kleine Serpentinen
einbauen, wie das jeder Wanderweg, der halbwegs bei
Sinnen ist, auch tut.
Rainer
Junx auf Touren Sonntag, 4. Oktober
2009
Wandern auf dem Wachauer
Höhenweg
Mit dabei: Bernhard, Christoph, Erik, Herbert, Marcel,
Matthias, Thomas, Walter (?)
Für diese Wanderung planen wir ursprünglich folgende
Route:
Dürnstein (209 m) Stiegenweg Ruine
Dürnstein (360 m) Fesslhütte (550 m)
Starhembergwarte (564 m) Kanzel (Vogelberg, 546 m)
Pfaffental Dürnsteiner Waldhütten
Achleitensattel Cholerakreuz (270 m)
Weißenkirchen (224 m)
Tatsächlich treten wir aber bereits kurz nach der
Kanzel, einem Aussichtspunkt mit spektakulärem
Panoramablick von Dürnstein nach Weißenkirchen, den
Rückweg nach Dürnstein an. Und das kommt so aber
der Reihe nach:
Um 7:00 Uhr am Südbahnhof rätseln Herbert und ich, wie
viele Kollegen wohl diesmal auftauchen würden.
Normalerweise wünschen wir uns natürlich möglichst
viele Mitwanderer, aber heute wären nur drei auch total
okay. Die könnten wir nämlich in unserem VW Golf
mitnehmen, denn die Bundesbahnen verkünden auf ihrer
undurchsichtigen Bausofa-Website das
ist ÖBB-Chinesisch für
Baustellensonderfahrplan weiterhin
umständlichen Schienenersatzverkehr (SEV) in der Wachau.
Ob ab Krems oder doch erst ab Dürnstein ist vorerst auch
dem Schaffner nicht klar. Zwischen Dürnstein und Spitz
steht der Schienenverkehr jedenfalls, seit im Sommer ein
gigantischer Felssturz den Dürnsteiner Bahntunnel
blockiert hat. Zum Drüberstreuen gibts auch noch
einen nicht behobenen Sommer-Hochwasserschaden an der
Tullner Bahnbrücke.
Wie
gesagt: Mit dem Auto fahren wäre diesmal voll der Hit
gewesen aber wir sind am Südbahnhof dann doch zu
sechst und nehmen daher den Zug. In Krems heißt es:
Bitte in den Bus umsteigen. Am Bahnhof
Dürnstein stoßen Thomas und Walter (?) zu uns dazu. Zu
acht gehts weiter durch das Steiner Tor und den
Stiegenweg hinauf.
Unser erstes Ziel ist die Ruine Dürnstein, in der der
Babenberger-Herzog Leopold einst König Richard
Löwenherz gefangen hielt, bis die Engländer ein
gigantisches Lösegeld ablieferten. Nach heutigem
Geldwert entspricht dieses 2,2 Milliarden Euro (!),
erzählt die Münze Österreich in ihrer
Presseaussendung zur neuen Silbermünze Richard
Löwenherz in Dürnstein. Mit dem Löwenherz-Silber
ließ Leopold die Befestigung von Wien, Enns und Hainburg
erneuern sowie Wiener Neustadt gründen. Um den Rest
unter die Leute zu bringen, gründete er den Vorläufer
der Münze Österreich, also eine
Münzprägestätte. Die ganze Geschichte inklusive der
rührenden Sänger-Blondel-Legende gibt es auf http://tinyurl.com/ybokmmc.

Bei der Ruine angekommen genießen wir erst einmal den
tollen Blick nach Dürnstein und donauaufwärts nach
Weißenkirchen. Dann geht es weiter, unser nächstes Ziel
ist die Fesslhütte. Auf dem Weg dorthin kommt uns ein
Grüppchen recht originalgetreu gekleideter
Germanen entgegen, die offenbar auf Werbetour
für das Freilichtmuseum Germanisches Gehöft
Elsarn (im Straßertale) sind. Am heurigen
Nationalfeiertag, 26. Oktober 2009, ab 10:00 Uhr kann man
dort Alltag bei den Germanen hautnah erleben,
verspricht der Werbefolder, den sie uns in die Hand
drücken. Weitere Infos auf www.freilichtmuseum-elsarn.at.

Leider lange vor Mittag erreichen wir die Fesslhütte
die dortige Speisekarte wäre an sich sehr
vielversprechend, von Hirschragout abwärts... Nach einem
Kaffee oder Softdrink im sonnigen Garten erklimmen wir
die nahegelegene Starhembergwarte. Die ist zwar von 1883,
schaut aber aus wie ein Pappmaschee-Requisit aus dem
Wickie-Film! :-)
Ja, und von da an gehts bergab, erstens im
Wortsinn und zweitens verlieren wir nach dem
nächsten Aussichtspunkt, der ganz oben bereits
erwähnten Kanzel, etwas die Orientierung, konkret die
richtige Wegmarkierung. Jedenfalls sind wir allzu schnell
wieder im Tal und am Ortsrand von Dürnstein. In einem
zweiten Anlauf versuchen wir, doch noch den Weg nach
Weißenkirchen zu finden, indem wir eine von Weinbergen
gesäumte Straße hügelaufwärts wandern. Die führt uns
in den Wald und dort in fast undurchdringliches Dickicht,
dann aber auf den (vermeintlich) gesuchten Forstweg. Am
Ende stehen wir aber doch wieder knapp oberhalb der stark
befahrenen Bundesstraße.
Mittlerweile hungrig und mit dem Ziel eines
gschmackigen Wachauer Mittagessens vor Augen legen
wir die letzten Kilometer nach Dürnstein auf dem
Bahndamm der derzeit gesperrten ÖBB-Strecke zurück.
Dort fallen wir in ein Terrassen-Gasthaus ein und
bestellen Frittatensuppe, Cordon-bleus, Sturm und Co.
Wenigstens auf die Dürnsteiner Gastronomie ist noch
Verlass! :-)

Die Rückfahrt gestaltet sich
bausofamäßig langwierig: Aus den eh schon
faden zwei Stunden regulärer Bahnfahrt wird eine
dreieinhalbstündige Odyssee mit SEV-Bussen bzw. S-Bahn
von Dürnstein nach Krems, mit 50 Minuten
Eis-Essen-Aufenthalt am dortigen Bahnhofvorplatz, dann
weiter über Stockerau nach Wien.
Etwas ausgelaugt, aber mit jeder Menge milder Herbstsonne
in unseren Energiereservoirs kommen wir schließlich in
Wien an. :-)
Bis zum nächsten Mal cu @ Junx auf Touren!
Matthias & Herbert
Sonntag, 20. September 2009
ROSALIA
Bad Sauerbrunn
Gespitzter Riegel Eichbüchl
Kleinwolkersdorf - Lanzenkirchen
Ein Marketing Stratege würde klar erkennen: je
später der Aufbruch, desto größer die Teilnehmerzahl.
Als der Zug zu moderater Zeit um 09:30 von Meidling
abfuhr, waren Alois, Alois, Erich, Erik, Filip,
Florian, Frankie, Franz, Friedrich, Igo, Josef, Helmut,
Helmut (mit Emmi und Harry), Markus,
Milan, Peter, Rainer, Raphael, Roland (nein;
nicht der Kaffeeladen, der weilte in München),
Ronny, Werner und Wolfgang an Bord. Thomas
wartete in Wiener Neustadt. Bei Ankunft in Bad Sauerbrunn
(295 m Seehöhe) um 10:18 waren schon Günther
und Leo mit Sissi, sowie Walter
da. Für ihn war es ein Heimspiel, denn er wohnt in der
Gegend.
Abmarsch
um 10:20 vorbei an herumhockenden Kurgästen über den
Bewegungslehrpfad zur Aussichtswarte (367 m). Wir
waren in 20 Minuten oben und ein Teil stieg auch noch 28m
die 133, um einen 100 Jahre alten Baumstamm gewundenen
Stufen, hinauf, um sich den leider nicht vorhandenen,
grandiosen Ausblick zu gönnen. Es war diesig, weshalb
man die, an der Brüstung angeschriebenen, Orte, Städte,
Berge und Seen nur erahnen konnte. Bad Sauerbrunn sah man
sehr klar, aber das war gar nicht vermerkt. Um 10:55
wieder bis fast in den Ort hinunter und dann einen Bach
entlang durch den Wald. Es war feucht und die Shirts und
Hemden begannen an den Körpern zu kleben.
Den Kamm des Gespitzten Riegel (594m) erreichten wir nach
nicht einmal 1 Stunde und dann ging es schon wieder
bergab. Das
Handicap war, dass man entweder eine Markierung oder
einen Weg sah, aber selten beides. Ganz abgesehen davon,
dass der Weg teilweise von Ästen und Gestrüpp verlegt
war. Ein Zeichen dafür, dass Wanderer hier
offensichtlich Exoten sind. Es begegnete uns auch nur ein
einziger Waldläufer. Das führte auch zur ersten
Verirrung, die für das Gelingen unserer Touren immer
wichtig ist. Der
Weg ging ohne Markierung zwischen mannshohen
Goldrautenstauden weiter und hörte plötzlich auf. Ein
Hauch von Dschungelkrieg. Also zurück und irgendwie
querwaldein talwärts. Irgendwo begegneten wir
wieder der blauen Markierung, die aber nicht überall
klar sichtbar war. Und die zweite Verirrung erkannten wir
erst, als wir ein Eichbüchl eintrudelten, statt in
Frohsdorf. Wir hatten den Berg zu früh verlassen.
Statistisch aber kein Problem, denn es war vom
Krummbachstein ein Irrweg übrig. Dort sind wir
nämlich nie vom rechten Weg abgekommen.
Walter
kennt sich dort aus, und ersparte es uns, auf der Strasse
weiter ziehen zu müssen. Wir gingen einen Weg entlang
der Leitha und landeten um 14:10 im Gasthof
Art in
Kleinwolkersdorf. Dort war ein langer Tisch reserviert
(Peter kündigte uns telefonisch an). Es war wie eine
Hochzeitstafel. Allerdings fehlten Florian, Franz, Josef,
und Raphael. Keiner hatte eine Telefonnummer von einem
der vier. Rainer versuchte, Walter (den
Orchideenfachmann) anzurufen, hatte aber keinen Empfang.
Josef hatte ihn erreicht, aber da war unser Walter ihnen
schon entgegengegangen. Doch es war gut zu wissen, dass
wir eine Schaltzentrale in Wien hatten. Eigentlich
wollten wir diese nur nutzen, wenn unbekannte Pflanzen
unseren Weg versperrt hätten. Das
war nicht der Fall, wenn man von den beiden riesigen
Parasolen absieht, für die wir keine Telediagnose
benötigten. Günther und Leo mit Sissi verabschiedeten
sich, sie mussten zurück nach Bad Sauerbrunn, um zum
Auto zu kommen. Die übrigen marschierten nach dem Essen,
das mit einigen Torten abgeschlossen wurde, um etwa 15:40
zur Leitha. Wir erkundeten das Terrain oberhalb und
unterhalb der Brücke, links des Flusses und rechts des
Flusses, um schließlich auf einer Schotterbank zum
Pritscheln zu landen. Die meisten unterzogen sich
einer Kneipp-Kur. Einige pflückten Äpfel am anderen
Ufer und Emmi war überhaupt nicht zu bremsen. Sie
apportierte Obst aus dem Wasser.

Die Idylle endete um 16:45 mit dem kurzen Marsch zum
Bahnhof. Abfahrt um 17:15.
Einige stiegen in Wiener Neustadt in den vollen IC um.
Alle anderen begnügten sich mit dem REX von Payerbach
nach Bernhardsthal und waren um 18:22 in Meidling.
Für manche beginnt Sport mit dem
Heimweg von der Konditorei. Andere zählen einen
Spaziergang dazu und viele einen Einkaufsbummel.
Widerliche Extremisten akzeptieren erst 7 Tage durch die
Wüste. Wir lagen irgendwo dazwischen.
Reine Gehzeit ungefähr 3 Stunden und 10 Minuten
371 Meter hinauf und
362 Meter hinunter.
Bezwinger des Aussichtsturmes dürfen sich 28 m
dazurechnen.
Etwas schmälernd war der Hinweis am Turm, dass man von
Bad Sauerbrunn gerade 100 Meter überwunden hat, was dem
Verbrauch der Kalorien eines halben Schokoriegels
entspricht.
Nach dem Motto gesunder Geist in gesundem
Körper konnte natürlich auch die intellektuelle
Leistung nicht überragend sein:
hast du schon die Zauberflöte auf Tschechisch
gehört? Nein! Aber hast du schon Wagner auf
Italienisch gehört?
- Repertoirebühnen und das
italienische System - wie
brühst du ihn auf (Kaffee)?
- ein Notebook von HP um über 500.-
Euro - Aufstieg und Fall von
Wimpassing - belgische
Schokolade - die verschiedenen
Standorte von Waagner Biro
- Wie gehen wir
jetzt? Weiter!
- und wem ist das jetzt
eingefallen? - Muckefuck (http://de.wikipedia.org/wiki/Ersatzkaffee)
- wir sollten den Anschluss nicht
verlieren den habe ich schon längst
verloren -
ich kaufe am Naschmarkt, am Brunnenmarkt und beim
Hofer - Franz und Rainer
erarbeiteten dazwischen das Exzerpt eines Krimis,
den sie zuerst im schwulen Milieu ansiedelten, dann aber
in einen ländlichen Swinger-Club transferierten, wobei
der wunderschöne Kommissar eine Persönlichkeitskrise
durchlebt. Mehr wollten sie nicht verraten, weil sie
schon auf die Tantiemen schielen.
Ein lustiger Marsch bei herrlichem Wetter durch eine
vermutlich nur alle 10 Jahre begangene Gegend. Abgesehen
von Peters Erkundungstour.
Rainer
Sonntag 6. September 2009
Friedrich Haller Haus
- Krummbachstein
Kaiserbrunn
Knofeleben Friedrich Haller Haus
Krummbachstein Friedrich Haller Haus Eng
Payerbach
Als Erich, Igo, Milan,
Peter, Rainer und Roland
um 7:06 in Meidling zustiegen, residierten Alois,
Frankie, Karl, Ronny,
Wayne und Wolfgang
schon im Oberstock des ersten Wagens. Kein
Erlebniszug, sondern ein stinknormaler Pendlerzug, der
uns pünktlich nach Payerbach-Reichenau brachte, wo
schon Thomas und Walter
warteten. Um die Busverspätung und den Preis zu
reduzieren, kaufte Frankie ein Gruppenticket, doch als
wir begierig auf die Abfahrt warteten, huschte rechts vom
Bus ein großer, schlanker, grau melierter Mann mit
Brille vorbei, tuschelte mit dem Fahrer und rannte wieder
zurück. Es war Michael aus Innsbruck.
Er war mit dem Auto gekommen und wechselte am Parkplatz
noch schnell seine Kleidung. Der Fahrer nutzte die Zeit,
um Prospekte von den Wanderbussen zu verteilen. Danke
liebe Retter-Linien. Wir waren 15!
Abfahrt um etwa 08:50 nach Kaiserbrunn (521m), wo wir
kurz Luft holten und um 09:10 loszogen. Vorbei am
Wasserleitungsmuseum und am Fuße des Turmsteins
Richtung Knofeleben Graben. Irgendwann waren wir
unter der Ochsenwand und dem Rübengartel. Dort begannen
die Serpentinen und der eher steile und steinige Teil des
Anstieges. Mehrere Seilsicherungen, die nicht unbedingt
nötig, aber sehr willkommen waren. Eine Eisentreppe gab
es auch. Kleine Pause um 10:40. Erstens, um die Gruppe
wieder zu sammeln und zweitens um die Rucksäcke durch
Verzehr von Proviant zu erleichtern. Vereinfacht:
wir hatten Hunger! Nach bescheidenen 10 Minuten weiter
und um 11:25 erreichten wir das Friedrich Haller Haus auf
der Knofeleben (1250m; der Name kommt vom Bärlauch).
Der Aufenthalt war nur kurz, denn die Berggierigen
wollten weiter und Rainer musste ein gutes Achtel seines
Radlers stehen lassen um überhaupt den Anschluss zu
finden. Ganz hat er das nicht geschafft, wird die
0,15 aber in Rechnung stellen. Milan pfiff auf den Berg
und machte es sich in der Hütte gemütlich. Zum Trost
ließ Rainer seinen Rucksack dort. Weiter um 11:40.
Der Plan war, über den Wassersteig und den
Krummbachsattel auf den Gipfel zu gehen und den direkten
Schiblsteig zurück. Der Wirt vom Haller-Haus riet uns
aber, die umgekehrte Variante zu gehen, weil der
Schiblsteig im Aufstieg bequemer (haha) als im Abstieg
ist. Der zu Beginn gemächliche Wanderweg mutierte zu
einem immer steiler werdenden Steig, der am Schluss sehr
felsig war. Dafür empfing uns ein Gipfelkreuz (12:30;
1602m) mit starkem Wind und prächtiger Aussicht:
Rax, Ötscher, Gippel, Göller, Schneeberg, Dürre Wand,
Hohe Wand, Wiener Becken, Leithagebirge mit dem hell
leuchtenden Steinbruch, einige orteten auch den
Neusiedler See, Bucklige Welt, Hochwechsel,
Sonnwendstein, Hirschenkogel, Stuhleck, Pretul,
Semmering, Rax und einiges mehr. Ein netter, älterer
Bergwanderer (alle Bergwanderer sind nett! Es muss an der
Höhe liegen.) machte ein Gruppenfoto, wie wir
verzweifelt am Gipfelkreuz hingen. Auf seiner gelben
Jacke prangte Skischule Semmering
(glaube ich) und die Embleme aller Sponsoren, welche
zwischen Wien und Mürzzuschlag aufzutreiben sind.

Abstieg um 12:55 zum Krummbachsattel, begleitet von
Peters Kassandrarufen alles, was wir hinunter
gehen, müssen wir wieder hinauf!. Und der
Krummbachsattel (1333m) war noch nicht der tiefste
Punkt, denn es ging noch weiter hinunter Richtung
Wassersteig (ca. 1200m). Nach Überquerung eher
morastigen und sumpfigen Terrains mit brusthohen
Stauden, ging es wieder bergan. Nach jeder Kurve
erwartete man, die Knofeleben zu erblicken. Nein, leider
nicht! Felsige Steige, Seilsicherungen, kleine Scharten
und lange Waldwege, die nicht so schienen, als würden
sie uns dem Ziel auch nur geringfügig näher
bringen. Aber um 14:30 waren wir da: Hütte, Essen,
Trinken, Hallelujah! Den Aufenthalt bis 16:00
hatten wir uns ehrlich verdient und mit
Kaspressknödelsuppe, Linsen, Palatschinken mit
Eierschwammerln (von hier oder aus Litauen?), Salatteller
mit Eierschwammerln und vor allem (immer wichtig!)
üppigem Heidebeerstrudel und dgl. verkürzt. Die Sonne
trocknete, zumindest teilweise, verschwitztes Outfit, so
dass wir halbwegs frisch den Abstieg wagen konnten.

Zuerst durch den Promiskagraben (Promischkagraben,
Promisquegraben hat mit Hurerei nix zu tun und das
Tourismusbüro in Reichenau weiß auch nicht, woher der
diffuse Name kommt) zwischen Feuchter und Gahns und dann
durch die Eng bis zum Mariensteig. Der Rest war ein
Sommerfrischler Weg, an dessen Ende wir, knapp oberhalb
vom Schneedörfel, eine kleine Rast einschalteten, um der
Gruppe wieder eine dichtere Konsistenz zu geben. Wayne
nutzte die Gelegenheit, um aktiv zu werden: er ließ
seinen Flachmann cruisen.

Der Rest bis zum Bahnhof war dann nur mehr ein Klacks,
aber doch lang genug, um den Zug um 17:24 zu versäumen,
denn wir landeten erst um 17:55 am Bahnsteig. Abschied
von Michael, Thomas und Walter. Dafür sahen wir einen
Dampfsonderzug: Oh! Ah! Klick! Klick! Abfahrt
schließlich um 18:24 im Oberdeck und der Zug hieß
Lundenburg. Um 19:52 waren wir in Meidling, wo die
lustige Gruppe zu zerfleddern begann. Der Zug fuhr bis
Bernhardsthal, hoffentlich sind alle rechtzeitig
abgesprungen!
Ob sportlich genug oder nicht, muss
jeder für sich entscheiden.
| Kaiserbrunn - Haller Haus |
729 Höhenmeter Aufstieg |
und ca. 2 Stunden Gehzeit |
| Hallerhaus- Krummbachstein |
352m |
50 Minuten |
| Krummbachstein Haller Haus
|
ca. 70m |
1 Stunde 25 Minuten |
| Haller Haus Payerbach |
|
1 Stunde 45 Minuten |
| Pausen schon abgezogen. |
|
|
| |
|
|
| Roland hat mehrmals zu
Recht reklamiert, auch die Abstiege zu
berücksichtigen: |
| Krummbachstein - Wassersteig |
ca. 400m |
|
| Haller Haus Payerbach |
767m. |
|
Trotz all der Mühe konnten tiefsinnige
Gespräche geführt werden wie etwa: hat
Lady Gaga einen Penis oder nicht?
- wenn du mitreden willst musst du erst
die Kinderwelt von A bis Z
lesen - Wandersocken von
Hofer gegen Unterwäsche von Tschibo
- Autostoppen quer durch Afrika
- was, dort warst du auch
schon? - sind wir
bald unten? - ich
hasse Most - ich mag
keine mittel hohen Fichtenwälder
- wenn die Pilze am Naschmarkt teuer
sind, gehe ich gar keine suchen
- für ein Pilzristotto für 2 Personen
musst du mindestens 15dag Pilze rechnen
- ich habe einmal zuviel Muskateller
getrunken, seitdem kann ich ihn nicht mehr riechen!
verständlich!
- die heile Welt hat es
nie gegeben! - mit
dir kann ich überhaupt nix anfangen, du warst schon
überall! - ist es noch
weit? - das ist ein
Placebo-Effekt wer hat eine
Gebärmutter? - Wien bietet nicht
viel weniger als Berlin, aber Berlin ist
härter - Internet Chat:
auf was stehst du? auf was stehst
du? würde ich mit ich stehe auf
trockenen Martini mit Gin, eiskalt und mit 2 Oliven
beantworten geschüttelt oder gerührt?
der Unterschied ist mir noch nicht
klar! - Pommes Duchesse
sind aufgespritzte Püreepatzerln, Croquetten sind
paniertes Püree (das war in Zusammenhang mit dem Prince
of Wales und seiner Duchess of Cornwall)
- Roland erläuterte sein Wanderprogramm bis
2050. Irgendwann muss ihm jemand klar machen, dass die
Geriatrie noch nicht so weit ist
- das gestörte Verhältnis einiger
Steakhäuser zu Maßen und Gewichten
- das Jelinek hat eine
Sondergenehmigung und darf mit Ofen heizen;
urgemütlich -
portugiesische Zubereitung von Bacalhau
(Stockfisch) - sollen wir einen
Hütten-Gault-Millau herausgeben?
- wir sind so müde, weil wir am Berg
mehr gemacht haben, als geplant war Nein! Wir
haben nicht mehr gemacht, es hat nur länger gedauert,
als vorgesehen! - und so
weiter.
Ein anstrengender und sehr vergnüglicher Tag bei idealem
Wanderwetter!
Rainer
HOCHGEBIRGSSTAUSEEN
Fusch Gleiwitzer
Hütte Brandlscharte Kesselfall Kaprun
Mooserboden Kapruner Törl
Rudolfshütte Enzingerboden
21. 24. August 2009
Freitag, 21. August
Ob ein Zug Skicircus Saalbach Hinterglemm
Leogang oder Kasperltheater
Hintertupfing heißt, ist egal, wenn die Abfahrt um
6:52 von Hütteldorf ist, und man am selben Tag noch
1000m, also 1km bergauf will. Erik, Rainer
und Roland waren pünktlich. Der Zug
auch und außerdem fast leer, so dass das
6-er Abteil bis Zell am See nicht einmal verteidigt
werden musste. Schon in Mariabrunn ertönte es aus dem
Lautsprecher: Guten Morgen, ich bin ihr Steward
Francisco und werde ihnen, Kaffee, Tee,
und
Schnacks servieren! Auf den waren wir aber
gespannt. Irgendwo vor Sankt Pölten riss er die
Schiebetür auf. Wenn auch seine Aussprache eher Spanisch
klang, war die Herkunft nicht gut einzuordnen. Tippen wir
auf einen schlanken, nicht sehr großen
Lateinamerikaner mit Drahtbrille und dem
strahlendsten Gesicht, das je vor 8:00 zwischen Wien und
St. Pölten zu sehen war. Guten Morgen! Wie geht
es? Alles in Ordnung? Gute Fahrt! Damit und
mit seinem Lachen verwöhnte er uns bis in den
Pinzgau jedes Mal, wenn er vorbei kam. Klar mussten wir
da spätestens bei Werfen auf fast bis in den Mund
servierten Kaffee zuschlagen. Etwas gemildert wurde die
gute Stimmung zwischen St. Johann und Schwarzach St.
Veit, wo eine Weiche kaputt war und der Zug nach St.
Johann zurückgeschoben wurde, um auf dem anderen Gleis
weiter zu fahren. Diesen Streckenteil haben wir also auf
der Hinfahrt schon 3 x absolviert. Aber trotz
35minütiger Verspätung gelang es uns in Zell am See,
nach einem Sprint durch die Unterführung, den Bus um
12:25 nach Fusch zu erreichen. Guter Anfang!
Etwas verspätet, knapp nach 13:00 Ankunft in Fusch
(813m), fast direkt vor dem Römerhof, wo wir
uns mit vorzüglichem Rahmbeuschel und Radler stärkten.
Um 14:00 zogen wir schließlich los. Es war heiß, die
Sonne stach und der Weg wurde nach einer kurzen
Eingewöhnungsphase immer steiler. Immer den Hirzbach
entlang über das Feistalpl und eine Brücke über den
Bach bis zur Hirzbachalm (gegen 16:45; 1715m). Da war die
Sonne schon weg, es begann zu nieseln, aber man konnte
unser Tagesziel, die Gleiwitzer Hütte (2174m) bereits
sehen. Der restliche Anstieg (459m) zog sich in
Serpentinen einen steilen Grashang hinauf, auf dessen
Hälfte das Nieseln zu einem heftigen Gewitter mit
Regenguss mutierte. Bei Ankunft auf der Hütte um 17:45
waren wir nass bis auf die Knochen und ein unsportliches
Flachland-Handy im Eimer. Dafür kam wieder etwas Sonne
hervor und wir sahen einen Regenbogen. Unser Outfit
hingen wir um den Ofen. Der war allerdings nicht geheizt
und die Sachen am Morgen kaum trockener. Duschen,
nach dem Essen eine Runde Mensch ärgere dich
nicht und zwei Runden Schnaps (der letzte
Zirben, den es noch gab). Zwei Familien und zwei
Männerrunden waren noch da. Einen der 4-er Herrenrunde
identifizierten Erik und Roland eindeutig als Lehrer. Am
Morgen beobachtete Roland ihn beim Zusammenlegen des
Schlafsackes, und meinte, es müsse mindestens ein
Oberstudienrat, wenn auch pensioniert, sein.
Bettruhe 21:45. In der Nacht prasselte der Regen und aufs
Klo musste man sich im Blindflug tasten, weil der
Generator den Geist aufgegeben hatte.
Samstag 22. August
gab es dafür kein Wasser und wir mussten es im Eimer von
der Wasserleitung im Freien holen, um zumindest die
Klospülung in Gang zu bekommen. Hauptthema aller beim
Frühstück war das Wetter. Es hatte 11°. Aufbruch
um 8:30. Der Regen hatte aufgehört, doch der Nebel biss
sich in die Kleider und versperrte jede Sicht. Unterwegs
nieselte es hin und wieder geringfügig und das hohe Gras
durchnässte unsere Hosenbeine bis zu den Knien. Um 9:10
glaubten wir die Brandlscharte (2371m) erreicht zu haben.
Irrtum, dort waren wir erst um 9:29. Windig, Ausblick
null und fernes Kuhgeläute. Der Aufstieg war zwar steil,
aber kurz. Der Abstieg dafür um so länger, weil wir ja
wieder ins Tal mussten. Gegen 10:25 waren wir unter dem
Rosskopf. Unterwegs unzählige Alpensalamander auf und
neben dem Steig. http://de.wikipedia.org/wiki/Salamander
Bei den Gletscherbahnen Kaprun (911m; 13:05) versäumten
wir den Bus um Haaresbreite. Der nächste wäre erst nach
einer Stunde gewesen, also trotteten wir die 25 Minuten
auf der Strasse zum Kesselfall Alpenhaus (1034m), wo man
sinnigerweise ein Parkhaus über den beeindruckenden
Wasserfall gebaut hatte. Hier trafen wir Danilo
und Thomas, die einen Tag später mit
dem Auto aus Wien anreisten. Sie saßen in jenem Bus, von
dem wir nur mehr die Rücklichter sahen, und sind um
13:10 angekommen. Die Truppe war komplett.
Nach einer kleinen Stärkung nahmen wir kurz vor 14:00
den Shuttlebus zum Schrägaufzug. Bei der Talstation
hatte es wieder zu schütten begonnen. Aber über die
Plattform des Aufzuges waren Planen gespannt. Trotzdem
peitschte der Wind den Regen durch. Nicht viel anders an
der Bergstation, wo wir sofort in den nächsten Bus
flüchteten. Es mag eher Glück gewesen sein, dass man
wegen der Witterung nicht viel sehen konnte. Die Strasse
erinnerte stellenweise an Berichte über abgestürzte
Busse in den Anden. Und die Fahrt durch die unzähligen,
teils gekrümmten Tunnel (auch schon im Tal),
machte jede Hochachtung den Fahrern gegenüber
berechtigt. Um 14:45 erreichten wir die Talsperre
Mooserboden (2036m). Der Regen hatte etwas nachgelassen;
einladend war es nicht. Erfrischungen beim Kiosk, wo wir
auch unsere Rucksäcke unterstellen durften, und um
15:15 erschien Herbert, um uns durch die Anlagen zu
führen. Und er tat das mit viel Kompetenz und auch
für Laien verständlich. Beeindruckend der Marsch durch
das Innere der Staumauer! Ganz abgesehen davon, dass wir
dabei auch bei Schlechtwetter mehrere Klimazonen
durchwanderten, aber trocken blieben. Die fast 50 Minuten
waren im Nu vorbei. Die Wartezeit bis zum letzten Bus um
17:00 nutzten wir für Kaffee. Und um 17:15 stiegen wir
bei der Fürthermoaralm (1805m) aus. Es hatte 9°.
Aber hier gab es einen geheizten Ofen und auch einen
warmen Heizungsraum, wo wir unser nasses Zeug trocknen
konnten. Und auch eine Dusche!
Dann gab es noch eine alte (nachgebaute?)
Almhütte, die als kleines Museum eingerichtet war, in
dem zwei kleine gestickte Deckerln mit dem Spruch
Solang ma aus da Pfanna essn,
hat uns der Herrgott nòt vagessen
lagen. Nach unseren Pfannen eine Partie
Rommé. Da die Wettbüros nicht online waren, hier das
Ergebnis: Roland 1.Platz mit 298 Schlechtpunkten,
Thomas 2. 328, Danilo 3. 446, Erik 4. 470 und Rainer 5.
596 (warum sollte er besser sein als beim Kegeln?). Die
Stube war gut gefüllt. Familien, ein junges Paar,
eine Wandergruppe aus der Steiermark, die jedes Jahr eine
7tägige Etappe des Arnoweges geht, und Arbeiter vom PSW
(Pumpspeicherwerk) Limberg 2. In die Heia um 21:45.
Sonntag 23. August
Das nächtliche Plätschern war kein Regen, sondern der
Brunnen, denn schon in der Früh konnte man blauen Himmel
sehen. Kein Regen, aber noch viel Nebel, der sowohl vom
Tal hochstieg, als auch von den Gipfeln herunter zog.
Nachdem die Arbeiter schon um 6:00 rumorten, kletterten
wir um 7:00 aus den Schlafsäcken und waren um 7:30 beim
Frühstück. Danilo und Thomas marschierten kurz nach
8:00 zurück zur Talsperre. Die anderen drei quetschten
sich um 8:30 in den rammelvollen Shuttlebus und waren
knapp vor ihnen um 8:45 bei der Staumauer. Es hatte 7°,
aber kurz danach schon 8°. Die Aussichten auf einen
Traumtag waren intakt. Nach einer Kaffeepause zogen wir
um 9:45 weiter. Zwischen Mooserbodenstaumauer und
Drossenstaumauer besichtigten wir noch die
Erlebniswelt Strom und Eis
http://www.tauerntouristik.at/de/kaprun/index.php
und nahmen um 9:45 endgültig unsere Tagesetappe in
Angriff. Am Ostufer des Mooserbodenstausees wanderten wir
1 Stunde 20 Minuten eben bis zum Ende des Sees und dann
bergauf. Der anfänglich steile, aber liebliche Weg wurde
im oberen Drittel noch steiler und steinig. Und knapp
unter dem Kapruner Törl (2639m) waren wieder große
Felsbrocken zu bewältigen. Die drei Schneefelder waren
harmlos. Das Törl ist eine etwas breitere Schießscharte
und so wie es vom Osten bergauf geht, geht es im Westen
wieder hinunter. Wir erreichten das Törl zwischen 13:10
und 13:30 je nach Alter, Gewicht, Kondition,
Trittfestigkeit usw. Zu behaupten, dass einige halt gerne
innehalten, um das Panorama zu genießen, wäre eine
faule Ausrede. Obwohl es jede Menge Blick auf gewaltige
Gletscher gab. Zwischen 14:15 und 14:40 kamen wir zur
Hinteren Ochsenflecke unterhalb des Riffelkees. Erik
räkelte sich schon in der Badehose am Steg über den
Bach. Pralle Sonne und heiß. Die Vermutung, er hätte
sich in die Fluten gewagt lag nahe. Er ist ja nicht
zimperlich, aber es reichte doch nur bis zu den
Fußknöcheln. Und das taten wir anderen auch. Man hielt
es kaum eine Minute aus, aber erfrischend war es doch.
Richtiges Kneippen halt. Dort überholte uns auch die
Gruppe mit dem Oberstudienrat von der Gleiwitzer. Sie
hatten im Heinrich-Schwaiger-Haus übernachtet.
Die Annahme, wir hätten jetzt die Talsohle erreicht, war
aber so etwas von falsch. Kaum 200m weiter ging es wieder
hinab und tief unten lachte uns das Tal der Eisbodenlacke
hämisch entgegen. Erst nach etwa 45 Minuten waren wir am
oberen Ende des Tauernmoossees, wo wir auf dem
Graumöselsteg (2029m; der einzige mit zumindest einem
Geländer) den Tauernmoosbach überquerten. Dann wieder
bergauf, über große, glatte, nur flach aus dem Boden
herausragende Felsen zwischen Latschen zur Steinernen
Stiege. Rainer, Roland und Thomas entschieden sich für
den um 5 Minuten längeren Umweg über den Hinteren
Schafbichl. Die letzten landeten um 17:30 bei der
Rudolfshütte (2315m). Da waren Danilo und Erik schon
geduscht und geschniegelt, obwohl sie anfangs den
falschen Weg eingeschlagen hatten, was von einer geradezu
widerlichen Sportlichkeit zeigt. Trotzdem: bravo!
Anfangs konnte man noch genüsslich vor dem Haus in der
Sonne liegen. Später wurde der Wind unangenehm und kalt.
Wer wollte, konnte sich aber eine von den im Windfang
aufgelegten Decken nehmen und so bis in die Nacht die
laute Stille genießen. Laut, weil die Wasserfälle rund
um die Uhr aufgedreht blieben. Und der Blick auf
die karstige Gletscherarena, mit dem schützenden Hotel
im Rücken, war einzigartig. Um 20:00 wäre die
Vorführung eines Bergsteiger-Filmes aus den 70igern
gewesen. Aber es war uns weder nach Luis Trenker, noch
nach finsterem Saal. Bei Die Fischerin vom
Bodensee, Mariandl oder
Försterliesl wäre Roland allerdings zu
erweichen gewesen. So blieben uns nach dem Essen nur
einige Runden UNO, das Rainer zuletzt gespielt hatte, als
es vor rund 20 Jahren aufkam. Und vom Nachbartisch
ertönte der entsetzte Ruf Was? Ihr habt
einen dabei, der nicht UNO kann?.
Das 14 Betten Lager teilten wir mit der 4er Gruppe mit
dem Oberstudienrat und 2 Hardcore-Bergsteigern mit Helm
und Pickel. Um 21:45 waren wir schon in unseren Betten.
Schlafen ging nicht, weil der Rest der Mitschläfer erst
später antanzte. Danilo und Thomas hatten ein Zimmer.
Montag 24. August
Um 5:45 begannen die beiden Hardcore-Kletterer zu rumoren
und dann allmählich alle anderen. Um 7:30 saßen wir
beim Frühstück und knapp vor 9:00 zogen Erik, Rainer
und Roland talwärts. Es war sonnig und hatte bereits an
die 14°. Danilo und Thomas genossen das Privileg einer
Extrafahrt mit dem Sessellift über den Stierbichl
zum Medelzkopf, wo sie ihre Zehen kurz nach Osttirol
reckten. Der Talweg führte entlang des Weißenbaches bis
zum idyllischen Grünsee, wo auch die Mittelstation
(10:40) der Seilbahn war. Da sie aber dort offensichtlich
nur im Winter hält, war auch das Buffet geschlossen,
aber zumindest das Häusl geöffnet. Der restliche Weg
war enttäuschend, denn es war eine Schotterstrasse, auf
deren steilen Stellen man leicht ins Rutschen kam und
außerdem wurde an der Wassertrasse (Pumpen vom
Enzingerboden) gearbeitet. Die ersten drei nahmen
schließlich um 11:30 auf der schönen, mit Plane
überdeckten Terrasse des Alpengasthof Enzingerboden
Platz (1479m). Es war der Tipp eines Kollegen von
Erik, der seit Jahrzehnten dort manchmal urlaubt. Danke!
Ein schöner Fleck mit einem Erlebnis-Kinderspielplatz.
Im Gras gab es Hubschrauberkabinen, Seilbahnkabinen,
Hüpfburg, Wasserpumpen zum Abschießen von bunten
Scheiben, Rohre durch die man riesige Tischtennisbälle
auf ein Hexenschloss ballern konnte usw. Vor der
Busabfahrt um 14:20 besuchten Erik, Rainer und
Roland noch das ÖBB-Informationscenter Enzingerboden, in
dem eine kleine, aber sehr gut gemachte Ausstellung die
Erzeugung des Bahnstromes veranschaulichte.
Währenddessen kämpfte Thomas mit einer Megaportion
Topfenstrudel in Vanillesauce.
Der Postbus brachte uns über 14 enge Kehren bis
Uttendorf, wo wir nach 10 Minuten um 15:00 den
Anschlussbus nach Zell am See nahmen. Danilo und
Thomas stiegen in Fürth-Kaprun aus; sie hatten das Auto
dort geparkt. Die halbe Stunde Wartezeit in Zell am See
verbrachten die anderen drei an der Uferpromenade. Fische
beobachten, Booten zusehen. Hinter uns laberte ein
älterer Zeller ein Ehepaar wie eine tibetanische
Gebetsmühle mit seinen Erfahrungen zum Thema
Erdäpfelsalat, Fisolen und Pfefferoni voll und vor
uns im See zog eine Bisamratte das Ufer entlang. Abfahrt
pünktlich um 16:10 mit dem von Chris Lohner
angekündigten IC 649 Alpenkonvention nach
Wien. Das dürfte das Gegenstück zum Skicircus von der
Hinfahrt gewesen sein, aber es gab keinen Francisco,
sondern einen türkisch wirkenden und lange nicht so
quietschigen Typ. Das Entledigen der Schuhe hatte zur
Folge, dass die Klimaanlage den Geruch durch den ganzen
Wagen transportierte und den Schaffner auf den Plan rief.
Vor Werfen wieder rein in die Klötze und bis Salzburg
war der Waggon dekontaminiert.
Und nach Salzburg kam auch gleich die Belohnung:
Guten Tag, hier spricht ihr Steward, ich bin
Francisco
.. Und als er vorbei kam, gab es ein
Hallo, als wären wir lang verschollene Verwandte
gewesen. Fahren sie jetzt jeden Tag?. Viel
mehr ist nicht zu berichten, denn Bahnfahrt ist Bahnfahrt
und wir hatten unsere Rucksäcke so drapiert, dass kein
Mensch auch nur daran dachte, die Abteiltür zu öffnen.
Knapp vor 21:15 Ankunft in Hütteldorf.
Griaß eich.
Essen, Trinken, Schlafen
Zum Thema Trinken gibt es nichts Neues zu
berichten, außer, dass es nirgends Lerchenschnaps gab.
Das Essen war überall gut und die Lager waren OK.
Auf der Gleiwitzer nutzten Erik, Rainer und Roland die
Absage von Danilo und Thomas für die 1. Etappe und
übernahmen deren Zimmer. Es gab Dusche und
Warmwasser zumindest am Abend. Morgens dafür überhaupt
kein Wasser und die Wirtin wirkte etwas frustriert.
Offensichtlich schupfte sie den Laden alleine mit zwei
Kindern im Volksschulalter. Was auf den Tisch kam war gut
und das Frühstück reichlich (mit Wurst und Käse) und
die Gäste sorgten für richtige Hüttenstimmung.
An dieser Stelle eine generelle Bemerkung:
Frühstück Schladminger Tauern : Hohe Tauern =
0:2.
es gab zusätzlich zu Butter und Marmelade immer
Wurst, Käse und Streichwurst.
Die Fürthermoaralm bestach schon durch die Anlage in
L-Form. Wirtschaftsräume, Duschen, Zimmer und Lager im
längeren Teil, die geräumige, üppig dekorierte, aber
nicht kitschige Stube im kürzeren. Wanderer mischten
sich mit Arbeitern vom Stausee. Das Essen war sehr gut
(Kaspressknödeksuppe, Kaiserschmarren, Bauerntoast,
Almkäse) und man konnte gemütlich knotzen.
Die Rudolfshütte ist keine Hütte, sondern ein Hotel.
Groß, mit verwirrenden Gängen, einer Kletterwand im
Inneren, einem Hallenbad mit zugehörigem Chlorgeruch,
Sauna, Solarium, Internet und einem
Selbstbedienungsrestaurant. Daher gab es auch nur
Halbpension und kein Zimmer mit Frühstück. Abendessen
und Frühstück vom Buffet. Wer alpin-typisches
Hüttencatering erwartete, wurde enttäuscht. Aber es war
immerhin sehr gut, wenn auch nicht unbedingt den Hauben
zu nahe: Maisrahmsuppe, Schweinerücken in
Pfefferahmsauce, Röstiltaler,
Zucchinikräuterpalatschinken in Tomatensauce, jede Menge
knackiges Rohgemüse zum Zusammenstellen eines
individuellen Salattellers, fades, weil englisches
Gemüse (Karotten, Erbsen, Karfiol) und
Apfel-Hollerröster. Der Barmann hatte den ganzen Laden
zu betreuen und war etwas überfordert.
Das Frühstücksbuffet war klassisch: Kaffee, Tee,
Schokolade, Cerealien, Müsli, Joghurt, Wurst,
Käse, Roastbeef mit Kren, Kräuteraufstrich, Brot,
Semmeln, Butter, Marmelade und Ei. Ausgiebig!
Und das Lager war geräumig, die Liegeplätze breit, aber
es gab kein Fenster, sondern nur ein Dachflächenfenster,
welches in der Nacht automatisch zuging und zwei
Oberlichten, hinter denen gelbes Licht von irgendeinem
Gang den Raum die ganze Nacht erhellte. Außerdem war es
viel zu warm. Dafür immerhin 5 Duschen gleich
gegenüber.
Das Mittagessen im Alpengasthof Enzingerboden war ein
schöner, relaxter Abschluss. Und die
Heidelbeerbuttermilch lecker. Der Rest übrigens auch
(Suppen, Tiroler Gröstl, Hirschbraten und was
weiß ich noch alles).
http://www.gleiwitzerhuette.at/index.html
http://www.fuerthermoar.at/
http://www.alpinzentrum-rudolfshuette.at/
http://www.enzingerboden.at/
Die Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren und Brombeeren
unterwegs haben noch keine Homepage.
Das Wetter
Die letzten 100 Höhenmeter vom Freitag hatten es in
sich. Der Samstag war schon etwas moderater, wenn auch
die beiden Wolkenbrüche beim Stausee die Stimmung nicht
heben konnten. Aber da hatten wir den Bus. Der Sonntag
und der Montag entschädigten uns dafür mit herrlichem
Sonnenschein. Umgekehrt wäre es weniger lustig gewesen.
Das motivierte natürlich zu sportlicher Leistung
|
|
Gehzeit (Pausen
abgezogen) |
bergauf |
bergab |
| Freitag: |
3 ¾ Stunden |
1361 m |
|
| Samstag: |
4 Stunden |
320 m |
1460 m |
| Sonntag: |
7 Stunden |
889 m |
610 m |
| Montag: |
2 ¼ Stunden |
|
836 m |
Insgesamt 17 Stunden und 2570 Meter hinauf. m
= Höhenmeter.
Die Zeiten sind für die Schleicher bemessen.
Grob gerechnet kann sich Erik für den Sonntag etwa
30 abziehen. Danilo 15 und Thomas 45
dazurechnen; sie hatten ja noch den Aufstieg zum Stausee.
Mein Rucksack hatte übrigens schlappe 9,5 kg, dabei trug
er sich wie mindestens 5 kg excess-baggage.
Männerfaktor
Sollte eigentlich in Zukunft entfallen. Fesche
Leute sieht man bald wo, wenn auch vielleicht nicht so
konzentriert. Aber erkennt man, ob die Typen
gscheit und witzig oder zumindest heiß, oder
einfach doch nur deppert sind?
Gatsch : Kuhfladen = 1 : 0 .
Stellenweise hatte der Morast eindeutig die
Oberhand. Heuer muss irgendwas mit Österreichs Kühen
los sein.
Es hat wieder alles gepasst, und es waren wieder die
richtigen Leute beisammen. Nur Erik fiel etwas aus dem
Rahmen, denn er verbrachte viel Zeit an Rezeptionen und
bei Ansichtskarten. Ich habe den Verdacht, dass er
unterwegs schon seine Weihnachtspost verschickte. Und
Roland hat einmal mehr sein Gespür und sein
Organisationstalent unter Beweis gestellt. Danke, schön
wars!
Rainer
15. - 16. August 2009
Reisalpe - Klosteralpe
St. Veit an der
Gölsen - Ebenwaldhöhe - Hochstaff - Reisalpe -
Klosteralpe - Wasserfallsteig - Lilienfeld
Teilnehmer: Alois, Dietmar,
Frankie, Igo, Roland, Thomas, Thomas, Wolfgang
Acht mehr oder weniger ausgeschlafene Tourenmänner
trafen sich zu früher Stunde im "Radexpress
Donau", der ab Hütteldorf nonstop nach St. Pölten
brauste. Nach zweimaligem Umsteigen erreichten wir um
10:17 St. Veit an der Gölsen. Ein freundlicher St.
Veiter begleitet uns vom Bahnhof durch den Ort, am
Feuerwehrfest an der Gölsen vorbei, um uns den
Ausgangspunkt unserer Wanderung zu zeigen. Gerne hätte
er uns bis zur Reisalpe begleitet, aber Pflichten hielten
ihn ab. Weiter ging es auf einer kleinen Asphaltstraße
in das Wobachtal hinein. Zum Glück fuhren hier nur
selten Autos. Ein nicht genauer identifizierter Raubvogel
kreiste hoch oben am Himmel über uns. Ganz stimmte die
Karte mit den Wegmarkierungen nicht überein und wir
machten ein paar ungeplante Umwege. Die erste größere
Ratlosigkeit stellte sich ein Stück nach dem
Sengenebenberg ein. Wo waren wir überhaupt und sollten
wir nach rechts oder links oder doch in der Wiese am
Kuhzaun entlang? Der Kuhzaun war richtig, denn kurz
darauf eröffnete sich der Blick auf die Ebenwaldhöhe.
Nun konnte man schon anfangen zu raten, welche der
Anhöhen gegenüber das Ziel darstellte.

Dem Tipp des St. Veiters folgend, peilten wir als
erste anständige Rast die Kleinzeller Hinteralm an. Am
Weg dorthin teilte sich die Gruppe: Dietmar, Igo und
Frankie machten sich auf unmarkierten Wegen an die
Überschreitung des Hochstaff (1305m) inklusive Eintrag
im Gipfelbuch und Gipfelfoto, der Rest machte einen Bogen
darum herum.

Auf den Gastbänken der idyllischen Kleinzeller
Hinteralm traf man sich wieder. Leider waren bis zum
Eintreffen der Hochstaffler alle Mehlspeisen verputzt.
Igo ergatterte noch ein kleines Reststück Mohnschnitte
als Kostprobe. Andere trösteten sich mit ansehnlichen
Fleischbroten. Danach ging es noch eine Dreiviertelstunde
steil hinauf auf die Reisalpe (1399m). Ankunft etwa um 17
Uhr. Herrliche Rundsicht beim Gipfelkreuz. Ötscher,
Schneeberg, Rax, Schneealpe, Gippel und Göller werden
identifiziert, die Tiefenwirkung der Abfolge von
Bergketten nach allen Seiten bewundert. Wir posierten
für das Gruppenfoto, danach wurde die Hütte in Beschlag
genommen. Außer uns war nur ein Pärchen da, später kam
noch eine kleine Familie dazu.

Im warmen Schein der Abendsonne und bei einem
angenehmen Lüfterl nahmen wir auf der Terrasse Platz.
Mit dem, was es am "Essenloch" und am
"Trinkenloch" zu holen gab, waren alle hoch
zufrieden. Als die Sonne tiefer sank, wurde es langsam
kühler und wir wechselten in die Gaststube. Von dort
erlebten wir einen Sonnenuntergang mit spektakulären
Farben und Lichteffekten. Nicht alle machten vom Luxus
einer warmen Dusche Gebrauch, zumal der Wirt schon
besorgt wegen der beschränkten Wasservorräte war. Um 21
Uhr ging der erste schlafen, die anderen spielten noch
ein Würfelspiel oder diskutierten über die Spielregeln.
Sechs schliefen im komfortablen Lager mit Stockbetten,
zwei im Zimmer. Roland machte die Beobachtung, dass
immer, wenn er aufwachte, niemand schnarchte.

Am Morgen erwartete uns ein üppig gedeckter
Frühstückstisch. Der Wirt mochte auf den ersten Blick
etwas brummelig wirken, aber das Wohl seiner Gäste lag
ihm wirklich am Herzen. Als er dann auch noch mit einer
riesigen Eierspeispfanne auftauchte, waren wir uns einig,
dass das Reisalpenhaus in der Hüttenbewertung
die absolute Bestnote verdiente.

Der Sonntag bot das gleiche hochsommerliche
Prachtwetter wie der Samstag. Strahlender Sonnenschein am
Berg, unten in den Tälern lagen kleine Nebelseen.
Abmarsch um 08:15, Abstieg südlich auf Forststraßen und
Wegerln, dann nordwestlich auf einem schmalen Steig durch
dichten Wald. An einer Quelle machten wir kurz Rast und
füllten die Wasservorräte auf. Dann ging es aufwärts
zur Klosteralpe. Am Weg dorthin begegneten uns deutlich
mehr Kühe als Menschen.

Die Traisnerhütte erreichen wir um 11:15, kehren aber
nicht ein. Dort waren nämlich ziemlich viele Menschen,
da gerade ein Berglauf stattfand und die letzten der
Teilnehmer unter Applaus eingelaufen kamen. Uns
applaudierte niemand und wir gingen weiter zur
Lilienfelder Hütte, wobei wir unterwegs Himbeeren
naschten. Dort trafen wir zufällig ein paar Bekannte,
die gerade eine Light-Variante unserer Tour absolvierten.
Nachdem wir einen Platz unter den heiß begehrten
Sonnenschirmen ergattert hatten, ließen wir uns das
Essen gut schmecken, glichen den Flüssigkeitsverlust aus
und plauderten mit der gut aufgelegten Kellnerin. Nun
folgte der Abstieg nach Lilienfeld. Der Wasserfallsteig
war ein schöner Abschluss der Tour. Danach ging es noch
ein Stück der Straße entlang, wobei es zur Zerstreuung
Becken mit Jungforellen zu besichtigten gab.

Da eineinhalb Stunden Zeit bis zum nächsten Zug
blieb, wurde das Stift besichtigt und die Konditorei
besucht. Abfahrt um 15:53. Die Limitierungen des
Gruppentickets und die Zugverbindungen sorgten für
Komplikationen. Ein paar beschlossen, den schnelleren IC
zu nehmen und lösten im Zug Karten, was sich später als
überflüssig erwies. Denn in St. Pölten stand
unerwartet ein leicht verspäteter REX am Nachbargleis.
Nach überstürzter Verabschiedung von Thomas &
Thomas, von denen einer nach Innsbruck musste, gelange
der Rest früher als erwartet nach Wien.
Die
Wanderleistung war durchaus sportlich: 5 Stunden reine
Gehzeit an jedem der beiden Tage, in Summe etwa 1500
Höhenmeter Aufstieg und ebensoviel Abstieg, für den
Hochstaff noch 300 extra. Abgesehen von einem
Wespenstich, einer oberflächlichen Aufschürfung und
einigen (angeblich glückbringenden) Fehltritten in
frische Kuhfladen verlief die Tour ohne Missgeschicke.
Frankie
2. August 2009
Radtour Lobau
Um 10:25 trafen 5 Radler von der Reichsbrücke kommend
auf die 3 Wartenden ebensolchen bei der
Steinspornbrücke, sodass wir insges. 8 Männer waren,
die sich voller Erwartungen in Richtung Lobau bewegten.
Die anfängliche Befürchtung wegen der Myriaden von
Gelsen in den Feuchtgebieten (wie uns die Medien seit
Wochen Glauben machten) stellte sich alsbald als völlig
unbegründet heraus, was uns irgendwie immer noch ein
Rätsel ist
.
Nicht einmal bei einem kurzfristig erzwungenem Halt
mitten in den Büschen ein Pferd samt Reiterin
musste den schmalen Weg passieren kamen die Sauger
auf Tuchfühlung
.
Es war ziemlich heiß, aber der Fahrtwind machte es ganz
angenehm. Die ursprüngliche Natur der Lobau ist schon
wirklich was Besonderes
..
Nach einiger Zeit - durch eine Vielzahl von
Wegerln, Abzweigungen, Schotterstrassen - lotste
uns Frankie zum Uferhaus (wenngleich ohne
sichtbares Ufer) wo wir uns stärkten bei zumeist
Grillhenderln vom Holzkohlengrill, die wirklich
vorzüglich waren und kühlen Getränken. Einer
begann dann noch mit einem Eiskaffe und 5 andere
konnten ebenfalls nicht widerstehen
Wir saßen auf Tisch 8 der allerdings als
solcher nicht erkennbar war wie auch alle
anderen Tische Nummern hatten - die ebenfalls
nicht erkennbar waren, was aber der Logistik und
den Insidern keine Probleme machte.
Während wir uns die Hendln schmecken ließen,
stieß noch ein Kollege zu uns, sodass wir nun
gar 9 waren.
Es war eine sehr erfrischende und gemütliche
Rast. Dann entschieden wir uns, doch die
erweiterte Strecke zu fahren und machten noch
eine große Schleife in den südlichen Bereich
der Lobau. Das lohnende Erlebnis war dann eine
Aussichtsplattform aus glänzendem Nirostastahl,
von der es einen wirklich unglaublich schönen
Blick in die unberührte Urlobau gab (siehe
Bilder). Ein unten zufällig vorbeischwimmender
10 kg Riesenkarpfen zog ungläubige Blicke auf
sich
..
In diesem Bereich waren fast keine anderen Leute
unterwegs.
Nächstes Ziel war der Donau-Oder Kanal
(Diskussionen gab es darüber, ob es jetzt
Donau oder Kanal
heißt
.) wo wir uns mit großem Elan in die
warmen Fluten stürzten
.
Ein schönes Naturbadeerlebnis wofür ja
die Lobau steht.
Nach ausgiebigem Sonnenbaden brachen wir zur
Rückfahrt auf und machten bei der Dechantlacke
noch kurz Station, wo wir auch feststellten, dass
die morgens frisch geputzen und polierten Räder
ziemlichen Staub angesetzt haben.
Dann ging es Richtung Reichsbrücke zurück und
wir alle haben diesen schönen Ausflug in die
Lobau sehr genossen. |
 



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Josef
KLAFFERKESSEL - GIGLACHSEEN
Schladminger Tauern
24. 27. Juli
2009
Freitag, 24. Juli
Die Fahrt hatte eine Tücke: SCHIENENERSATZVERKEHR. Start
um 6:30 von Meidling ( Michi, Rainer
und Roland) und noch früher vom
Südbahnhof (Thomas und Thomas)
war ja nicht eben ein Hineinrutschen in den Tag. Bestes
Beispiel Michi, der sich einfach ausstreckte, den Kopf
auf Rainers Schenkel schmiss, den Italiener vom Eckplatz
vertrieb, die Füße auf das Fenstertischerl knallte und
vor sich hin döste.
Zum Italiener (irgendwo in den 20igern) vielleicht die
Bemerkung, dass er sich auf den Gang verzog und dort
endlos telefonierte. Erst mit dem Papa, dann mit der
Mamma, dann wieder mit dem Papa, dann mit dem Onkel und
ihnen etwas von nella mia situazione
vorjammerte und damit drohte, beim nächsten Halt eine
Ambulanz zu verlangen und sich ins Spital zu legen. Wie
es weiter ging, kann ich nicht berichten, denn wir
stiegen in Leoben aus.
Ziemlich pünktlich auch der Anschluss ins Ennstal in
deutschen Waggons mit ungewohnter, aber nicht
unangenehmer Sitzanordnung, doch leider nur bis Selzthal.
Dann Bus bis Stainach-Irding und weiter mit einem Zug,
der mit etwa 20 Minuten Verspätung in Schladming ankam.
Der Bus zu den Riesachfällen war beim Teufel, das hieß
2 Stunden Wartezeit, die wir in einem unnötigen Lokal
verbrachten bzw. zum Auffüllen des Börsels beim
Bankomaten nutzten. Abfahrt um 12:16 vom Lendplatz, hin
und her durch Rohrmoos, und dann ins Untertal zum
Parkplatz Riesachfälle (1079m).
Nach Ankunft knapp vor 13:00Uhr gleich einmal den Frust
ertränken und mit Festem ersticken. Abmarsch, oder eher
Aufstieg um 14:00. Der Alpinsteig Wilde
Wasser durch die Höll war der steilste
des ganzen Tages. Treppen aus Eisen, Treppen aus Holz
(über 750 Stufen!) und eine Hängebrücke (14:30 Uhr)
über den oberen Teil der Riesachfälle. Um 15:00 waren
wir beim dunkelgrünen Riesachsee, den wir etwa 15
Minuten entlang marschierten. Um 15:40 gönnten wir uns
eine viertelstündige Rast nahe der Kerschbaumer Alm
(1356m). Beim Talschluss noch ein etwas steilerer Anstieg
zur Preintaler Hütte (16:30 Uhr; 1657 m). Zimmer bzw.
Lager beziehen und dann auf der zum Tal weisenden
Terrasse ausspannen. Ab 17:30 gab es Essen. Wir
überlegten lange hin und her und was dann herauskam
weiß ich nicht mehr genau. Aber an die
Lärcherln und das Vergnügungsprogramm
Mensch ärgere dich nicht erinnere ich mich
sehr wohl. Auch an die große gemütliche Stube.
Irgendwann gegen 21:45 Uhr waren wir in den Betten bzw.
auf den Matratzen.
Samstag 25. Juli
krochen wir schon früh aus den
Schlafsäcken, um 08:30 hatten wir gefrühstückt
und machten uns auf den Weg. Gleich hinter der
Hütte bergan über das Äußere Lämmerkar in den
Klafferkessel und über die Untere Klafferscharte zu den
Klafferseen (10:15). Wolken, etwas Nebel, leichter
Schneeregen und unangenehmer Wind. Kein Postkartenwetter.
Der Aufstieg (11:20) zum Greifenberg (2618m) und der
Oberen Klafferscharte war mühsam. Wie auch an den
folgenden Tagen gab es große Steine, kleine Steine,
Felsen, vorne Steine, hinten Steine, links Steine, rechts
Steine (ich weiß, das nennt man Geröllfelder) und
Schneezungen, die man überqueren musste. Außerdem null
Aussicht vom Gipfel (12:25). Mehr als 10 Minuten Rast
lohnten sich nicht. Der Abstieg zum Greifenbergsattel war
ebenso mühsam wie der Aufstieg (warum bin ich
nicht nach Caorle gefahren?). Dann ging es in
Serpentinen steil hinunter Richtung Gollinghütte.
Aufgelockert immer wieder durch willkommenen Tratsch mit
entgegenkommenden Wanderern (Servas, Griaß di, Hallo
usw; das ganze Programm). Nach einer Stunde machten
wir 15 Minuten Rast und um 15:30 hatten wir unser
Etappenziel, die Gollinghütte (1641m), erreicht. Es war
Samstag, jede Menge Tschechen oder Slowaken und eine
Hardcore-Truppe (von Ende 20 bis Mitte 40), die irgendwo
in Zelten übernachtete. Um 19:00 kam auch Frankie
aus dem Tal angestapft und nach dem Essen war wieder
unser Brettspiel fällig, während die Kleider über dem
Kachelofen trockneten. Nach einigem Gejammer wegen des
übervollen Schlafsaales öffnete der Wirt ein kleineres
Lager, wo Michi, Rainer, Roland und 2 Männer auf
etwa 14 Matratzen ruhen konnten. Frankie, Thomas und
Thomas im Zimmer.
Sonntag 26. Juli
Auf kurz nach 7:00, Frühstück und um 8:25 bei
herrlichem Sonnenschein in den Gollingwinkel und dann
steil (eh klar) bergauf zur Gollingscharte (10:35,
2326m). Kein Regen, kein Schnee, kein Nebel, aber große
Steine, kleine Steine, Felsen usw. Auf der Scharte einige
verwaiste Rucksäcke. Die Hardcore-Truppe hatte
offensichtlich mit dem Anstieg nicht genug und
musste noch weitere 536m auf den Hochgolling. Die
Gollingscharte ist die Grenze zwischen Steiermark und
Salzburg. Das Heimatland Mozarts und auch Michis
begrüßte uns mit einem riesigen, steilen Schneefeld,
welches wir nur im obersten Teil am Rande umgehen
konnten. Den Großteil arbeiteten wir uns im
Treppenschritt hinunter. Beschämend allerdings das
Auftauchen eines Bergläufers
(Duracell-Hase), der im Jogging-Outfit den
weißen Hang im Rutsch-Laufschritt in kaum 10 Minuten
hinter sich brachte, während wir erst um 12:10 den
Göriachwinkel (etwa 1800m) erreichten. Sonntag,
herrliches Wetter und Alm-Ramba-Zamba. Alle Altersgruppen
waren unterwegs und vor allem viele Jungfamilien mit
ihren Kindern : gehts jetzt weiter, wer mit
mir bei der Hütte ist, kriegt einen Stempel, die
anderen nicht; da sind sie aber losgezogen!
Da wir keinen Stempel wollten, machten wir erst einmal 20
Minuten Pause und nahmen dann das restliche Stück bis
zur Landawirseehütte (12:50, 1985m) in Angriff. Sie
liegt in einem weiten Talkessel, nicht so eingezwängt
wie die Preintaler- und Gollinghütte und außerdem
wurden Riesenportionen serviert. Das Gröstel mussten
sich Rainer und Roland teilen.
Um 14:15 wieder einmal bergauf bis zur Trockenbrotscharte
(14:55, 2237m). Mehr als eine kurze Rast hatte keinen
Sinn, wie überall an freien Stellen, war auch hier der
Wind ungemütlich. Der Abstieg über den Arnoweg zurück
in die Steiermark war eher von der steilen Art und
verwöhnte uns am Anfang wieder mit großen Steinen,
kleinen Steinen
. In einer der vielen Kehren ein
Häufchen menschlicher Ausscheidung, hübsch drapiert mit
gelbem Toilettenpapier. Dafür hatte Thomas ein Netz
(ein Haarnetz? Nein! Empfang!
Aha!) und ein Stück weiter sahen wir eine
große Kröte am Wegrand. Wie schon am Vortag, gab
es einige Stellen mit Seilsicherung oder so hohen
Steinstufen, dass man sich am Fels absichern musste,
wobei sich Rainer eine Schürfwunde am Unterarm zuzog,
welche Michi fachmännisch mit einem 20 cm Pflaster
verarztete. Am Montag wurde es noch mit dem Stempel der
Ignaz Mattis Hütte veredelt.
Ankunft bei der Keinprechthütte (1872m) um 17:30.
Sie zeichnet sich dadurch aus, dass auf einem kleinen
Hügel ein Schild A1 angebracht ist. Da das
Zimmer von Thomas & Thomas vier Betten hatte,
quartierten sich auch Frankie und Rainer dort ein.
Allerdings erst nachdem Magdalena (1 ½ Jahre)
eingeschlafen war. Der Vater hatte darum gebeten und er
wollte sie, einmal in Morpheus Armen, ins Lager legen.
Das gelang zwar dann der Mutter, aber die Kleine wachte
immer wieder auf, weil holländische Gören mit Trara
durch die Flure donnerten und sich nur 50cm vor dem Kind
einbremsten.
Essen mussten wir schon um 18:00 bestellen, abgefüttert
wurden wir um 19:30, hatten aber dann noch genügend Zeit
für eine Runde Mensch ärgere dich nicht. Zu
sechst gespielt hat es etwas von einem perpetuum mobile.
Es hört nie auf.
Montag 27. Juli
mussten wir früh hoch, denn Frühstück gab es nur von
6:30 bis 7:30. Rainer hatte eine unruhige Nacht und so
gegen 3 Uhr früh entschieden, den Fahrweg allein ins Tal
zu gehen, um in Schladming bei Kaviar und Champagner auf
die anderen zu warten. Na, na, du gehst mit!
und der Wirt meinte, wer den Abstieg von der
Gollingscharte geschafft hat, für den ist die
Rotmandlspitze ein Klacks und der junge Vater von
Magdalena und den anderen 3 Orgelpfeifen erklärte, dass
er den Weg am Vortag mit den Kindern gegangen wäre. Ganz
leicht. Easy sozusagen. Was bleibt einem da übrig.
Also alle los um 7:45 über die Krukeckscharte
(9:25) auf die Rotmandlspitze (10:00, 2453m). Der Weg war
wieder mit zu querenden Schneefeldern und Steinen,
Steinen, Steinen gespickt. Wobei festzuhalten ist, dass
wir uns nicht auf einem Bahndamm befanden, sondern mit
Steinen festes Material von 5cm bis 2m Größe, das noch
dazu wirr herumliegt, gemeint ist. Roland und Rainer
waren darin einig, nicht ganz auf den Gipfel zu gehen.
Funktionierte aber nicht, denn Michi kam zurück und
berichtete, dass man, wollte man weiter, hinauf musste.
Dafür trug er unsere Rucksäcke. Seinen Eltern sei Dank,
dass sie ihn schon als Säugling mit der Bergwelt
vertraut gemacht haben. Um 10:15 waren wir schließlich
alle oben und ließen uns den Wind um die Ohren pfeifen.
Die Belohnung war eine Schafherde und der imposante
Rundblick.
www.wanderprofi.at/alpenyeti/touralbum2004/Rotmandlspitze/index.html
Der Abstieg war der auf Karten schwarz eingezeichnete
Teil des Weitwanderweges. Warum bleibt unklar, die
anderen Steige waren auch nicht leichter. Roland hatte
Knieprobleme und bekam von Michi eine Bandage angelegt.
Um 12:10 waren wir bei der Ignaz Mattis Hütte (1986m)
über den Giglachseen. Nur etwa 1 ½ Stunden von
der Ursprungalm mit großem Parkplatz entfernt, ging hier
die Post ab. Kein Wunder, bei diesem Wetter. Essen,
trinken und weiter um 13:30 oberhalb der Seen und durch
das Rinderfeld hinunter zur Ursprungalm (14:35,
1604m). Mehr als 2 Stunden Zeit bis zum Bus. Eine Gruppe
Behinderter mit ihren jungen Betreuern/innen war gerade
im Aufbruch. Frankie machte nach seinem Bier eine
Almrunde, Michi trocknete die Wäsche in der Sonne und
der Rest ruhte einfach im Schatten neben der Häusltür.
Dazwischen ging sich noch eine Art Wünschelrutengehen
aus um ein Netz (Handy, nicht Haar) zu suchen.
Abfahrt um 16:50 statt 17:00 . Es waren 3 Busse
eingesetzt und wir erwischten den ersten, waren daher
mehr als rechtzeitig in Schladming. Auch die Zugabfahrt
war pünktlich, aber der Schienenersatzverkehr machte
einen Strich durch den Fahrplan. Unser Jacques
Lemans war zu spät in Leoben um die
Österreichische Computer Gesellschaft (die
Namen ziehen mir immer wieder die Socken aus) zu
erreichen, obwohl sich der Schaffner um den Anschluss
bemühte. Er bot uns aber zumindest eine
Alternative an. Im Laufschritt zu Gleis 1 und weiter nach
Bruck und dort hurtig zu Gleis 2, wo wir noch den
Emona aus Ljubljana erwischten. Michi riss
eine Abteiltür auf, erklärte, dass alles voll wäre und
wir jetzt hier sitzen würden, was den Slowenen etwas
verblüffte. Allerdings nicht genug um seine Haxen vom
Sitz zu nehmen. Egal, wir wankten ohnehin in den
Speisewagen um unseren Frust mit slowenischem Bier, Wein
und Cola zu ertränken. Dank des Ennstal-Schaffners waren
wir nur 30 Minuten später in Wien als geplant.
Trotzdem habe ich den ÖBB gegenüber meinem Ärger in
Mailform Ausdruck verliehen. Aber auch den Zugbegleiter
gelobt. Wer will, dem kann ich es gerne schicken; die
Antwort war ein Wischi-Waschi aus dem
Reklamationslehrbuch. Hätte ich vermutlich in meiner
aktiven Zeit auch nicht anders gemacht. Bin ja ehrlich.
Essen, Trinken, Schlafen
ja ich weiß, da fehlt noch was und dazu ganz kurz: Die
Toiletten waren OK, aber halt immer nur je eine für
Damen und eine für Herren. Dass es trotzdem keine
überlangen Wartezeiten gab, mag damit zusammenhängen,
dass man alles herausschwitzt, ehe es den Weg zur Blase
findet. Das Wasser war überall eiskalt und nur in der
Preintaler und der Golling konnte man gegen Bezahlung
warm duschen. Die Preintalerhütte bestach mit einer
großen und trotzdem urgemütlichen Stube. Da war die
Keinprechthütte eher schmalbrüstig. Dafür war dort der
Oberstock mit hellem, neuem Holz (renoviert 2001)
ausgekleidet. Dass man durch das erste Lager gehen
musste, um zu den Zimmern und dem 2.Lager zu gelangen,
war weniger vorteilhaft.
Gar nicht verwöhnt wurden wir während der Wartezeit in
Schladming. Im Wintergarten konnte man
zwar Miesmuscheln haben, aber keinen Orangensaft, weil
die Orangen noch nicht geliefert wurden. Dafür hatten
wir eine große Heuschrecke am Tisch. An sich sehr
eiweißhältig, aber es war kein Grill da.
Ausgezeichnet gegessen haben wir im Gasthaus
Riesachfall. Große und knackige, wenn auch etwas
wässrige Salatportionen, Spätzle, gute Suppen,
Suppentopf, Bandnudeln mit Pesto und weil davon die Rede
ist: die Knödel (egal welche, vor allem aber
Leberknödel) hatten überall die Größe von
Tennisbällen. Auch in den anderen Hütten hat es
geschmeckt. In der Gollinghütte kochte ein nepalesisches
Ehepaar Momo (Teigtaschen mit Fleisch- oder
Gemüsefüllung und scharfer Sauce). Die Haussulz in der
Ignaz Mattis regte zu einer kleinen Diskussion über
Gelatine, und Rindersulz mag ich lieber und
zu Silvester ist der Kochtopf explodiert und die
Sulz war am Plafond, dann gab es Linsensalat an,
und am Nebentisch aß jemand Bratkartoffel dazu.
Schwächlich war die Küche der Keinprechthütte. Die
Steinpilzsuppe wurde als Packerlsuppe entlarvt und das
Reisfleisch war eher die mit Reis eingedickte
Gulaschsuppe vom Vortag. Der Schweinsbraten war laut
Frankie OK. Ansonsten futterten wir uns quer durch
Knödel, Suppen, Strudel, Steirerkasbrote, Gröstl etc.
und einen Kaiserschmarrn für alle mit einer Gabel für
jeden. Der leckere Duft zog durch die ganze Hütte.
Bier, Wein, Apfelsaft usw. sind nichts neues, aber die
Lärchen-, Zirben- und Marillenschnäpse ergaben Spirituosenfaktor³
- Frankie blieb beim Bier. Es gab Kinder-, Jugendlichen-
und Erwachsenen-Rationen. Na welche schon! Sehr gut
auch Heidelbeer- und Preiselbeersaft in der
Keinprechthütte und die fruchtigen Buttermilchgetränke
auf der Ursprungalm.
www.restaurantwintergarten.at/
www.gasthaus-riesachfall.at/
www.preintaler.at/preintaler/
www.gollinghuette.com/
www.alpenverein.at/huettenHome/DE/Home/index.php?huetteNr=0135
www.oeav.at/wien/Huetten/Ignaz_Mattis_Huette.php
www.ursprungalm.at/
Die für Villgraten gemachte Ankündigung nach
einem ausgiebigen Frühstück geht es
hatte
sich Roland diesmal verkniffen. 6. Sinn? Es gab überall
Kaffee, 2 Schnitten Brot und Marmelade, aber ein
großes Stück Butter und Maresi trotz Kühen vor der
Tür. Einmal gönnten wir uns 1 hartes Ei. Köstlich
kaltes Wasser gab es unterwegs bei den vielen, steil
herunter fließenden Bächen.
Das Wetter
war bis auf den feuchten und windigen Samstag einfach
herrlich und Sonnencreme Pflicht.
Für die sportliche Leistung brauchen
wir uns nicht zu schämen. Rainer wollte ursprünglich
gar nicht mit. Roland konnte ihn nur mit der Aussage
das schaffst du, einmal oben geht es dann relativ
eben dahin ködern. Die Definition von
relativ eben steht noch aus.
|
|
Gehzeit (Pausen
abgezogen) |
bergauf |
bergab |
| Freitag: |
2 Stunden |
578 m |
|
| Samstag: |
6 Stunden |
961 m |
977 m |
| Sonntag: |
6 ½ Stunden |
1122 m |
806 m |
| Montag: |
5 Stunden |
581 m |
873 m |
Insgesamt 19 ½ Stunden und 3242 Meter.
Tagesdurchschnitt 4 ¾ Stunden und 810 m
auffi.
m = natürlich Höhenmeter. Es war ja kein
Lokalbummel!
www.wandern.com
Männerfaktor
Ja, aber hallo! Der Schaffner von Wien nach Leoben, die
Schladminger, der Juniorwirt in der Preintaler und die
Hardcore-Truppe. Der Duracell-Hase und die
vielen Jungväter. Oder vielleicht die beiden
Mountainbiker auf der Ursprungalm? Allesamt knackig! Der
sudernde Italiener von der Hinfahrt drückte allerdings
die Statistik, obwohl er ganz hübsch war. Schlichter
Knaller oder ein Coming-out-Drama? Falls ja, nehme ich
alles zurück!
Gatsch : Kuhfladen = 1 : 0 . Sichtlich
haben die Kühe an einem Workshop des Tourismusverbandes
teilgenommen. Da hatten wir schon braunere Wege. Bei
einigen Bächen musste morastiges Terrain gazellenartig
übersprungen werden und in manchen Tälern gab es kleine
Hochmoore.
Noch eine persönliche Anmerkung: danke,
danke, danke. Dafür, dass immer jemand vor und hinter
mir ging, um mich notfalls zusammen zu klauben, für das
Tragen der Stöcke an haarigen Stellen, für das
Nachfüllen der Wasserflasche und für den manchmal
nötigen Motivationsschub. Eine schöne
Bergkameradschaft. Und ein Extraschmatz an Michi für den
täglichen Griff in die Dopingschatulle. Alles wird gut!
Roland hatte die Tour sehr sorgfältig
und liebevoll geplant. Da konnte gar nichts schief gehen.
Einfach Spitze! Er kriegt auch 5 Küsse! No? (mit offenem
O gesprochen!)
Rainer
Junx auf Touren Sonntag, 19. Juli 2009
Wandertour:
Semmering Maria Schutz
Sonnwendstein Hirschenkogel - Semmering
Mit dabei: Gernot, Herbert,
Matthias, Ronny, Werner
Am Südbahnhof sind wir um 6:40 Uhr zwar nur zu
dritt am Start, um 9:30 Uhr an der Talstation der
Zau[:ber:]g-Kabinenbahn in Semmering (985 m
Seehöhe) aber immerhin zu fünft! Bei einigen
anderen Junx ist es dem Vernehmen nach bei guten
Vorsätzen und einer durchgefeierten Samstagnacht
geblieben dabei weiß doch alle Welt, dass
die schlechte Luft in verrauchten Lokalen unsexy
Pickel macht! :-)
Anyway, wir fünf schlagen also zunächst den
Waldweg hinunter nach Maria Schutz (760 m) ein.
Das barocke Wallfahrtskirchlein beeindruckt uns
schließlich weniger als die fröhlich fetten
frischen Klosterkrapfen vom Kirchenwirten! So
gestärkt fällt uns der steile Zickzack-Aufstieg
über den Gebirgsjäger-Gedächtnisweg zur
Pollereshütte (1.481 m) nicht allzu schwer. Als
Belohnung erwartet uns eine fantastische
Fernsicht zum Wechsel, zur Buckligen Welt und zum
Neusiedlersee! Auch das Essen auf der Hütte
lässt den üblichen
Knorrsuppen-Mikrowellen-Standard weit hinter
sich. Ich sage nur: Käsepressknödelsuppe oder
hausgemachter Apfelstrudel
:-)
Nach Speis und Trank sowie angemessen
ausführlicher Beobachtung und Besprechung
interessanter (schwuler) Jungs an Nachbartischen
steigen wir zum Bergkircherl auf dem Gipfel des
Sonnwendsteins (1.523 m) auf. Auch hier
gibts wieder ein beeindruckendes Panorama
mit Rax, Schneeberg, Ghega-Semmeringbahn &
Co. Weiter gehts dann über den Kammweg
(Hochalmweg) über den Erzkogel und den
Dürriegel bis zum Hirschenkogel mit dem
Liechtensteinhaus (1.340 m).
Die letzte große Attraktion dieser Tour sind die
mit extrem dicken Reifen und potenten
Scheibenbremsen ausgestatteten
Monsterroller. Jeder von uns fünf
wird sich an der Hirschenkogel-Bergstation
ähnlich todesmutig wie die zahllosen
Mountainbiker auf der parallel verlaufenden
Downhill-Strecke mit einem Schutzhelm auf
dem Kopf talwärts stürzen. Unsere Erwartung,
eine halbwegs humane, brav geschotterte Piste
vorzufinden, stellt sich schon bald als ziemlich
naiv heraus: Die Strecke sieht dem
ausgetrockneten Bett eines gerade urlaubenden
reißenden Wildbachs zum Verwechseln ähnlich!
Dennoch erreichen vier von uns fünf bestens
gelaunt UND unversehrt die Talstation. Nur
Herbert erwischt es in einer rutschigen Kurve im
untersten Drittel der Piste: Der Monsterroller,
die Sau, wirft ihn ab Herbert kommt mit
diversen Schrammen davon!
An Bord von Werners gemütlichem Kombi fahren wir
schließlich gemeinsam nach Wien zurück
ein weiterer toller Wanderausflug geht zu Ende.
Wir freuen uns schon auf den nächsten!
CU @ JUNX AUF TOUREN!
Matthias & Herbert
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Samstag 11. Sonntag 12. Juli 2009
SCHNEEALPE
Altenberg a. d.
Rax - Lohmgraben - Lurgbauer Hütte - Schneealpen
Haus - Windberg - Lurgbauer Hütte - Karlalm -
Hinternaßwald
Samstag 11. Juli
Zweitageswanderungen erfreuen sich meist nicht
des gleichen Zuspruchs wie die Sonntagstouren,
doch 10 Mann und zwei Hunde waren eine
ansehnliche Gruppe.
Vielleicht auch deshalb, weil die Abfahrt um
09:23 vom Südbahnhof als sehr moderat eingestuft
werden konnte. Das war zwar nicht Absicht, aber
durch den Fahrplan erzwungen. Also konnten Frankie,
Helmut mit Emmi
und Harry, Igo,
Josef, Rainer, Roland,
Thomas, Thomas,
Thomas und Walter
sich unterwegs nicht über Erschöpfung infolge
zu wenig Schlafes beschweren.
Zwei Mal umsteigen (Wr. Neustadt, wo Thomas
aus Bad Vöslau zu uns stieß und
Payerbach-Reichenau) war zwar etwas
umständlich, wenn auch immer vom selben
Bahnsteig. In der Schnellbahngarnitur ab
Payerbach mit versperrter Toilette begann das
kollektive Eincremen, um die Zeit bis zur Ankunft
in Mürzzuschlag um 11:24 tot zu schlagen. Da bis
zur Busabfahrt um 12:15 noch fast eine Stunde
Zeit war, verzogen wir uns gleich in den
Schanigarten der Bäckerei Köck am Hammerpark.
Kaffee und üppig aussehende Schaumkuchen, an
deren Früchte ich mich nicht mehr erinnern kann.
Wohl aber daran, dass die Tische allesamt nicht
abgeräumt waren, was Igo zu einer Protestaktion
veranlasste. Er stapelte alles auf einem Ecktisch
auf und zerschepperte dabei ein Glas.
Abfahrt um 12:15 durch das obere Mürztal über
Kapellen Richtung Altenberg (782m). Walter
verteilte selbst gefladerte Marillen und zwei
Frauen in der Sitzreihe vor uns erkundigten sich
nach unserem Ziel, gaben Tipps, sagten wo wir
aussteigen mussten und zeigten uns auch noch den
richtigen Weg. Und so stampften wir um 12:30 los.
Erst gemütlich den Lohmbach entlang bis zum
Lurgbauer und dann, schon steiler, in den
Lohmgraben. Der schotterige Weg wurde zusehends
steiler und war schließlich nur mehr ein Steig,
der sich in kleinen Serpentinen den Berg hoch
mühte. Wir auch! Dann verlief er seitlich ober
dem Bach und war gesäumt von Gras und einer
Vielzahl von Blumen. Das lud zwei Mal zu kurzer
Rast ein. Aussicht genießen und Pflanzen
betrachten; beides Ausreden! Nach Überqueren des
Baches ging es noch über Schneefelder durch den
Almgraben bis zur Wiese der Ameisbühelalm mit
der Lurgbauer Hütte (1764m). Hier war es sehr
windig und die restlichen Hüllen wurden
angelegt. Um 15:30 waren wir oben, saßen an
einem Tisch und konnten bestellen. Was will
man mehr. Für Mittagessen war es zwar zu spät
und für das Abendessen etwas zu früh, aber es
wurde trotzdem zugelangt.
Eine Stunde später nahmen wir den restlichen Weg
über die Hochfläche zum Schneealpenhaus (1782m
laut Plan; 1788 m laut Tafel) in Angriff.
Almwiesen, jede Menge Kühe und dürre Latschen,
die wie gebleichte Gebeine in Wild West Filmen
aussahen. Wie uns der Wirt später erklärte, war
das die Folge eines 20 Minuten dauernden Hagels,
der den Pflanzen die Rinden abschlug, und sie so
jeder Regenerationsmöglichkeit beraubte.
Selbst wer nur oberflächlich schaute, konnte
eine Vielfalt an Blumen und seltenen Orchideen
ganz beiläufig am Wegrand stehen sehen. Überall
wo der Wind freie Bahn hatte, und das war sehr
häufig, war es eher frostig, obwohl es immer
wieder Sonne am etwas durchsetzten Himmel gab.
Unser Tagesziel erreichten wir um 17:20. Walter
später, weil er seinem Drang nach gründlicher
Erforschung der Flora freie Bahn ließ. Durst
stillen und Lager bzw. Zimmer (Emmi und Harry
durften nicht in die Lager) beziehen. Dank und
Ehre gebührt den Errichtern, Erhaltern und
Betreibern der Berghütten, aber wie man
auf 5 schmalen und einer etwas breiteren
Matratze 7 Leute unterbringen will, ohne dass sie
irgendwann nächtens zum Taschenmesser greifen,
muss mir erst jemand vorliegen. Die
Diskussion Fenster auf oder zu wurde
von den Gegebenheiten entschieden, denn beim
Öffnen riss es Igo fast den Flügel aus
der Hand.
Josef verabschiedete sich hier, weil er
noch nach Wien wollte. Er zog durch den
Blarergraben und dann über den ersten Teil
unseres Aufstiegs nach Altenberg. Sein Bus ging
um 20:59 und der Anschlusszug um 21:32, aber er
wollte in Altenberg liebe, nette Mürztaler
bitten, ihn mitzunehmen. Seine Erfahrungen:
Ich bin nach 1 ½ Stunden unten gewesen und
habe bis Mürzzuschlag gestoppt. Alle
Steirer haben es ignoriert,
aber ein vollbesetztes Auto mit jungen
Jugobuam hat mich dann
mitgenommen. Allerdings ging es im
Höllentempo weiter und ich habe meist die Augen
zu gehabt. Dennoch: Brav. So habe ich
den Zug 1 Stunde früher noch erwischt.
Hinter der Hütte betrachteten wir, wie
Windbrecher aufgestellt, den Sonnenuntergang. Die
großartig erörterten Gesellschaftsspiele gingen
irgendwie in der allgemeinen Müdigkeit unter.
Auch die, für eine Berghütte eher unübliche,
Sauna reizte uns nicht. Nach Fleischstrudel- und
Kaspressknödelsuppe, Eierschwammerlsauce mit
Knödel, Steirischer Eierspeis mit Salat,
Schweinsbraten mit Knödel, Nussstrudel und
Pfirsich-Joghurt Schnitte spendierte der Wirt (im
Winter ist er in Australien) eine Runde selbst
gemachten Latschenschnapses. Zwei handvoll (er
hatte große Hände) Latschentriebe mit einigen
Zapfen für den Geschmack reichen für 50 Liter.
Wovon hat er nicht gesagt, gehen wir einmal von
Weingeist aus. Und da muss man noch kräftig
zuckern, weil er sonst nicht zu saufen ist. Sie
haben die Mischung aber sehr gut im Griff!
Die Nachtruhe kann ich zeitlich nicht mehr
einordnen, aber wir haben nicht über die
Stränge geschlagen.
Sonntag, 12.Juli
Thomas zog schon um 05:30 in die Gaststube um zu
lesen. Der Rest schälte sich irgendwann ab 06:00
aus den Schlafsäcken, um mit müden Augen, nach
einer windigen Nacht, die Waschräume
anzusteuern. Im Tal war noch Nebel und im 1.
Stock hatte nächtens ein weibliches Wesen von
der Hüttenmannschaft lautstark seinem Frust
Ausdruck verliehen. Was wie das Wehren gegen eine
Vergewaltigung schien, war offensichtlich
nur Auflehnen gegen eine persönliche
Situation, denn sie dürfte allein im Zimmer
gewesen sein.
Es gab nur EISKALTES WASSER, was den hygienischen
Aufwand etwas reduzierte. Außentemperatur 6° C.
Und dazu vielleicht die beiden erbaulichen
Sprüche auf den Toiletten:
ziehen deine Würste Streifen,
(dann) musst du zur Bürste
greifen
(das war beim Eingang)
und
wer Ehrlichkeit liebt und
Sauberkeit dazu,
der macht aus Dankbarkeit für die Benützung
jedes Mal den Deckel zu
(und das war auf allen Häuseln; für Männer
zumindest)
Einige machten noch einen kleinen Rundgang zu
Kapelle. So erbaut, konnten wir das Frühstück
von 07:30 bis 08:30 beruhigt genießen. Ein
kleines Buffet auf einem kleinen Tisch, aber
alles da: Sehr guter Kaffee, Teewasser und
Teebeutel, Milch, Maresi, Wurst, Käse,
Brot, Cerealien, Aufstriche, Butter, Honig,
Marmelade und Haselnusscreme die auch bei uns
einen Abnehmer fand. Ich muss das erwähnen, weil
er schon am Vorabend von Nutella träumte. Thomas
vermisste die Einlage seines rechten Schuhs, war
aber dann nicht sicher, ob er sie überhaupt mit
hatte.
Zum Schneealpenhaus vielleicht noch die
Bemerkung, dass außen eine Tafel mit dem
Hinweis:
Eierschwammerl-
schau ned so genau
sauce mit Knödel
stand. Das winzig geschriebene schau ned so
genau war einmal ein Gag, allerdings mit
wasserfester Farbe und daher nicht mehr
wegzukriegen. Der Effekt: man schaut genau!
Und in der Stube waren zwei Speisen japanisch
angeschrieben. Hier hatte sich ein Gast verewigt.
Erwähnenswert vielleicht auch die
Tatsache, dass man in Österreich an keiner
Holztüre mehr vorbei kommt, hinter der nicht
Murmeltiersalbe angeboten wird.
Abmarsch um 08:30 bei herrlichem Wetter zum
Windberg. Natürlich nicht die 40 Minuten direkt,
sondern auf großem Umweg Richtung Hinteralm mit
Ankunft am Gipfel (1903m) um 10:15. Windig, aber
sonnig. Am Weg sahen wir Gämsen majestätisch
auf einem Felsen und dahinter den blauen Himmel.
Wie Indianer vor dem Angriff (zumindest in
Filmen). Dann stürzten sie sich in der Falllinie
bergab. Uns blieb der Mund offen und Thomas
meinte für die ist das so, wie wenn wir
vom Sofa steigen. Und der laute Pfiff eines
Murmeltiers führte dazu, dass auch Emmi an die
Leine musste. Der Windberg bot einen herrlichen
Blick auf das Hochplateau der Schneealpe und
nicht nur die nahe Bergwelt. Schneeberg, Rax,
Stuhleck, Fischbacher Alpen, Schöckl, Veitsch,
Hochschwab, Gesäuse, Gemeindealpe, Ötscher,
Göller, Gippel und einige uns nicht ganz klare
Gipfel, weil der Betrachtungswinkel für uns
ungewohnt war.
Nach einer Viertelstunde lösten wir uns vom
Gipfelkreuz und steuerten mehr oder weniger
direkt die Lurgbauerhütte an, die wir aus
verschiedensten Gründen (Kondition, Tratschen,
Flora) zwischen 11:45 und 12:00 erreichten und
nach ausgiebigem Mittagessen erst kurz nach 13:00
wieder verließen. Wie das Schneealpenhaus, war
auch diese Hütte sehr gut besucht.
Nach einer Viertelstunde machten wir 20 Minuten
Halt am Ochsenboden und wanderten über die Karl
Alm und den Gamskogel talwärts Richtung
Hinternasswald. Was auf der Karte luftig und
leicht wirkte, war in Wirklichkeit ein schmaler
Steig, der zwar durch herrliche Vegetation
führte, aber ob der vielen Steine und des
feuchten Bodens, seine Tücken hatte.
Trotzdem waren wir gut 15 Minuten vor Busabfahrt
(16:30) in Hinternaßwald. Die Rückfahrt verlief
programmgemäß, abgesehen davon, dass wir auf
das Umsteigen in Wiener Neustadt verzichteten und
erst um 18:52 (statt 18:28) in Meidling waren.
Zur Busfahrt sei vielleicht der Felseinschnitt
zwischen Naßwald und Hinternaßwald erwähnt..
Der Bus zwängte sich mit einem Seitenabstand von
etwa je 15-20 cm durch. Kompliment an den Fahrer
und danke für die Gruppenermäßigung.
Es waren zwei Tage auf einem nur
Eingeweihten bekannten Bergmassiv bei herrlichem
Wanderwetter. Keine Zahnradbahn, keine Seilbahn,
keine Mautstrasse. Das hält viele fern, zieht
aber, wie wir sehen konnten, viele andere an. Die
Alpenpflanzenvielfalt würde man so nahe
der pannonischen Tiefebene nicht erwarten. Sie
begeisterte nicht nur Roland und Walter.
Die Schilderung mag einen unsportlichen
Eindruck vermitteln. Oh nein!
Am Samstag sind wir in 3 ½ Stunden
immerhin 1000 m hoch gestiegen. Und am
Sonntag waren es unter Berücksichtigung der
vielen Ab- und Wiederaufstiege auch locker 200 m
bergan. Und da waren wir auch mehr als 5 Stunden
unterwegs. (Pausen jeweils abgezogen!)
|
 






















|
Fazit: zwei schöne
Tage, zwei überforderte Knie, zwei lädierte
Füße, ein Hund, der die letzte Etappe wie eine
Fuchsstola um die Schultern von Helmut und Thomas
drapiert werden musste, und eine verlorene Kamera. Da mag
es nur ein schwacher Trost sein, dass ich mein Handy mit
dem Rucksack wegräumte und ½ Tag danach suchen musste.
Und übrigens: ich hätte nicht
erwartet, dass Heesters Michael Jackson
überlebt -
wenn Schöpsen niesen, gibts schönes Wetter,
wer 3 x niest ist doof -
ist eine Federboa unanständig? -
am Berg geht man immer hinauf -
Handyanbieter und der beschissene Empfang in Österreichs
Tälern - Frankie hat mich
geschubst, schreib das in deinen
Bericht - UAJ (unser aller
Jörg), Claudia, Gedeon und Stefan
- in Graz sind die Museen am Montag
geschlossen - Outing im
ländlichen Umfeld ist meist nicht von
Vorteil - die heurige
Gelsenplage, und sind Gelsenstecker die richtige
Lösung? - na servas! Da soll ich
schlafen? - hab ich euch
schon von meinem Sonnenbrand in Florida
erzählt? (nur kurz: einmal verbrannt und zum
Duschen nicht mehr fähig, wohl aber zum Auftragen
lindernder Essenzen, die eine gewaltige
Schweiß-Chemie-Duftwolke provozieren, muss man das Hotel
durch den Hintereingang betreten, was das
einzige Zimmermädchen im Flur in die Flucht schlägt. Es
muss sehr schlimm gewesen sein!)
- Das ist eine ganz seltene Orchidee,
die habe ich noch nie gesehen! (Walters
Wissen um die Pflanzenwelt ist umwerfend).
Mein bescheidener Beitrag:
http://www.heimische-orchideen.at/
Rainer
OSTTIROL 26.- 30. Juni
2009
oder Roland was ist das? Josef kennst
du die?; Frühlingsküchenschellen, Zirben, Enzian,
Zwergseifenkraut, Türkenbund, Germer, Kohlröschen,
Silberdisteln, Knabenkraut (Favorit von Roland),
Bergzwergraps (Verbalhybridkreation von Walter),
Kuhfladen und 12 Männer in
INNERVILLGRATEN
Die Anreise
konnte verschiedener nicht sein, wobei ein
Ranking, wer die einfachste und wer die umständlichste
Variante gewählt hatte, unmöglich scheint.
Relativ moderat waren Fritz, Josef
und Wolfgang unterwegs, sie fuhren mit
dem Auto und nutzten die Gelegenheit, während einer
Pause zünftige Lederne zu erstehen. Thomas
und Thomas bestiegen in Innsbruck ihren
Twingo, räusperten sich zwei Mal und waren da. Oliver
kam mit Bahn und Bus am Freitag und Erik
ging es eher sommerfrischlerisch an:
Donnerstag gemütlich Wien - Lienz, übernachten und am
nächsten Tag mit einem Teil der Gruppe weiter. Für Walter
war es schon umständlicher; St. Gallen Bregenz
Wörgl - Kitzbühel, dann Bus nach Lienz und Rest
wie viele andere auch. Geri wurde ein
Opfer von Bahnumleitungen und fuhr irgendwie Graz
Schwarzach St. Veit .und wartete dort auf Alois,
Rainer und Roland, die
eine, gelinde gesagt, haarige Fahrt gewählt hatten. Aber
das war der Internet-Vorschlag der ÖBB: Wien
Salzburg am Donnerstag Abend, stundenlanges Verschieben
der Waggons in Salzburg und weiter nach Schwarzach.
Gewürzt wurde die Reise durch die Anwesenheit von Anna,
einer jungen Ungarin, die nur Italienisch als
Fremdsprache konnte und Phil, einem 25 jährigen
Amerikaner aus Chicago auf Europareise. Er konnte nur
Englisch, war aber des Biertrinkens mächtig. Nach
Verbrauch des mitgebrachten Vorrates verschwand er alle
20 Minuten im Schlafwagen, um Nachschub zu holen.
Er verwöhnte die Mitreisenden mit Dauervorträgen
über Instrumente, die er beherrschte, das
amerikanische Rechtssystem (sie haben alle
Dollar-Scheine in den Augen), Obama, seine Pläne fürs
Leben und einem Schockzustand, als eine junge
Spanierin bei der Tür erschien, um uns über das Ableben
von Michael Jackson zu informieren.
In Schwarzach St. Veit wartete Geri und alle vier hingen
2 Stunden (Geri schon länger) bis zur Weiterfahrt
im Kassenraum herum. Auch hier war für Unterhaltung
gesorgt: ein bereits illuminierter Pongauer berichtete
von seiner eben erfolgten Ernennung zum
Oberstabswachtmeister (da gibt es den Spruch: der
muss ein Hirn haben wie ein Stabswachtmeister) und
der fast gleichzeitig erfolgten Heirat mit der Frau am
Handyfoto. Er war auch bereit die Polizei in St. Johann
anzurufen, damit diese käme und seine Aussagen
bestätigte. Dazwischen immer darf ich dich was
fragen? Bist du mir eh nicht böse?. Nein, war
keiner, nur müde, was dazu führte, dass das
Grüppchen im Anschlusszug fast Spittal am
Millstättersee verschlafen hätte. Roland hatte nämlich
die Ankunft (05:44) mit der Abfahrt (06:26) verwechselt.
Das plötzliche Auftauchen vieler nicht angebrachter
Gleise riss alle hoch und sie stürzten panikartig aus
dem Zug um erst einmal beim Bahnhofsbuffet Kaffee, Kuchen
und Pizzastangerl zu verdrücken. Sehr zur Freude
der feschen, gut aussehenden Pendler, welche noch
schnell ihr Bahnfrühstück kaufen wollten. Aber sie
wurden vor gelassen.
Lienz durfte das Kleeblatt um 07:24 begrüßen.
Koffer in die Schließfächer, Frühstück mit Kaffee und
Weckerln (Alois etwas kompletter) in der Bäckerei Joast,
Erik treffen und ab zur Galitzenklamm. Hin
links der Drau und zurück rechts. Trotz Müdigkeit
hat sich der 2 ½ stündige Abstecher gelohnt.
www.freizeit-tirol.at/freizeit_details/Wasserschaupfad%20Galitzenklamm.html?id=51
Zurück in Lienz noch ein kleiner Rundgang,
Frittattensuppen und Kartoffel-Lauch-Suppen
(ausgezeichnet) im Gösser Bräu im Alten Rathaus. Erik
erstand noch schnell neue Wanderschuhe.
Abfahrt mit der Bahn um 14:06 nach Sillian und weiter mit
dem Bus nach Innervillgraten (15:01). Trotz
umständlicher Fahrt waren sie die ersten. Früh genug
zum Shoppen im Spar-Markt Lanser.
Die Unterbringung
war ähnlich unterschiedlich wie die Anreise.
Fritz und Wolfgang waren ja mit dem Auto da und wurden
fast ans Talende verfrachtet (Gehzeit ca. 25-30 Minuten).
Alois, Josef, Erik und Walter hatten einen Weg von ca. 10
Minuten; Oliver, Rainer, Thomas und Thomas etwas weniger.
Nur Geri und Roland schliefen fast hinter dem Altar. Wenn
ich es richtig mitgekriegt habe, waren alle in
Ferienzimmern in oder bei Bauernhöfen einquartiert und
fühlten sich wohl. Über das Frühstück hat sich auch
niemand beklagt.
www.gutwenger.at/07/alm/index.htm
(dann rechts
Ortsplan klicken).
Allerdings gab es zumindest in einem Zimmer eine
Fliegenklatsche, was keiner weiteren Erklärung bedarf.
Innervillgraten
liegt auf 1402m und hat keinen Durchzugsverkehr,
weil man nirgends hinkommt. Trotzdem wurde fleißig dahin
geglüht. Die Gemeinde selbst streckt sich etwa über
eine Länge von 3km, wenn man Kalkstein und die Almen
nicht mitrechnet. In der Nacht war es finster,
ruhig und kühl. Es wurde prinzipiell nicht gehupt.
Selbst wenn wir breit gefächert die Strasse blockierten,
warteten die Autofahrer, bis irgendeiner von uns merkte,
dass jemand vorfahren wollte. Der Ort ist tief katholisch
und ab 05:30 läuteten die Glocken halbstündlich bis
nach sieben. Beim Lanser oder Schett oder
Schmidhofer oder Maxer oder Fürhapter usw. ist
keine Orientierungshilfe, denn es heißen alle so.
Das Catering
war ausgezeichnet. Einmal war zwar das Gröstl
da besser und dort weniger gut, dafür war die Blutwurst
wieder dort besser als da. Mit wenigen Ausnahmen wurden
lokale Speisen bestellt: Tirolerknödel mit Suppe
und/oder Salat, Kasspatzln, Schlipfkrapfen,
www.lebensmittel-osttirol.at/rezepte/osttiroler-schlipfkrapfen.html
Kasboller (Käsebällchen), Spinatknödel,
Spinatspätzle, Kaspressknödel, Graukas, Blutwurst und
Leberwurst in verschiedenen Zubereitungsarten usw.
Floating salad nach Wiener Art ist uns kaum
untergekommen.
Am ersten Abend versammelten wir uns um einen großen
Tisch im Gasthof Bachmann.
Die hatten an der Theke statt Chips und Erdnüssen eine
Schüssel mit kleinen Brotwürfeln und einen Kellner,
dessen Bedächtigkeit und unterkühlter britischer
Charme unerreichbar schien. Und er zeichnete sich auch
dadurch aus, dass er nie ein Gröstel
servierte, sondern standhaft nur Geröstel.
Dort lernten wir auch den Bauernpregler
www.traditionelle-lebensmittel.at/article/articleview/71109/1/26097/
kennen und schätzen. Außerdem peppten Fritz und
Wolfgang den Laden in ihren neu erstandenen Lederhosen
auf.
Die Badl-Alm (Samstagmittag) in
Kalkstein war in jeder Beziehung ein Fall für sich. In
einem Lokal, das irgendwo zwischen gläserner Kirche und
moderner Palmenhauskonstruktion angesiedelt war, haben
wir in der Natur und doch nicht im Freien köstlich
gegessen. Der Architekt hat sich viel gedacht und der
Wirt Mut bewiesen; Hut ab!
www.badl-alm.at
Samstagabend fielen wir im Raiffeisen
Gasthof ein. Dort war das Service weniger
spritzig, das Essen aber gut und
am Sonntagabend gaben wir dem Alfons-Stüberl
die Ehre. Laut unserer Zimmerwirtin aigentlich
meeehr fia die jiiingaren Laait. Wir hatten aber
keinerlei Grund zur Beschwerde; es hat einfach gepasst.
Montagmittag wurden auf der Unterstalleralm
laut Rechnung 4 Krügel, 3 Seidel, 4 große Radler,
1 Erdbeerpago gspritzt, 3 Achtel rot, 2
Hefeweizen, 10 Zirbenschnaps (danke Alois!),
3 Kaffee, 2 Blätterteig-Topfen-Marillen-Strudel (Süßes
muss immer dabei sein!), 2 Gerstlsuppen, 1
Tirolerknödelsuppe, 2 Graukas sauer mit Zwiebel, 1
Kirchtagsbrettl, 1 Bauernwurst und auch noch 1 Hauswurst
um insgesamt 143,30 verputzt.
Den letzten Abend verbrachten wir wieder beim Bachmann.
Als Wiener nicht sehr verwöhnt, genossen wir überall
die freundliche und sympathische Bedienung. Egal ob
beim Brotstand am Spittaler Bahnhof, in Lienz oder in
Innervillgraten.
Das Wetter
hätte nicht besser sein können. Einige Tropfen
am Samstag. Sonst war es zwar bewölkt, was aber
beim Wandern kein Nachteil ist. Den Regenfällen im
übrigen Österreich sind wir gewitzt ausgewichen.
Die Ausflüge und Wanderungen
Samstag knapp vor 09:00 zu Fuß
auf der Strasse bis zum Maxer und dann den
Schmugglersteig
www.innervillgraten.at/gemeinde/daten/schmuggeln.html
bis Kalkstein (1699m). Die Bezeichnung kommt von einem
Hof namens Chalstain und hat vermutlich
nichts mit Kalk zu tun. Am Friedhof von Maria
Schnee Pflichtbesuch beim Grab des Pius
Walder, der als Wilderer schließlich eindeutig
außerhalb der Gesellschaft stand. Übrigens schweigt das
Internet zu diesem Thema ebenso wie die
Innervillgrater ( oder Innervillgratener?)
Bevölkerung. Dafür bieten einige Grabsteine den zarten
Hauch unrühmlicher Zeiten der 1. Republik.
Für die angegebenen 20 Minuten bis zur Alfenalm (1700m)
benötigten wir nur deren 10 und nach dem
Mittagessen in der Badl-Alm zogen wir auf dem Peststeig
über Eggeberg ins Arntal bis zum Sinkersee.
www.innervillgraten.at/kultur/infos/naturdenkmal_sinkersee.html
Wir hatten es schon etwas eilig, weil wir um 15:00 zur
Besichtigung der Wegelate-Säge angemeldet waren.
www.innervillgraten.at/kultur/infos/wegelate_saege.html
Herr Gietl führte uns zuerst durch die
trockene Säge, ließ dann das Wasser ein und
schnitt einen Stamm einmal der Länge nach in Latten und
quer in Scheiben. Da waren wir alle schwer beeindruckt.
Knapp 50 m weiter unten zeigte uns noch das Ehepaar
Fürhapter die Funktion des
Lodenstampf.
www.50plus.at/tirol/lodenst.htm
Zurück über die Strasse nach Innervillgraten
Sonntag war Hungertag , weil es
unterwegs keinerlei Einkehrmöglichkeit gab. Abmarsch um
08:30 vom Gemeindeamt, wo die Innervillgrater in Tracht
und mit Musikinstrumenten den Bus zu irgendeinem Auftritt
bestiegen (Wolfgang hat sich kundig gemacht: es könnte
ein Musikfest in St. Jakob im Defereggen gewesen sein).
Über die Taletalm zur Schmidhofalm (1909m) wo Walter
umkehrte, weil er dem Wetter nicht traute. Kurz danach um
etwa 09:30 westwärts steil bergan. Josef musste
ebenfalls aufgeben, er litt unter Schmerzen im Bein.
Um 10:30 eine 20minütige Rast irgendwo am Hang und
um 11:45 waren wir bei den Remasseen (2534m) hoch über
der Baumgrenze. Nach kurzer Beratung stiegen Alois,
Fritz, Oliver und Wolfgang um 12:10 auf das Rote Ginggele
oder Kinkele ( 2763m, man liest beide Schreibarten). Sie
brauchten nicht einmal eine Stunde. Der Rest zog um
12:20, nachdem Roland sein gerissenes Schuhband neu
geknotet hatte, direkt (haha) Richtung Karmelisenalm. Der
Abstieg vom Sattel war ein großes Stück nur steinig und
später dafür morastig. Um 13:00 verließen die
Extremsportler den Gipfel und um 14:00 waren wir wieder
glücklich vereint und erreichten um 14:15 die
Karmelisenalm (1973m; Kamillenteealm: Copyright Fritz).
Eine unbewirtschaftete Ferienalm für Selbstversorger.
Wir nährten uns von Mitgebrachtem und einem kurzen
Besuch in der kleinen Holzkapelle mit Schindeln. Nach ½
Stunde den falschen Weg in den Ort gewählt. Anstatt
irgendwo im Wald, wanderten wir irgendwo über der
Baumgrenze. Auf der Bundeskarte war nur ein
Weg über die Bretlegalm eingezeichnet. Dieser führte
uns zwar auch nachhause jedoch auf ungeahnten Höhenwegen
mit herrlichem Blick ins Tal.
Des Bären wurden wir nicht ansichtig und
irgendwann hatte es Rainer satt über steinige,
kuhbefladete Steige zu stolpern und verzog sich auf die
Forststrasse. Geri, Roland und die beiden Thomas
erbarmten sich und begleiteten ihn. Da der Rest sich
verfranst hatte, erreichte die Straßenfraktion den Ort
sogar als erste. Die Trachtengruppe war auch schon da!
Montag sollte laut Programm eine
gemütliche Wanderung zur Oberstalleralm werden. Stand
nicht genau so da, war aber so gedacht. Fritz erbot sich,
uns im Pendelverkehr bis zur Unterstalleralm zu fahren
und um 09:20 waren wir alle dort versammelt und stiegen
in Änderung der Agenda den Riepenkammerweg Richtung
Schwarzsee hoch. Steil, aber grün. Um 10:45 waren wir
bei einer Wegkreuzung (Restlangarten ca.
2200m). Nach kurzer Beratungs- und Jausenpause
wurde der Schwarzsee als Ziel verworfen. Der
höchste Bergsee Österreichs (da müssen die
Remassseen als Teiche gezählt werden, denn die sind
höher!) musste ohne uns auskommen. Stattdessen
querten wir den Klapfbach und wanderten auf dem
Lehrpfad über die Jöcher zur
Oberstalleralm. Die Blumenvielfalt erforderte eine
gewaltige Anzahl von Fotostopps. Die Vegetationszeit ist
in dieser Höhe kürzer, die Menge gleichzeitig
blühender Blumen daher umso beeindruckender. Um 12:45
waren wir bei der Oberstalleralm (1864m), einer
Ansammlung von Häusern, die vermietet werden.
Gewissermaßen ein Selbstversorgerdorf ohne Warmwasser
und Strom, aber dafür mit kalter Freiluftdusche und
Feuerstellen in den Häusern, wie ein Ehepaar aus
Biedermannsdorf erklärte. Um 13:20 begannen wir mit dem
Abstieg zur Unterstalleralm (1673m) und pflanzten uns
nach ½ Stunde in den Gastgarten.
Am Nebentisch wurde gekreischt und die Damen (alle über
die 50) gaben Einblick in ihre Vergangenheit. Einige
Flocken: des hamma alles scho hinter uns
ja, am Hochstand und im Auto, wo die
Haxn aussehängan Quietsch!
und in die Latschn do hob i mein
Trochtnjanka verlorn des woa da Preis für
die schöne Stunde. Noch ein Quietscher und dann
kam die Knöpferlharmonika und ein undefinierbares
Rhythmusinstrument (Strohfidel? holzernes Glachter?) und
Tanz und Gesang. Nachdem vorher über die Wiener
gelästert wurde, war uns jede Beteiligung verwehrt, weil
sich keiner als Hauptstädter outen wollte. Um 15:55
trennten wir uns von der Lustbarkeit.
In Hochberg landeten nur noch Alois, Geri, Roland und
Erik, die dann die richtige Abzweigung zum
Kirchensteig nach Innervillgraten nahmen. Rainer
zog zickig und stur von Hochberg die Straße einfach
hinunter. Gegen 18:00 waren alle dort wo sie
hingehörten.
Vor der Abreise am Dienstag gaben sich
einige noch einem Mini-Kaufrausch im Villgratener
Naturladen hin. Dass der Zug in Lienz die 3 Minuten auf
den verspäteten Bus des Schienenersatzverkehrs nicht
abwartete und der Waggon ab Villach wie ein Brutkasten
war, wird die schönen Erinnerungen auch nicht trüben.
Fitnessfaktor
Beachtlich.
- Samstag ca. 5 Stunden 20 Minuten reine
Gehzeit; 350 m Höhendifferenz
- Sonntag ca. 7 Stunden 50 Minuten
reine Gehzeit; 1130m Höhe plus weitere 229m für
die Bezwinger des Ginggele/Kinkele.
- Montag ca. 5 ½ Stunden reine Gehzeit
(sorry Fritz, für dich 2 Stunden weniger) und
immerhin auch an die 530 Höhenmeter.
Funfaktor
Innervillgraten schmückt sich auch mit dem
Slogan wir haben nichts (davon aber viel).
Keine Sauna, keine Bar, kein Kino, kein Bad, kein
Ringelspiel, keinen dark-room, kein Sex-shop, keine Gogo
Tänzer und schon gar keine Stripper. Und wer seinen
Körper gegen wessen Leib rieb kann ich auch nicht
berichten; geht ja -leider- niemand etwas an.
Wir flüchteten uns zu einem Würfelspiel namens
Schwindelmax. Da nur der jeweilige Spieler
die Würfel sehen durfte, musste erst ein Joghurtbecher
her. Das Spiel schult Misstrauen und Spontanmathematik
gleichermaßen, gibt zu herrlichen Kleinstreitereien
Anlass und hebt somit die Stimmung. Und zur Not hatte
Erik noch ein Mens Health im Kleinformat dabei.
Männerfaktor
Auch nicht schlecht. Gleich einmal der große
Schlanke und der kleinere zerlegte Pendler in Spittal.
Oder das Defilee rescher Osttiroler aller Altersklassen
in Lienz. Vielleicht die Kajak-Typen an der Drau? Wer auf
Rossschweif unter Glatze steht, kann auch mit dem
Busfahrer nach Innervillgraten was anfangen. Dafür, dass
er die Bahnfahrer in Sillian wieder zum Marktplatz
brachte, damit sie den Schienenersatzbus erreichen, hat
er ein kleines Brustwarzenzwirberl frei. Der Muskel
bepackte Gast im Schankraum des Gasthaus Raiffeisen etwa?
Der Wirt von der Badl-Alm wirkte so schrecklich gesund
und welcher Vulkan im Geröstel-Kellner vom Bachmann
ruhte, kann nur erahnt werden. Die großen Trachtenhüte
lenken sehr vom Rest ab, daher keine Wertung für die
Musiktruppe. Und außerdem: warum in die Ferne schweifen?
So ein unappetitlicher Haufen waren wir ja auch nicht.
Oder? Also Faktor 100.
Kuhfladenfaktor
hatten wir schon beachtlicher, aber dafür, dass
eine Riesenflade genau in der Mitte vor der Panoramakarte
in Kalkstein platziert war und dem ganzen ob der
Symmetrie etwas altarhaftes gab, muss auch dieser
statistische Wert eingeflochten werden. Wäre 80 OK?
Wieder was gelernt:
mit dem Hochwasser 1965 zog der Wohlstand ein, weil es
soviel Förderung gab; das Schwarz auf den
Holzhäusern ist kein Anstrich, sondern kommt von selbst;
Lärchen werden nicht für den Hausbau verwendet, weil es
nicht genug gibt; die Täfelung innen ist meist aus Zirbe
und wenn man beim Wandern in eine Fliegenglocke gehüllt
ist, dann nicht deswegen, weil die Insekten den nahen Tod
riechen und schon die Servietten um haben, sondern weil
die Funktionswäsche den Schweiß nach außen leitet und
die Viecher das mögen. Danke Wolfgang!
Für Fritz und Wolfgang noch ein Link zur Anpassung ihrer
Sprache an das zünftige Outfit:
http://www.mundart-osttirol.net/
Dazu, dass die beiden Altvillgraterinnen uns beim
Abschied am letzten Abend noch kommen sie gut zu
ihren Frauen nachriefen, kann ich nur sagen
wie gut, dass es den Pregler gibt!

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Sonntag 14. Juni 2009
Nationalpark Thayatal
Hardegg Umlaufberg
Ruine Kaja Hofern Retz
Am Vatertag rollten Alois, Eric, Frankie, Georg,
Helmut mit Emmi und Harry, Igo, Josip, Karl, Michael,
Peter, Rainer, Roland, Ronny, Thomas, Thomas, Thomas,
Tobias, Wayne, Werner, Werner und Wolfgang gut
gekühlt im Oberstock eines Wiesel-Zuges nach Retz. Bei
Ankunft um 9:12 warteten noch Michael und Norbert aus
Innsbruck.
| 23 Mann und zwei Hunde hatten
eine Stunde bis zur Abfahrt des Busses tot zu
schlagen. Der pfiffige Fahrplan trieb uns zum
Hauptplatz, wo wir uns gleich einmal in der
Konditorei Elmer fallen ließen. Kaffee,
Erfrischungsgetränke und für einige sogar ein
spätes Frühstück. Andere machten einen kleinen
Stadtrundgang. Es ging hoch her in der Weinstadt.
Der 2. Retzer Weinberglauf war
angesagt und es gab mehrere Leistungsgruppen,
darunter auch eine 10km
Veltliner-Staffel, aus der übrigens bei
den Männern die Truppe der Retzer Feuerwehr
siegreich war. Wir konnten uns der Dramatik kaum
entziehen, denn der Platzsprecher war bis aufs
Klo zu hören. Da uns nicht klar war, ob die
Bushaltestellen in der Stadt vielleicht wegen
Umleitungen ausfielen, gingen wir zur Sicherheit
wieder zum Bahnhof zurück. Abfahrt um 10:16 und
Frankie löste ein Gruppenticket für alle, denn
bei Einzelbezahlung hätten wir den Fahrplan
empfindlich gestört. Das hatten wir ja schon
einmal in Hütteldorf.
Die gut 20minütige Fahrt ging erst zwischen
Weinbergen und Feldern durch Hofern,
Niederfladnitz und Merkersdorf, bevor die
Straße in den Wald führte und der Bus sich
schließlich eine steile Serpentine mit
einzigartigem Blick auf die Burg Hardegg
hinab schraubte. Hier waren wir schon im
Waldviertel.
Nach einem kurzen Aufstieg zur Burg
(Privatbesitz) zogen wir gegen 10:45 zur Thaya
hinunter. Auf einen Bummel durch die kleinste
Stadt Österreichs (1500 Einwohner; 309m)
verzichteten wir. Einige gönnten sich dafür
einen kurzen Auslandsaufenthalt mit dem
Überschreiten der Brücke nach Tschechien.
Vorsicht! Flussmitte ist die
Staatsgrenze. Das hatte früher einen viel
dramatischeren Klang. Andere gingen nur aufs Klo
und viele taten beides.
Und dann ging es los. Abgesehen vom nicht
geplanten Abstecher zum Einsiedlerfels und der
großen Schotterbank, führte unser Weg
fast immer knapp über dem Pegel die Thaya
entlang. Einmal stieg ein Schwarzstorch hoch und
wenn der Steig einige Male bergauf ging, bot sich
immer ein beeindruckender Blick auf den Fluss und
seine Mäander. Hin und wieder kamen steile
Umwege, die bei Hochwasser zu begehen sind, uns
aber nicht interessierten. Die Thaya war zahm,
das Wetter angenehm und ideal zum Wandern.
Trockenrasen, Wald mit Türkenbund, Heide, dann
wieder üppige Wiesen, hüfthohe Brennnesseln,
keine Gelsen, aber einige wenige Bremsen von der
Größe kleiner Modellflugzeuge. Gegenüber auf
tschechischer Seite meist felsiger Steilabfall.
Zwei tote Mäuse am Weg, eine Schlange und hin
und wieder Pfützen mit quatschig aufgeweichtem
Boden rundherum. Die einzige Herausforderung.
Abgesehen davon, dass wir nie wussten, ob schon
jemand vorausgegangen war oder noch fehlte, und
die Beschilderung teilweise auf Themenwege
beschränkt war, aber fast nie angab, wie man
wohin kommt. Aber verirrt haben wir uns diesmal
so gut wie nicht, wenn man den Abstecher zum
Einsiedlerfels als Überraschungseinlage sieht.
Das ging sich gar nicht aus, denn wir wurden
immer wieder von Peters Kampfruf Kinder wir
haben noch nicht einmal 10% hinter uns!
angetrieben.
Die meisten Wanderer, denen wir begegneten,
waren aus Tschechien. Verständlich, denn die
nächste größere Stadt ist Znaim.
Nach Umrundung des Umlaufberges, knapp nach
13:15 die erste richtige Rast unter einer
gewaltigen Eiche mit katholischen Devotionalien.
Da fühlten wir uns sofort wohl. Und auf der
großen Wiese waren Schafe; abgezäunt und daher
nicht lästig. Da bis in die
Zivilisation mit keinerlei
kulinarischen Angeboten zu rechnen war, machten
wir unsere verdiente Mittagspause. Michael aus
Tirol hatte nichts mit und vergnügte sich als
einziger im Wasser. Seine Versuche andere zu
animieren, schlugen fehl. Nach gut einer halben
Stunde machten wir uns wieder auf die Beine.
Noch kurz die Thaya entlang (271m) und dann
durch den Graben des Kajabaches bergauf zur Ruine
Kaja (ca. 380m). Es war 14:45. Man erreichte die
Burgruine über zwei Brücken und konnte
sie auch gegen Entgelt besichtigen. Doch
soweit wären wir gar nicht gekommen, denn im
Torbogen schwirrte ein unüberhörbarer
Wespenschwarm.
Hier verließen wir den Nationalpark und je
mehr wir uns vom Fluss entfernten, desto wärmer
wurde es, und auf den Forststraßen außerhalb
des Waldes war es bereits heiß. Es begann der
mühsamere Teil der Wanderung. Aber um 16:45
landeten wir doch in Hofern bei der
Bushaltestelle. Da in gut zehn Minuten der letzte
Bus nach Retz ging, nutzten Erik, zwei
Thomas, Tobias und einer der beiden Werner nach
längerer Erörterung das Angebot. Sie fuhren
gleich nach Retz und weiter bis Wien.
Die achtzehn anderen schlossen sich Peters
Vorschlag an und fielen in den Gastgarten der
Familie Schauaus ein. Nach dem Busproblem einige
Sitzprobleme: Tische umstellen oder nicht? Nein!
Nicht umgestellt. Frankie und Peter saßen am
Katzentisch, durften dafür aber
wohlwollend ihre Schützlinge beobachten. Trotz
letztem Öffnungstag war noch fast alles da.
Riesige Brote, Surbraten, Brettljause, Wurst,
Blunzn und Presskopf , letztere drei auch sauer
u.s.w. Apfelstrudel und dicker
Kirsch-Streusel-Kuchen. Die Dreiermischung (je 1
Teil Wein, Mineralwasser und Traubensaft)
schmeckte luftig und war heftig. Wir saßen
hinterm Haus mit Blick auf ein Rapsfeld.
Um 18:15 Aufbruch zur letzten Etappe nach
Retz. Nach der gemütlichen Pause nicht ganz
einfach, aber wir waren schnell genug, um knappe
10 Minuten vor Abfahrt des vorletzten Zuges
(19:18) nach Wien am Bahnhof einzutrudeln.
Rettungswagen vor dem Bahnhof, Bahre auf dem
Bahnsteig; jemand hatte das Angebot des vorher
angekommenen Reblaus-Express zu
ungebremst in Anspruch genommen. Und Helmut,
Thomas und die beiden Hunde fehlten auch. Mitten
während der Schnell-Diskussion, welche drei
Wanderer auf sie bis zum nächsten Zug warten
sollten, bogen sie rechtzeitig um die Ecke.
Trotz des schon sehr geschafften Harry!
Verabschieden von Michael und Thomas, die noch
mit dem Auto nach Innsbruck fuhren, hinauf in den
1. Stock und ab nach Wien (an Landstrasse um ca.
20:30).
Keineswegs hochalpin war die Tour mit fast 5
½ Stunden reiner Gehzeit, doch eine sportliche
Leistung, und mehr als 5 Stunden
Rucksack schleppen brachte uns dem
Waschbrettbauch wieder einiges näher. Schon bei
der Ruine Kaja stand auf einem Wegweiser: Retz 12
km. Die von Frankie geschätzten 20 km haben wir
sicher auch überschritten. Emmi und Harry waren
ebenfalls nicht müßig: sie hatten jede Menge
Zecken gesammelt.
Viele haben eine für sie neue Landschaft
kennen gelernt und alle von der Themenvielfalt
profitiert:
Mit der Niederösterreich Card kann man so oft
man will den Reblaus-Express
benützen
- Sockenmuster an den Beinen und die
Funktion der Venenklappen
- die Wittelsbacher
- Güssing auf dem Weg zur
Metropole? - wer
Palmen mag, sollte nach
Tunesien -
Österreich und die Verleihung seiner
Ehrungen -
die Anwesen der Schönborns
- die Bauern sperren ihre
Seegrundstücke, weil sie anderes zu tun haben,
als den Mist einzusammeln
- die verschiedenen Linien der
Khevenhüller und ihre
Besitzungen -
der Buffetwagen im Reblaus-Express spielt alle
Stücke
- die Vorteile eines
iPod, wenn die Kapazität der Kamera nicht reicht
und wenn einem die Stöpsel nicht im Ohr halten,
muss man sich eben einen Ghettoblaster
zulegen -
da steigt schon wieder eine chinesische
Gruppe ein! (??? es war eine 5köpfige
Familie) -
das Streichen der Golden Gate muss
arg sein ja, vor allem immer in
derselben Farbe
- Essigknödel (saure Wurst
ohne Wurst aber mit Knödel)
- Rubbellose und ihr Wert als
private Pensionsvorsorge
- die Zivilluftfahrt, die
Billigflieger und die
Networkcarrier
- wie mühsam es ist, eine
Hütte zu bewirtschaften
-
und komisch, der
hat fast nie Besuch. Naja hab ich
eigentlich auch nicht! na da habt ihr
ja schon was gemeinsam
- hat jemand Nähzeug
dabei? Meine Hose ist gerissen!
- Hallo! Grüß Gott!
und Dobrý den!
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Vielleicht sei noch kurz ergänzt, dass
Igo, Michi, Rainer, Roland und Ronny den Tag im
Schik ausklingen ließen und sich aus
unerfindlichen Gründen 45 Minuten lang kaputt gelacht
haben. Der Grund war nicht zu eruieren. Die
Kurzdiskussion ihr wart aber noch nie da
doch! Ich schon kann es nicht gewesen sein.
Auch nicht die drei Wodka, auf welche die 3 Väter in der
Runde eingeladen wurden, und auch die erfreuliche
Tatsache, dass Michi sein Shirt bis 20cm über den Nabel
lüftete, hatte nichts Lächerliches an sich.
Somit ein Klassiker der Art:
Sie lachten sich blöd und krumm
und wissen bis heute nicht warum!
R.
31. Mai 1. Juni 2009, Pfingsten
Zwei alteste
Freundinnen am Muckenkogel und fesche Männer am
Berg
Rainer und Roland auf Ersatztour
Frankie hatte sich erlaubt, wegen unsicherer
Wetterprognosen die Reisalpen-Wanderung abzusagen. Für
mich ein klarer Hinweis, dass zu Pfingsten keinerlei
Kondition von mir verlangt würde. Bis Roland mich am
Samstag anSMSte um mich zu informieren, dass er
ausgehen würde und ob ich auch käme. 20:00 im Rifugio.
Klar! Sonntag ausschlafen! Um genau 20:05 erklärte er
mir bei meinem bereits 2. Spritzer, dass ich am Sonntag
um 8:30 am Westbahnhof zu sein hätte, um mit ihm eine
ganz leichte, gemütliche Tour zu machen. Er
hatte schon reserviert. Es wäre nötig gewesen,
denn laut Wirt wurde auf der Traisenhütte eine
Pilgergruppe erwartet.
Also frühzeitig den netten Abend beendet und ab zum
Rucksack packen.
Pfingstsonntag 31.Mai
Abfahrt knapp vor neun nach Sankt Pölten und weiter mit
einem Bummel-Triebwagen nach Lilienfeld (383m). Einziger
Höhepunkt war ein dunkler Typ mit leicht brutalen
Gesichtszügen, aber laut Roland zu behaart, er müsste
sich schon die Brusthaare trimmen. Wir waren aber ohnehin
nicht Teil seiner Zielgruppe.
Die Frage an die Fahrdienstleiterin, wo es lang ginge,
hätten wir uns sparen können. Sie war nicht von
da. Eisenbahner sind nie von da! Aber
sie wusste zumindest den Weg zum Bankomat.
Und um 10:40 stapften wir mit schweren Schuhen und ebenso
schweren Rucksäcken los. Kurz bergauf und über den
Exingerweg parallel zur Traisen Richtung Stilles
Tal. Ein eher unhandlicher Weg, der über eine
Schlägerung führte und immer wieder kleine Tücken
hatte, dafür aber jene Blumenvielfalt aufwies, wie man
sie sonst nur an selten gemähten Bahndämmen findet.
Dann das Bächlein entlang hinauf zum Glatzwiesensattel.
Von dort über den eher steileren Jägersteig, mit zum
Teil herrlicher Fernsicht, bis zur Lilienfelder Hütte
(956m).Um ¼ 2 Ankunft und gleich einmal Radler,
Leberknödelsuppe und Linsen mit Knödel bestellt. Nette
dralle junge Wirtin, mit feschem jungen Wirten.
Nachdem ich mich den ganzen Aufstieg mit der Frage
gequält hatte, ob die Pilgergruppe entweder in der
Gaststube der Traisenhütte oder im dortigen Bettenlager
mit Abendgebet und klerikalen Gesängen den geglückten
Aufstieg zelebrieren würde, war ich etwas sensibel und
plötzliches Glockengeläute warf mich fast um. Roland
meinte es käme vom Stift, aber da hätte dieses in der
Küche sein müssen. Ich dachte an eine Bergkapelle
hinterm Wald oder zumindest eine dramatisch-rustikale
Unwetterwarnung. Es war das Handy vom Nachbartisch. Und
er erklärte dem Anrufer, dass er sein Foto in der Presse
gesehen hätte und wenn ich schwul wäre, würde
ich mich glatt in dich verknallen. Wir blätterten
sofort in der einzigen uns zugänglichen Postille,
nämlich der Kronen-Zeitung, aber da fanden wir nur den
Schönborn, der zwar zu den Klingeltönen gepasst hätte,
nicht aber zu obiger Bemerkung. Wieder was versäumt.
Frustriert von unbefriedigter Neugierde, machten wir uns
knapp vor 2h auf den Weiterweg, vorbei an der
Bergrettungshütte über eine schöne Almwiese
(Lilienfelder Gschwendt) mit vom Wind bizarr zerzausten
Bäumen Richtung Muckenkogel. Im Westen herrliches
Bergpanorama mit verschneiten Gipfeln. Eine junge
Wanderin erklärte uns einige und zog forschen Schrittes
weiter. Wir trotteten etwas mühseliger hinterher,
erklommen aber dafür den Muckenkogel (1248m). Was von
der Ferne aussah wie eine überdrüber Aussichtswarte mit
Panoramarestaurant, entpuppte sich als schlichte
Richtfunkstation der Post Betreten verboten.
War auch außer uns kein Schwein da. Allerdings ist
dort auch der Klösterpunkt, von dem aus man bei klarer
Sicht Melk, Göttweig, und Herzogenburg sehen kann.
Lilienfeld ist vom Berg verdeckt und dass man den
Stephansdom sieht, kann ich nicht glauben. Aber wir
orteten Melk, und St. Pölten. Göttweig konnten wir nur
erahnen.
Danach ein Stück bergab und schließlich über den
Gratweg zur Traisnerhütte (1313m). Mittlerweile
8° und 80% Luftfeuchtigkeit, einige Tropfen auf den
letzten Metern, aber trotzdem tolle Fernsicht vom
Schneeberg über die Veitsch bis zum Ötscher. Schon um
¼ 4h lautes Johlen und Quietschen aus der Stube.
Vermutlich die Pilgergruppe. Nein doch nicht! Es waren 2
Geburtstagsfeiern. Peter der Wirt meinte huckts
eich wo zuwe und gebts a Ruah, notierte unsere
Ankunft und nahm unsere Bestellung für 2 Häferlkaffee
(sehr gut) entgegen. Ein Mann hatte seinen
dingsundvierzigsten am Vortag, aber Hildegard genau am
Pfingstsonntag ihren dingsundfünfzigsten und war daher
laut Hüttenwirt ein punktgenaues Mädel.
Mädchenhaft war sie nicht mehr, aber schon etwas
rotwangig wie alle anderen auch und voll in Fahrt. Auch
wie die anderen. Dazu gab es Akkordeonmusik ergänzt
durch eine Teufelsgeige (Tamburin und Kuhglocke auf einem
Stock) und den lauten Gesang der Gäste. Raucher müssten
in den Vorraum und konnten sich dafür dort unterhalten,
weil es leiser war. Die Wanderin, welche uns am Weg das
Panorama erklärte hieß Karin, war einige Zeit
Air-Hostess bei Lauda, hat Sport und Mathematik studiert
und ist jetzt glücklich (sagte sie) in Lilienfeld als
Lehrerin gelandet.
Wir machten noch einen fast einstündigen biologischen
Erkundungsgang über Hinteralm und Steinleiten Richtung
Reisalpe, während noch Läufer und knackige
Mountain-Biker in farbenfrohen engen Dressen, alle dem
Alkohol nicht abgeneigt, die Hütte weiter füllten. Der
Großteil war aus Lilienfeld, einige aus Kilb, Mank und
Melk und eine kam aus Kautzen im Waldviertel.
Kautzen? Wo ist das? ganz obn
bei Gmünd? Na! Ganz obn Wo
ist obn? Na an da Grenz Gmünd is
a an da Grenz
.
Peter lud uns auf ein Schnapserl ein und Roland
revanchierte sich mit Zapferln (Zirbenschnaps
im Portionsfläschchen) und so gegen ½ 7 begannen die
ersten mit dem Aufbruch. Die Radler etwas später, denn
in 10 Minuten samma untn!. Hildegard wollte
unbedingt meine Wanderstöcke, weil sie ihre nicht fand.
Ich wäre mit dem Tausch vermutlich gar nicht so schlecht
gefahren. Ein junger weiblicher Gast gab sich auf der
Terrasse einem Frischluftschock mit Relingkotzen hin und
ließ sich dann im Auto talwärts fahren.
Über die Nacht blieben nur ein Ehepaar und wir. Von der
Pilgergruppe war weit und breit nichts zu sehen.
Vermutlich ein Wunschdenken von Peter. Vielleicht hätte
er gerne hin und wieder (aber nicht zu oft)
klerikales Ambiente, wo er doch während des Abends
einmal meinte: der, der über euch wohnt, wird euch
beschützen.
Nach Kaspreßknödel-Suppe und Wurstknödel verzogen wir
uns in unser 5-Betten-Gemach.
Pfingstmontag 1. Juni
In der Nacht gab es starken Regen, der Morgen war mit 5°
etwas frisch und der Nebel nahm jede Sicht. Frühstück
(wieder der gute Kaffee mit Brot, Wurst, Käse, Margarine
und Marmelade) gemeinsam mit dem Ehepaar, das über die
Reisalpe nach Lilienfeld gehen wollte. Er hatte am
Vorabend eine Jacke vermisst. Der Wirt von der
Lilienfelder Hütte kam mit einem zerschundenen und
verdreckten Radler im Schlepptau und brachte das fehlende
Stück und den noch immer etwas schrägen Biker danach
nach Lilienfeld zu dessen Bruder, der ihn, wie wir
später erfuhren, gleich ins Krankenhaus weiterfuhr. Die
zehnminütige Talfahrt dauerte für einige doch etwas
länger! Vermutlich haben nicht alle einen der
über ihnen wohnt.
Abmarsch um 9 Uhr. Eigentlich wollten wir über die
Wiese gehen, doch Peter meinte wir wären dann nach 5
Minuten nass bis zu den Knien und der Gratweg wäre
besser. Gerade den hatten wir am Vortag als ungeeignet
für den Abstieg betrachtet, wollten uns aber keine
Blöße geben. Doch war er halb so schlimm, als wir
befürchtet hatten. Unterwegs graziles Tänzeln zwischen
Kuhfladen und schließlich mitten in der Wiese das
Fahrrad des gestürzten Radfahrers, der sich in der Nacht
zur Lilienfelder Hütte geschleppt und die Wirtsleute aus
dem Schlaf gerissen hatte. Roland erbarmte sich und schob
das kampferprobte Gerät über die Alm zur Hütte.
Unterhalb der Lilienfelder Hütte ging es wieder über
Wiesen mit dem aussagekräftigen Namen Suttn,
denn ehe wir in den Waldsteig zum Großen
(oder Lindenbrunner) Wasserfall einbogen,
mussten wir eine riesige aufgeweichte und Kuhfladen
getränkte Senke durchqueren. Schmatz! Der Wasserfall hat
sich trotzdem gelohnt. Zwar kein Vergleich zu Krimml,
aber die umher liegenden Baumstämme zeugten von der
Kraft, die der kleine Bach entwickeln kann. Und der
steile Serpentinenweg war hervorragend gesichert.
Durch den Fallgraben schließlich auf die Straße, wo ein
entgegenkommendes Auto kurz hielt. Es waren zwei Gäste
vom Vorabend. Nach kurzem Schwatz weiter an den
Forellenteichen, von denen ein Schwarzstorch hochstieg,
vorbei nach Lilienfeld, wo wir um ¼ 12 landeten.
Die von Roland ersehnte Kulturglasur in Form einer
Stiftsführung war erst um 14:00, also ab in den
Gasthof zum Schützen gleich neben dem
Bahnhof. Von aussen eher nichts sagend, erwies sich der
Laden als beliebtes Restaurant, mit netter Bedienung und
ausgezeichnetem Essen. Radler, Frittattensuppe,
Leberknödelsuppe (eh klar!) Jägergulasch und
Surschnitzel. Das Lokal ist eine Einkehr wert.
Dann zurück zum Stift. Die schweren Rucksäcke durften
wir bei der Kassa lassen und konnten somit all unsere
Energien in die Erweiterung unseres Wissens investieren.
Etwa die Unterschiede zwischen Benediktinern,
Zisterziensern und Trappisten, oder dass Josef II. fast
alles was mehr als ein Kruzifix hatte schließen ließ
und so weiter.
Vor Abfahrt ging sich noch ein Bummel durch den Ort und
eine Eis beim Felbermayr aus. Irgendwas
chices mit Baiser für Roland und drei schlichte, bunte
Kugeln für mich.
Abfahrt knapp vor 16:00 nach Sankt Pölten, wo gleich
gegenüber ein verspäteter Zug abfahrtbereit war.
Allerdings randvoll. Da wir noch Upgrade-Gutscheine der
ÖBB hatten, quetschten wir uns vom letzten zum ersten
Wagon durch die Menge und genossen etwa ab Böheimkirchen
breite Ledersitze und große Beinfreiheit. Danke liebe
Bahn!
Knapp nach ¼ 6 waren wir etwas müde in Hütteldorf.
Rund 5 ½ Stunden in zwei Tagen ist nicht unbedingt
Extremsport. Aber 930m Höhendifferenz sind auch kein
Einkaufsbummel.
Rainer
Junx auf Touren Sonntag, 17. Mai 2009
Wandertour:
Wiener-Becken-Rand-Route
von Pfaffstätten nach Mödling
Mit dabei: Erik, Herbert, Josip, Matthias und Thomas
7:45 Uhr am Südbahnhof: Am Start sind wir zu viert - ein
paar Leute mehr haben wir uns zwar schon erwartet, vor
allem an einem sonnigen Sonntag wie diesem. In
Pfaffstätten, knapp 40 S-Bahn-Minuten außerhalb von
Wien, stößt schließich noch Thomas zu uns dazu. Vom
Bahnhof Pfaffstätten aus wandern wir durch die
Weingärten zum Waldrand. Durch den dank des Regens der
vergangenen Tage angenehm kühlen Wald erreichen wir ohne
große Anstrengung den Pfaffstättner Kogel mit der
Rudolf-Proksch-Hütte. Von der direkt daneben
liegenden Klesheimwarte aus genießen wir einen tollen
ersten Rundblick. Nach einer Erfrischung in der
Proksch-Hütte (Tipp: hier nur ja keinen Kaffee
bestellen!) geht's weiter zum höchsten Punkt des
Anninger mit der Wilhelmswarte. Sie sieht ein bisschen aus wie ein
vergessener steinerner Piraten-Ausguck im grünen
Blättermeer. Im leichten Bergab erreichen wir dann das
modern hergerichtete Anninger-Haus mit nettem Garten. Dort
lassen wir uns zu einem - für eine Wanderhütte - recht
feinen Mittagessen nieder. Auf dem weiteren Weg kommen
wir dann noch am Gasthaus Krauste Linde vorbei, das
derzeit aber "wegen Neuübernahme geschlossen"
ist. Da wir am frühen Nachmittag noch nicht nach
Mödling absteigen wollen, peilen wir zum Abschluss noch
den Husarentempel an. Am Wegrand machen wir unverhofft
Bekanntschaft mit einem originellen Waldschratt (s. Foto)
- der bleibt allerdings auch auf mehrfaches Nachfragen
hin stumm. Der Husarentempel liegt auf einer Kuppe im
Wald oberhalb von Mödling. Dieses eindrucksvolle
Bauwerk sieht man bereits von der Südbahn aus, kann es
aus der Ferne aber nicht richtig einordnen. Eine Tafel
informiert uns, dass dieses allererste österreichische
Kriegerdenkmal 1813 von einem Fürsten Liechtenstein in
Auftrag gegeben wurde. Es soll an die Schlacht von Aspern
gegen Napoleon 1809 erinnern, bei der österreichische
Koalitionstruppen dem Franzosenkaiser die "erste
Niederlage auf dem Schlachtfeld" zufügten. Vom
Husarentempel aus genießen wir die tolle Aussicht auf
Stadt bzw. Burg Mödling und Richtung Wien, etwa auf die
Hochhaus-Anlage in Alt-Erlaa. Um die frühsommerliche
Wanderung jahreszeitgemäß abzuschließen, kehren wir
fünf Junx in Mödling noch in der bummvollen Eisdiele
Peter ein. 
Bis zum nächsten Mal bei den JUNX AUF TOUREN - da wollen
wir dann wieder höher hinaus, sowohl, was die
Höhenmeter als auch die Teilnehmerzahl angeht! :-)
Matthias & Herbert
Sonntag 10. Mai 2009
Leiser Berge
Buschberg Au Oberleiser Berg - Ernstbrunn
Erlebniszüge hatten
wir schon genug, also musste diesmal ein
Nostalgiezug her. Während sich so
gegen 8 Uhr die Truppe in der Kassenhalle des
Südbahnhofs sammelte, waren die
Eisenbahnfreunde schon am Bahnsteig um die
Traktion zu begutachten, was in etwa
Zug schauen heißt. Außer einem
grünen, zweiachsigen Waggon mit offener
Plattform, wie sie nach dem Krieg Österreichs
Schienen belebten, war aber noch nichts da. Der
Dieseltriebwagen VT 5145.11 kam erst später dazu
und gegen ¼ 9 Uhr quetschten sich
Christian, Erich, Frankie, Gernot, Harald,
Harald, Helmut mit Emmi und Harry, Herbert,
Igo, Josef, Josef, Karl, Klaus, Markus, Nikolaus,
Peter, Rainer, Roland, Thomas, Thomas, Werner und
Wolfgang auf die Plastikpolsterung. Noch ein
Thomas stieg in Korneuburg zu. Thomas aus Bad
Vöslau hatte leider großes Pech. Sein Zug nach
Wien hatte wegen eines Unfalls Aufenthalt auf der
Strecke und es gab keine Variante, mit der er
unseren Triebwagen noch hätte erreichen können.
Der VT 5145 war in den 50er und 60er Jahren unter
dem Künstlernamen Blauer Blitz
bekannt. In meiner Erinnerung arbeitete er sich
im gehobenen Lauftempo den Semmering hinauf, war
aber unter anderem als Venezia
täglich in die Lagunenstadt unterwegs. Mehr
dazu: www.club-blauer-blitz.com
Die Fahrt ging über die Ostbahn, Simmering,
Stadlau, vorbei am Rinter-Zelt nach
Leopoldau und weiter nach Korneuburg. Dabei wurde
auch die, vor etwa 10 Jahren wieder aktivierte,
Hochbahn (Italienerbrücke) über die
Brünner Strasse befahren. Ob unsere Bahnfreaks
das geschnallt haben, weiß ich nicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Floridsdorfer_Hochbahn
Ging es vom Süd(Ost)bahnhof bis Korneuburg
noch flugs dahin, war die Fahrt von Korneuburg
nach Ernstbrunn ein gutes Beispiel dafür, wie
man Nebenbahnen gezielt meuchelt. Ein
Stünderl für etwas mehr als 30km ist
lieblich, wenn man Zeit hat. Dafür sahen wir
Fasane, Rebhühner, Hasen, jede Menge Rapsfelder
und beim einzigen Schranken auf der ganzen
Strecke musste der Zug halten. Der Schaffner
stieg aus, ließ den Schranken herunter, der Zug
fuhr ein paar Meter vor, der Schaffner kurbelte
wieder hoch, stieg ein und weiter gings.
Bei vorheriger Anmeldung darf das auch ein
Fahrgast machen, wie uns einer der beiden jungen
Begleiter von den NÖ-Landesbahnen erklärte.
Allerdings fährt der Zug nicht zehn Mal hin und
her, sollten sich einmal 10 Interessierte melden.
Markus holte während der Fahrt alle
Essenswünsche ein, um so mittags die Zeit für
Bestellungen zu kürzen.
Ankunft um 10:08 in Ernstbrunn , wo nicht nur der
Naturparkbus auf uns wartete, sondern auch
Joachim sowie Bernhard und Harald mit Lisa. Wir
waren 26 plus 3 Hündchen. Der Busfahrer war in
gedämpftem Harley-Outfit und versuchte die Fahrt
so kurzweilig und informativ wie möglich zu
gestalten, was ihm auch ganz gut und mit einigen
Schmähs gelang. Vor allem die Höhenangabe des
Buschberges mit 561m war kühn, denn laut Plan
sind es nur 491m, aber vermutlich hat er die
Kugel der Austrocontrol einfach mitgerechnet.
Nach Ankunft am Buschbergparkplatz (10:43) nahm
uns Markus unter seine Fittiche. Er ist Natur-
und Landschaftsführer und hatte sich
bereit erklärt, uns die Pflanzenwelt der Leiser
Berge näher zu bringen. Und zwar egal ob giftig
oder ungiftig, sich selbst ernährend oder
Schmarotzer und zart duftend oder nach Fischmehl
mit Vanille riechend.
Über den Zahlberg zu einer Kuppe mit
steppenartiger Bewachsung, schöner
Aussicht und einigen Skulpturen hinunter
nach Au (12:15) in den Gasthof Riepl zum
Mittagessen. Dank Vorbestellung waren alle knapp
vor 14:00 abgefüttert. Und zwar inklusive
einiger Kaffees und Nachspeisen.
Wieder ein Stück zurück und über die
Römerweg-Brücke auf den Oberleiser Berg mit
seinem Aussichtsturm und Resten der ersten
Besiedlung vor mehr als 6000 Jahren. Schade, dass
es so dunstig war, denn bei klarem Wetter muss
der Ausblick gewaltig sein, auch wenn die Leiser
Berge alles nur kein Hochgebirge sind.
www.oberleiserberg.at/
www.oberleis.at/
Der Weiterweg nach Ernstbrunn führte uns
durch Oberleis mit der Wallfahrtskirche
Maria Oberleis, über die Steinbacher
Heide und durch den Wald entlang des Wildparks zu
einer Kastanienallee mit Blick auf das Schloss
Ernstbrunn. Ausser einigen sensibel renovierten,
alten Weinviertler Häusern (und ebenso vielen
krampfmodernisierten), hat uns Ernstbrunn nicht
wirklich von den Socken gehauen, abgesehen von
sehr schönen Bauerngärten. Und es zog sich
gewaltig bis zum Bahnhof, den wir um
¼ 5 erreichten. Der Zug war schon wieder
zurück. Das Lokal gegenüber hatte, wie immer
wenn wir wo warten, geschlossen und es gab nur
Wasser vom Brunnen am Bahnhof. Jemand erklärte,
dass nach dem Winter schon genügend Wasser
durchgeflossen wäre und man es ruhig trinken
könne, das von der Toilette aber besser
wäre. Danke, zu spät!
Bernhard, Harald und Joachim verabschiedeten
sich. Für uns war Abfahrt um 16:50. Die
Eisenbahnfreunde verzogen sich in den alten
grünen Waggon, der Rest wieder in den
Blauen Blitz, wo man dafür die
Segnungen des Buffet-Abteils genießen konnte:
Mineralwasser, Cola, Bier, Orangensaft und
Filterkaffee.
Thomas stieg in Korneuburg aus, die meisten
anderen um 18:10 in Leopoldau und einige fuhren
bis Südbahnhof (18:37).
Der Fitnesswert der
Veranstaltung war nicht umwerfend, aber bei einer
reinen Gehzeit von knapp 3 ½ Stunden und rund
13km, fallen Schnitzel, Schweinsbraten und
Knödel kaum ins Gewicht. Die Höhendifferenz
lassen wir lieber beiseite, denn den Großteil
übernahm der Bus für uns.
Einige Gesprächfetzen
schwirrten auch durch die heiße Luft:
ich habe einmal in einem Supermarkt
gearbeitet, was sich hinter der Theke mit
Wurstwaren abspielt, wollt ihr gar nicht
wissen - sind
ein kaputter und ein funktionierender FI-Schalter
besser als nur ein kaputter? Schließlich hat man
früher ganz ohne FI überlebt! nicht
wenn es bereits in der Wand rauscht und
zischt - was ist
eigentlich ein Fetisch? -
selbst wenn die Donau die Grenze war, sind
die Römer auch nördlich von ihr unterwegs
gewesen, um Feinde in Schach zu
halten - ich
sage euch nicht was ich wähle, es könnte gegen
mich verwendet werden
- der Handtuchhalter in Form eines
riesigen schwarzen Penis auf der Damentoilette
des Troadkastl zu Aich im
Ennstal - soll man alte
Freunde einer jungen Liebe opfern?
- die Bienenpopulation hatte wegen
des verspäteten Frühlingsbeginnes eine längere
Durststrecke - wie
lade ich Fotos auf meinen PC ohne alle
sechshundert zu übertragen das
Problem hatte ich auch, hab sie alle
gelöscht - Für
und Wider einer offenen Beziehung und was man
darunter überhaupt versteht -
ich habe von Wolfgang Schüssel geträumt,
er war Arzt und hat mich in einer Art
,Erlebnis-Ordination (Sprech- und
Wartezimmer in einem) untersucht, ich
bin ihm unlängst am Schmerling-Platz begegnet,
habe ihn aber doch nicht gegrüßt
und ich habe am Mittwoch den KHG am
Kohlmarkt gesehen, ihn aber gar nicht grüßen
wollen, wahrscheinlich deshalb mein Schüssel
Traum -
Pfingstrosenblütenmatch Volksgarten : Ernstbrunn
= 1:0 - es
gibt Leberknödelsuppe Wiener Schnitzel,
Schweinsbraten, Kotelett und Putenschnitzel
gibts geröstete Knödel
auch? - und so
weiter.
Von den Meteorologen angekündigtes,
nachmittägliches Ungemach blieb aus, das Wetter
passte und wir haben außerdem noch einiges
dazugelernt:
Die früher legendären Buschberg-Rennen fanden
nördlich von Ernstbrunn statt und tun es im
privaten Kreis noch immer, um die Unfallstatistik
zu heben; es reicht ein wenig wahlloses Grasen um
sich einen kleinen, feinen Bulimie-Anfall zu
gönnen; die Schlösser sind nicht frei
zugänglich, es sei denn man heiratet dort oder
besucht ein Konzert; die trübe Lacke ist nicht
dreckig, sondern sandig, war einmal der
Löschteich und ist voller Fische; Robinien sind
keine Akazien und nicht heimisch, sondern von
Amerika importiert, fühlen sich hier aber wohl.
Schließlich noch das Aha-Erlebnis, dass die eher
unspektakulären Angebote der Region schöne
Erlebnisse bieten und alles klappt, weil alle
Beteiligten einander abstimmen, wie das der
Wiener Magistrat in 100 Jahren nicht schaffen
wird..
Danke Frankie und Markus für Idee und
Durchführung.
R.
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Sonntag, 5.April 2009
Leopoldsberg & Kahlenberg
auf unmarkierten Wegen
Der Name Kahlenberg soll keltischen Ursprungs sein und
mit Glatzköpfen überhaupt nichts zu tun haben. Kal oder
Cal war eine Bezeichnung für Rind oder Kuh und steigerte
sich in der Bedeutung bis zur Muttergöttin, nach dem die
Hirschkuh als solche ausgedient hatte. http://www.diekelten.at/kahlenberg-name.htm
Wikipedia ist damit überhaupt nicht einverstanden und
interpretiert die Chalen als kahle Abhänge des
Leopoldsberges zur Donau, oder als seine, aus
Verteidigungsgründen, kahl gehaltene Kuppe. Ich wiederum
glaube einmal gehört zu haben, dass mit den Kalen
Jungschweine gemeint waren, was mir eher einleuchtet.
Schließlich hieß der Leopoldsberg früher Kahlenberg
und tauschte mit diesem 1693 den Namen, als die von den
Türken zerstörte Kapelle wieder errichtet wurde. Und
der jetzige Kahlenberg hieß schlicht Sauberg oder
Schweinsberg, was auf die vielen Wildschweine hinwies.

Wildschweine waren keine unterwegs, dafür aber
Alexander, Alois, Andreas mit Shiba, Christian, Emil,
Frankie, Gernot, Hans, Helmut mit Emmi und Harry, Igo,
Josef, Michael, Peter, Peter, Rainer, Roland, Thomas,
Thomas, Thomas, Thomas, Walter, Werner, Wolfgang und
Wolfgang.
Alle
24 setzten sich 10 Minuten nach 10 Uhr bei herrlichem
Sonnenschein vom Kahlenbergerdorf (ca. 170m) in
Bewegung und begannen sich kurz darauf bereits in zwei
Gruppen aufzuteilen. Die Pflasterhirschen, welche den
asphaltierten Nasenweg berauf stiegen und die Bergziegen,
die die unmarkierten Pfade vorzogen. Wobei
die Frage offen blieb, ob das als unmarkierter
Weg durchgeht, oder einfach nur ein Abschneider
war, wie es ihn ja weltweit bei nahezu allen Serpentinen
gibt.
Um 10:40 waren alle wieder auf der Aussichtsterrasse am
Leopoldsberg (zwar 425m, aber alles geschlossen!)
vereint, genossen den trüben Floridsdorf-Wien-Blick und
positionierten sich für das Gruppenfoto. Außer
Christian, der war so früh oben, dass er ein Stück
eines anderen Weges wieder zurückging um den Rest
zu suchen. Und natürlich Wolfgang, denn der hat das Foto
gemacht.
Gegen 11:00 teilten wir uns wieder in Pflasterhirschen
und Bergziegen. Wobei dieser unmarkierte Weg
kein Abschneider war, denn um auf ihn zu gelangen,
mussten wir sogar das Geländer übersteigen! Es ging
steil hinunter (heißer Südhang; eh klar) bis zum
Waldlgraben, vorbei an einer nachgebauten keltischen
Steinschnecke. Oder
war es nur ein Pfadfinderlager? Dazwischen ein wenig
wilden Kerbel schnuppern und Leberblümchen
fotografieren. Endlich unten ging es auf der anderen
Seite des Grabens wieder über den Kahlenberg-Grat
hinauf. Ein 3-4 Meter breiter felsiger Hang. Man hätte
auch seitlich vorbei können, doch wenn M.a.T. schon die
einzigen großen Steine zwischen Hütteldorf und der
Kuchelau sehen, müssen sie die 20 Meter (Höhe, nicht
Länge) natürlich klettern. Außerdem
konnte man sich gut daran festhalten, denn der Hang hatte
50°. Peters Wunsch, ihn mit 70° zu dokumentieren,
konnte ich doch nicht nachgeben. https://www.wien.gv.at/umweltschutz/pool/pdf/geotop.pdf
Oben am Weg schlief jemand auf einer Bank. Wir sahen von
lebensrettenden Aktionen ab, denn er/sie hatte noch rote
Wangen. Um 11:00 waren beide Gruppen wieder beisammen und
zogen gemeinsam die 10 Minuten bis zum
Kahlenberg-Parkplatz (ca. 470m) weiter und auf der
Südseite gleich (wieder übers Geländer) hinunter zum
kleinen Friedhof (12:00 Uhr). Prälat
Ungar (Caritas) wurde hier bestattet. Ob der bis 1783 auf
dem Kahlenberg ansässige Kamaldulenserorden seine
Mitbrüder dort begrub, ist unklar, wohl aber die
Resurrektionisten, welche heute die Kirche St. Josef
betreuen.
Um 12:10 trennten wir uns wieder. Ein Teil marschierte
direkt zum Heurigen Hirt und der Rest zog
wieder hoch und nahm knapp unterhalb des Parkplatzes noch
einen unmarkierten Weg. Wobei Weg
nicht ganz hinkommt. Es ging einfach durch den Wald und
bescherte uns wenigstens die traditionelle Verirrung. Aber
einfach hinunter war als Orientierung
ausreichend und knapp vor 13:00 Uhr saßen wir alle
glücklich vereint auf Heurigenbänken in der Sonne.
Herrlicher Blick über das Kahlenbergerdorf und die Donau
ins Marchfeld. Dazu Gspritzte, Traubensaft, Wein,
Mineral, Aufstriche, Fleischlaberln, Gemüsestrudel,
Grammmelknödel, Salate u.s.w. Dankenswerter Weise auch
Topfen- und Apfelschnitten, aber keinen Kaffee. Leider
war es noch immer dunstig. Doch auch vom Pissoir hatte
man einen schönen Ausblick und gleich neben dem Fenster
stand ein Flascherl Toilettenduftöl
Blumenfrisch. Was will man mehr!
Allgemeiner
Aufbruch um 14:10 und endgültige Spaltung der Truppe.
Christian, Peter, Rainer, Roland und Wolfgang
gingen ein Stück zurück und dann auf dem Weisleitenweg
und durch die Eichelhofstraße über den Nussberg nach
Nussdorf (15:15). Auf halbem Weg kam Frankie mit dem
Fahrrad entgegen und die Tour wurde im Cafe am Nussdorfer
Platzl würdig beendet. Um 15:55 war Schluss.
Alle anderen steuerten direkt das Kahlenbergerdorf an.
Die Gehzeiten waren ungefähr:
Für
die Querwaldein-Fraktion 2 Stunden bis zum Heurigen und
für den Rest etwa 1 ¾ Stunden. Rest ins
Kahlenbergerdorf etwa 15-20 min und nach Nussdorf
eine schwache Stunde. Die rund 330 m (Wiederaufstieg von
der Josefinenhütte eingerechnet!) hinauf wollen wir
nicht an die große Glocke hängen und für die
Kahlenberg-Grat-Bezwinger hau ich noch schmissig 30-40 m
drauf.
Und überaus wichtig erschien uns
Das
rechte Wahlverhalten der Zuwanderer
- warum versandet der Donau- Oder-Kanal
nicht? - ist
das dort drüben der Marchfeldkanal und warum ist der da
so breit? - die schleppende
Restitution in Tschechien -
Ausgrenzung innerhalb der Schwulen
- die Sozialdemokratie kann an ihre früheren
Leistungen nicht mehr anschließen
- hat Zilk wirklich die Stadt vom engen,
kleinbürgerlichen Mief befreit, oder war eh alles
leiwand? - wer, was, wann
und mit wem auf welcher Tour -
der Auftritt mit dem Schaffner: ja das war im
Kamptal Nein! Das war auf der
Mariazellerbahn! War ich da überhaupt
mit? - die unruhige Nacht
23.- 24.Juni anno 2001 (Lunzer See Tour, ich habs
euch doch gesagt, obwohl ich nicht dabei war)
- der überfallsartige Besuch bei der Oma von
Fritz; eine ganz reizende Dame
das war in Loosdorf, nein! War es
nicht aber irgendwo bei Melk
(Loosdorf stimmt und es war auch die Lunzer Tour; vgl.
Berichte 1999-2002) - Nein!
Die Spionin war die Dagmar Koller; der Zilk war nur das
Bond-Girl! - die
jungen Schwulen fühlen sich den älteren aus der
Kampfgeneration nicht zu Dank verpflichtet (sollten sie?
Wäre eine Diskussion wert)
- mit der Nussdorfer Schleuse
regulieren sie den Wasserstand im Donaukanal
Jetzt ist aber trotzdem mehr Wasser als
sonst! - aus
irgendwelchen Gründen mag ich den Rasmussen auch
nicht! - selbst wenn man
Elfriede Ott nicht mag, muss man vor ihrer Energie den
Hut ziehen - Sooo schlimm
wars in der DDR auch wieder
nicht! - der Einfluss der
Übersetzter auf die Literatur am Beispiel altpersischer
Erzählungen und Friedrich Torberg
- google deinen Namen und du wirst dich
wundern! (habs gemacht, hat mich aber nicht
umgehauen) - etc.
etc. - wie immer halt.
Sonnig und heiß und vor allem lustig. Auch wie immer
halt!
R.
Sonntag 1. März 2009
Flatzer Wand
Ternitz -
Döppling - Flatz - Flatzer Wand
Riessteig - Neunkirchner Haus -
Döppling - Ternitz
Auch diesmal haben bei nebeligtrübem Wetter
mehr mitgemacht, als erwartet:
Alois, Dieter, Emil, Erich, Erik, Frankie, Helmut,
Helmut mit Emmi und Harry, Igo, Josef, Josef,
Rainer, Roland, Thomas, Thomas, Walter, Werner und
Wolfgang. Im Neunkirchner Haus kam noch Gery aus Sieding
dazu. Er hatte Uran mitgebracht; einen riesigen
ungestümen, verspielten und verschmusten schwarzen
Französischen Schäfer, der vor Begeisterung die Tische
verschob.
Die 18 wurde vielleicht auch deswegen erreicht, weil wir
uns erst um 09:10 trafen und daher Ausreden weniger gut
angekommen wären. Am 22. Februar war das Motto leider
Frankie allein im Schnee.
Abfahrt um 09:23 nach Wiener Neustadt. Ab Meidling ohne
Halt. Da kam ja fast ein kleines
Geschwindigkeitsräuscherl auf. Umsteigen in Wr. Neustadt
und gleich vom Gleis gegenüber weiter. Ankunft in
Ternitz ziemlich pünktlich um 10:20.
Gegenüber des Bahnhofes zwei Tafeln. Roland vertiefte
sich gleich in die linke, welche die geöffneten
Mostheurigen zeigte. Die Tafel rechts daneben mit dem
Stadtplan interessierte ihn weniger. Wir
marschierten um 10:24 ab und auf der eher belanglosen
Straße des 12. Februar an Kirche und
Stadthalle vorbei zum Friedhof und dann kurz bergauf in
den Föhrenwald Richtung Döppling (ca. 400m). Weiter
auf einem Feldweg und wieder durch den Wald bis Flatz
(461m). Von da an wurde es schon etwas steiler und nach
einem kurzen Waldstück waren wir direkt am Einstieg zum
Riessteig, einem angeblich leichten Felsensteig. Nicht
alle ließen sich von dieser Verniedlichung täuschen und
gingen unter der Wand Richtung Süden, um einen
bequemeren Anstieg zu suchen.
Der
Rest machte sich an den Aufstieg und der ließ sich
eher gemütlich an. Steil zwar und hin und wieder ein
paar größere Felsstücke, aber keine große
Herausforderung. Die stellte sich erst nach und nach ein,
als wir dann plötzlich auf allen Vieren hochkletterten
und uns an glitschigen Felszacken festhielten. So
dramatisch war es nicht, denn es war nie ausgesetzt und
nach jedem Kletterstück konnte man sogar im Stehen
verschnaufen. Allerdings
haben einige ob der Anstrengung den
Jausenstein gar nicht wahrgenommen.
Und wahrscheinlich auch nicht die einzigen Schneerosen,
die wir an diesem Tag sahen. Auch mit Höhenangst war es
zu schaffen. Die Witterung machte den Weg nicht nur
beschwerlicher, sondern beraubte uns auch der ansonsten
sicher gewaltigen Aussicht. Hatten wir in Ternitz noch
Hochnebel, so waren wir in der Wand mitten drin. Aber so
etwa 10 Bäume weiter bzw. zurück konnte man sehen. Und
als die ersten sich zu fragen begannen, wieso sie nicht
auch unten entlang gegangen waren, hatten wir schon das
obere Ende des Steiges erreicht. Hier teilte sich die
Gruppe wieder. Etwa
die Hälfte marschierte gleich ab, der Rest gönnte sich
eine kurze Regenerationspause.
Laut einem der spärlichen Schilder waren es 30 Minuten
bis zum Neunkirchner Naturfreundehaus. Das schaffen
wir in 20! Irrtum. All der Schnee, den wir beim
Hochklettern zum Glück nicht hatten, war am Plateau noch
da. Und zwar knöcheltief. Unsere Vorhut hatte einen
Umweg gemacht, wie wir an einer Weggabelung an den Spuren
bemerkten. Sie hatten wieder nicht auf die Markierung
geachtet. Sportlich-pfiffig nahmen wir natürlich den
vorgesehenen Pfad, der eigentlich gar nicht existierte,
weil er seit dem letzten Schneefall nicht begangen wurde.
Sicher mühsamer als die Variante die Walter & Co.
gingen, aber viel, viel uriger und auch viel, viel
sportlicher und überhaupt.
Doch
knapp nach 13:00 waren alle bei der Hütte (758m). Die
hatten mit 10 Personen gerechnet und nicht mit 18 bzw. 19
mit Gery. Das Extrazimmer reichte knapp
und der Wirt bat die 2 Frauen, die schon da waren, im
Schankraum Platz zu nehmen, aber sie waren ohnehin schon
im Gehen. Ob gerne ist nicht klar, sie hatten schon
begonnen sich mit einigen von uns zu unterhalten. Am Berg
quatscht man halt. So ist das eben.
Es gab Suppentopf, Nudelsuppe, Fritattensuppe, Linsen,
Schweinsbraten mit Salat und Knödel und nur mehr 3
Schweinsbraten mit Kraut und Knödel ,
Gulyasch (neudeutsch: Gulasch), Apfelschnitte,
Apfelkuchen, Schokotorte und Punschtorte. Von den
Hauptspeisen landeten alle bei uns, von den Suppen war,
glaube ich, keine Nudelsuppe dabei und bei den
Süßspeisen ist es ohnehin sinnlos, auch nur ein kleines
Maß an Kontrolle zu versuchen. Der Koch kam auch noch
fragen, ob die Hunde Speckschwartel fressen dürften, was
von deren verantwortungsvollen Besitzern strikt verneint
wurde. Wir hungrigen Männer wurden nicht gefragt!
Kurz
nach ½ 3 wieder hinaus in die feuchtgraue Nebelbrühe
und weiter zum Gösing. Und da war sie auch gleich, die
Verirrung, ohne die eine M.a.T.-Tour nicht das Wahre ist.
Irgendwo gab es weder Pfeil, noch Markierung und wir
wählten die bequeme breite und nicht so zugeschneite
Forststraße, die aber irgendwann mit einem großen
Wendeplatz endete. Wir
nahmen auch noch mutig einen noch schwach
erkennbaren Weg in Angriff, mussten aber doch nach etwa
10 Minuten aufgeben. Die Unsicherheit, ob er uns auch
wirklich auf den Gösing führen würde, war uns doch zu
groß. Also wieder zurück zur großen Wegkreuzung
Kranzstetten (720m) und auf möglichst
direktem Weg nach Ternitz. Nachdem der Gösing uns
verschmähte, verschmähten wir die
Fleischesser-föhre. Ein Baum mit einer für
eine Schwarzföhre abnormen Größe und einem Wirrwarr an
dicken Ästen.
Den Umweg hätten wir uns
allerdings doch leisten sollen, denn kurz danach nahmen
Emmi und Harry eine spannende Witterung auf und zogen ab.
Emmi kam relativ bald zurück, allerdings hatte sie
keinen Harry im Schlepptau. Und da half alles Brüllen
nicht. Er war und blieb verschwunden. Schließlich
entschied sich Helmut, zur Hütte zurückzugehen, weil er
annahm, dass dies auch Harry tun würde. Die weitere
Entwicklung blieb ungewiss, bis wir von Döppling
beim Neunkirchnerhaus anriefen (Helmuts Handy hatte
keinen Saft mehr) und erfuhren, dass der
verschreckte Hund draußen vor der Tür gewartet hätte.
Er beginnt zwar schon taub zu werden, aber dumm ist er
offensichtlich nicht. War Beethoven ja auch nicht.
Um 16:55 trudelten wir schließlich am Bahnhof Ternitz
ein. ¼ Stunde nach Abfahrt des Zuges. Das hieß bis
17:40 warten. Ein Teil verzupfte sich ins Cafe Mirco um
dort den Inländeranteil von 0 auf 50% zu heben, der Rest
blieb im Warteraum. Josef und Roland
schoben ein kleines Power-Napping ein, wobei es nur der
tierische Instinkt war, der Roland daran hinderte, von
der Bank zu kippen. Das Klo war versperrt: von 20-5 Uhr
geschlossen, dass es am Wochenende gar nicht aufgesperrt
wurde, war nicht angeschrieben. Pinkeln kann man dort
erst wenn der Rail-Jet in Ternitz Halt macht.
Um 17:40 waren alle da und auch Helmut hatte uns mit Emmi
und Harry eingeholt. Er ist jetzt etwas zerknirscht und
bittet alle um Entschuldigung. Es war ihm eine Lehre. In
Zukunft will er für Diana und Nimrod
Leinenzwang auf Touren einführen. Hände zum Leine
halten hätten wir ja genug.
Josef scharte im Zug noch 4 Männer um sich, die ab
Wiener Neustadt mit einem REX non Stopp nach Wien
glühten und sich 20 Minuten ersparten. Der Rest
tratschte sich bis knapp vor sieben im Oberstock weg.

Trotz trüben Wetters kamen wir bei reiner
Gehzeit von ca. 4 ¼ Stunden leicht ins
Schwitzen. Und wenn man die kleinen Ab- und wieder
Aufstiege dazurechnet, sind wir mindestens 400m
hinauf gestiegen.
Und das hat uns auch bewegt:
Wohnung renovieren und gleichzeitig drinnen hausen
müssen - geräucherte
Schweinsohren - ästhetische P+R
Anlagen in Deutschland in Form eines
Ozeandampfers - Schweinsfilet mit
Pflaumen - in Deutschland kennt
man keine Fritattensuppe -
es macht keinen Unterschied, ob man ein Kleinkind oder
einen Greis reanimiert - macht
ein GPS beim Wandern Sinn?
- Verschrottungsprämie für
Fahrräder; für und wider - die
Vakuumklos der modernen Züge kann man auch während
eines Stationshaltes benutzen -
Jöh Ternitz; da möchte ich gerne Urlaub
machen! ??? -
bei den Wendezügen kann die Lok auch hinten sein, der
Lokführer ist aber trotzdem vorne
- Königsberger Klopse mit viel Kapern;
Ja! Bitte gib noch mehr Kapern
hinein! - Was?
(erster Kommentar zu den Ergebnissen der Landtagswahlen
) - Grütze, rote Grütze und
Kirschgrütze - für
Föhrenwälder typische Pilze und ihre Verwendung in der
Küche - No (mit
offenem O) aus Schlesien und/oder Oberlausitz
oder sonst wo bedeutet dasselbe wie
Netta im westlichen Österreich;
nämlich soviel wie ja oder nein oder alles oder einfach
gar nichts. Und dazu vielleicht aus gegebenem Anlass das
auch im Schwarzatal gebräuchliche Eppa
mit ähnlich vielschichtiger Aussagekraft und gerne
verwendet als bist eppa deppat?.
Die
Frage was macht man eigentlich mit dem Föhrenharz,
Seife nicht, dazu nimmt man Knochen wurde
mittlerweile von Wolfgang beantwortet:
Aus dem gewonnenen Harz wird in Neunkirchen die bewährte
Ehrenhöfer-Salbe hergestellt. Ein altes Hausmittel gegen
Verspannungen und Muskelschmerzen. Wie heißt es doch?
Der Chemiker im Heim erspart das Googlen!
Alles in allem: feucht und grau aber ungemein
lehrreich!
R
Junx auf Touren Samstag, 14. Februar
2009
Rodeltour am
Zauberberg/Semmering
Die Großbaustelle des Bahnhofs Meidling ist nicht
gerade das, was man sich unter einem gemütlichen
Treffpunkt vorstellt: Es ist kalt, zugig und laut...
Immerhin hat der Ströck hier am Samstag
bereits vor 8:00 Uhr offen, während am Westbahnhof noch
alles dicht ist. Herbert und ich sind um 7:40 Uhr da und
holen uns erst einmal ein Frühstück. Um 8:00 Uhr warten
wir schließlich zu viert auf den Zug zum Semmering. Der
ist recht gut besetzt, unter anderem mit zum Teil
verhaltensauffälligen, alkoholisierten Snowboardern, die
aufs Stuhleck wollen. Wir quetschen uns zu viert in ein
bereits mit drei Leuten besetztes Sechserabteil so
kommt man sich gleich näher.
Am Semmering angekommen freuen wir uns über den
entgegen den pessimistischen Wetteraussichten
aufgelockerten Himmel und den frischen
Pulverschnee. Beim Rodelverleih stoßen noch zwei weitere
Kollegen dazu, die mit dem Auto angereist sind und ihre
eigene Rodel bzw. Bob mitbringen. Wir vier übrigen
hören um 10:15 Uhr von den eher mäßig motivierten,
auffällig relaxten Rodelverleih-Burschen, dass sie heute
gar keine Rodeln verleihen können. Der Grund: Die
Zauberberg-Kabinenbahn steht wegen des starken Windes aus
Sicherheitsgründen und kann vermutlich den ganzen Tag
über nicht in Betrieb gehen.
Zunächst sind wir ganz baff und ziehen unverrichteter
Dinge ab, beinahe wollen wir wandern statt rodeln gehen.
Dann raffen wir uns doch auf und schicken Hannes und
Herbert nochmal als Unterhändler zurück in den
Rodelverleih. Erst als wir auch das OK vom
Seilbahn-Schalter haben, dass wir die Rodelbahn zu Fuß
hinaufmarschieren dürfen, kriegen wir endlich unsere
vier Leihrodeln.
  
Nach einer guten Stunde Aufstieg sind wir schließlich
beim Liechtenstein-Haus und stürzen uns mit lautem
Gejohle die Piste bergab. Mittlerweile ist die
Kabinenbahn doch in Betrieb, wenn auch windbedingt immer
wieder mit kurzen Unterbrechungen. Die Rodelpiste ist
sehr gut präpariert und ziemlich schnell, aber zum
Glück viel weniger eisig als vergangenes Jahr. Bei den
zahlreichen Buckeln und Kurven muss man ganz schön
aufpassen, wenn man ohne ungeplante Zwischenstopps ins
Tal kommen will. Wirklich arg und der einzige Minuspunkt
ist der eisige Wind, der einem die Tränen in die Augen
treibt und im einen oder anderen Bärtchen Eiszapfen
wachsen lässt.
  
Auch heuer kehren wir wieder in die gut geführte und
trotz relativ schwach frequentierter Rodel- bzw.
Skipisten bummvolle Enzianhütte ein. Dort füllen wir
unsere leeren Mägen mit Schweinsbraten, Fleischknödeln
mit Kraut oder gebackenem Emmentaler. Am Nachmittag sinkt
die gefühlte Temperatur weiter, daher haben wir nach
drei, manche von uns sogar schon nach zwei Rodelfahrten
genug. Nach einer erneuten Aufwärmpause in der Hütte
machen Herbert und ich uns gegen 15:30 Uhr auf den Weg
zum Bahnhof, während die vier übrigen Kollegen mit dem
Auto nach Wien zurückfahren. Eine Rodeltour mit
anfänglichen Hindernissen, für die es sich jedenfalls
voll gelohnt hat, so früh aus den Federn zu kriechen!
:-)
Sonntag 1. Februar 2009
GUGLZIPF
Hirtenberg Jauling
Aichkreuz Guglzipf - Berndorf
Diese Truppe ist unberechenbar:
Krebsten im Jänner bei Traumwetter gerade
sieben Maxerln hinterm Panhans herum, waren diesmal um
8:10 am Südbahnhof schon Alex x 2, Alois, Axel,
Erich, Erik, Frankie, Helmut, Igo, Joe, Peter, Rainer,
Reinhard, René, Roland (frisch vom Regenbogenball, aber
bereits abgeschminkt), Walter, Werner und Wolfgang da.
Thomas stieg in Leobersdorf zu. Dieter und Kaj warteten
in Hirtenberg mit Lea auf uns. Wir waren 21 Männer und
eine noch nicht ganz fertige Dame. Am Berg sogar 22 und 3
weitere Hunde, weil wir noch Zuwachs aus dem Triestingtal
bekamen.
Abfahrt um 8:26 im Doppelstockwagen, wie immer oben,
bis Leobersdorf und dann drei Stationen im Triebwagen bis
Hirtenberg (285m). Die Züge hatten diesmal keine
Künstlernamen. An um 9:18, die ausflippende Lea beruhigt
und um 9:21 los. Über den Parkplatz (mit einer dicken
Eisplatte unter dem Schnee) zum Bahnübergang und
gleich in den tief verschneiten Wald. Der Wind war durch
die Bäume gemildert, der Schneefall erträglich. Auf dem
schmalen Waldweg mussten wir im Gänsemarsch gehen, wie
Knappen auf dem Weg ins Bergwerk.

Wir wären nicht wir, hätten wir uns nicht zumindest
einmal verirrt. Anstatt die, auf dem ersten Teil eher
spärliche, Markierung zu beachten, folgten wir nahe dem
Pfarrkogel einfach einer Fußspur und landeten dann auf
einer mit Gestrüpp bewachsenen Waldlichtung. Zurück zum
richtigen Weg wollte die Truppenspitze nicht; also mutig
voran durch die ohnehin teilweise zugeschneiten Stauden
in einen Graben und auf einem anderen Weg weiter bergauf.
Die Frage, ob der nicht vorgesehene Abstieg vom Golfplatz
des Golf Club Enzesfeld (http://www.gcenzesfeld.at/index.php)
beim Großen Jauling in einen Graben
(Einödgraben?) auch ein Irrtum war, blieb ungeklärt. Es
war halt eine andere Variante, die dafür an großen
Felsbrocken mit bizarrer Baumbewachsung vorbei führte.
Beim Aichkreuz (386m) waren wir wieder auf der richtigen
Höhe. Während einer der Beratungs- und Pinkelpausen
bemächtige sich Lea eines von Peters Handschuhen um ihn
als Beute zu verschleppen. Schadenfreudiges Gelächter!
Da mussten gleich ein paar Fotos von der Mannschaft
geschossen werden.

Nach etwas mehr als 2 nicht allzu anstrengenden
Stunden erreichten wir um 11:36 den Guglzipf (472m)
und steuerten gleich die Waldhütte Guglzipf
an. Ich glaube, Dieter hatte telefonisch von unterwegs
reserviert. Wir waren im großen Extrazimmer mit Blick
auf Berndorf, das im Laufe unserer Rast immer besser
sichtbar wurde. Die Sonne kam heraus. Langweilige
Erörterungen über Essen und Trinken erspare ich mir,
aber die offensichtlich hausgemachten Cremeschnitten
waren gewaltige Kaliber, wenn sie auch optisch
nicht dem Konditor-Standard entsprachen. Selbst
gemacht halt und sehr gut.
Den Aussichtsturm haben wir nicht bestiegen. Der Blick
aus der Gaststube war prächtig genug und
vermutlich war der Turm gar nicht offen.

Wer noch mehr wissen will:
http://de.wikipedia.org/wiki/Guglzipf
http://www.berndorf-stadt.at/
http://derstandard.at/?url=/?id=2646320
Da Suppen, Hauptspeisen, Süßes und Kaffee konsumiert
wurden, genossen wir länger als 2 Stunden das angenehme
Lokal und rissen uns um 13:55 endlich los. Nach Angabe
des Wirts sollte der Abstieg nach Berndorf (312m) 20
Minuten dauern und genau so war es auch. Trotz Schnee.
Der Weg führte über den Mühlsteig in Serpentinen
einen steilen Waldhang hinab und endete knapp unter dem
Herrmann Krupp Tempel (so was hat noch nicht einmal der
Jörg), nicht weit vom Bahnhof. Um ¼ 3 waren wir da, um
14:28 ging unser Zug.

Dieter und Kaj fuhren bis Hirtenberg mit, wo sie ihr
Auto geparkt hatten. Lea nutzte die 9 Minuten, welche der
Zug für die drei Haltestellen benötigte, um einige
Gesichter abzuschlecken und den Griff eines Wanderstockes
als Knochen zu missbrauchen. Sie war offensichtlich high.
Wir Menschen waren nur müde und einige mussten in
Leobersdorf zum Umsteigen geweckt werden.
Alois war dafür hellwach. Er hatte leider am Guglzipf
seinen Rucksack zurückgelassen. Für mich das erste Pech
während all der Touren, die ich mitgegangen bin.
Abgesehen von der verlorenen Markierung am Gippel, aber
das war eher Gruppenkarma. Dafür hatte er am darauf
folgenden Samstag Gelegenheit, beim Abholen
nochmals die herrlichen Specklinsen mit dem Megaknödel
zu verputzen.
Kurze Wartezeit bis zum Anschlusszug (14:52). Thomas
stieg früher aus und der Rest döste im Oberstock
Richtung Wien. An Meidling um 15:22.
Die sportliche Leistung
war eher bescheiden. Reine Gehzeit etwa 2 Stunden und
20 Minuten (Pausen schon abgezogen). Wenn im Standard
eine Höhendifferenz von 350 m angegeben wird, dann ist
die Redaktion wohl der Sprache mächtig, nicht aber des
Spieles mit den Zahlen. Ich kam auf
bescheidene 220m. Da habe ich aber auch die Höhe
des Bahndammes in Hirtenberg mitgerechnet und den Weg vom
Graben wieder hinauf zum Aichkreuz. Die
Cremeschnitten müssen wohl noch separat abgearbeitet
werden.
Auch damit werden wir die Welt nicht
verändern:
bei Peek & Cloppenburg gibt es 50er Hosen in
25er Länge, man muss deswegen nicht nach Portugal
fahren - was der
Phettberg lebt noch? Ja! Aber der war sicher
noch nicht mit, oder? -
inkludiert die hohe Mietgebühr für Rodeln am Zauberberg
auch Vollkasko? -
Krakau ist schöner als Warschau
- Münzen ruinieren die
Hosentaschen - Also ich
schaue ja sehr auf mich! -
in der Römertherme in Baden schwefelt es
nicht - ist die Stenzel
Uschi huschi, oder ein Segen für die
Innenstadt? - Der Tod
in Venedig geschrieben, als Film, am Theater,
getanzt, als Oper und das Hotel des Bains
- auch wenn man traditionelle Thai Massage
gelernt hat, kann man sie nicht als solche anbieten, weil
alle glauben, es ist ein Bordell
- Vor- und Nachteile, wenn man
Palatschinken unfertig auf den Tisch stellt und sich
jeder seine selbst bestreicht und
einrollt - Wildhase in
Rotwein - die Gay-Skiwoche und
die Ausgelassenheit der lokalen Heteros
- Briefe an Claudia
Schmied - Unternehmertum
früher, heute und die Familie Krupp -
wenn du René mit Accent , ich weiß jetzt nicht
wie man den nennt, heißt, dann musst du auch
Französisch lernen u.s.w. Es ist
übrigens der accent aigu, sprich: ÄGÜÜ.
Trotz der eher niedrigen Temperaturen, denn mehr als
höchsten 2° C hatten wir kaum, hat alles gepasst.
R.
Sonntag 11.Jänner 2009
Semmering: Liechteinsteinloipe
und Pinkenkogel
Neigungsgruppe
Langlauf:
Frankie und Ronny
Neigungsgruppe Schneestapfen:
Franz, Joachim, Peter, Rainer und Wolfgang
Alle anderen hatten uns im Stich gelassen, wobei wir
nicht sicher waren, ob nicht zumindest zwei
Gewohnheitstiere am Südbahnhof statt in Meidling
(Abfahrt 8:12) warteten. Der Erlebniszug Wiener
Alpen hatte nämlich eine Besonderheit: er kam aus
Bratislava-Petrzalka und fuhr daher den Südbahnhof gar
nicht an. Abgesehen von einem grünen Erlebniszugwaggon
hinter der Lok, waren es allesamt moderne und vor allem
gut geheizte slowakische Wagen, die ebenso gut mit
Skifahrern aus der Slowakei ausgelastet waren. Erst im
letzten Waggon fanden wir zwei leere Abteile und das auch
nur, weil einige Zusteiger die slowakischen
Reservierungspickerln nicht entziffern konnten. Wir auch
nicht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ab Baden
oder Wiener Neustadt reserviert hätte, schien uns
gering. Die Euphorie darüber wurde knapp vor Liesing
etwas gebremst, denn es gab einen viertelstündigen Halt,
dessen Ursache uns verborgen blieb.
 Statt
um 9:48 kamen wir daher erst um 10:00 am Semmering an und
machten uns nach einer kurzen Beratung auf den Weg. Erst
einmal bergauf bis zum Südbahnhotel und dann zur
Liechtensteinstrasse, auf der irgendwo die Loipe begann.
Zwei Frauen kamen schon mit geschulterten Skiern zurück.
Die Loipe sei schlecht, viele Steine und sie hätten
daher aufgegeben.
Wo wir schon einmal da waren, machte es wenig Sinn über
Alternativen nachzudenken, noch dazu, wo ja auch der
Golfplatz sicher geschlossen war, und nach knapp 500 m
hinter dem normalen Loipeneinstieg schnallten Frankie und
Ronny die Skier an. Die Schneestapfer begleiteten sie
etwa 1 km und überließen sie dann ihrem Schicksal auf
der vielfach durch Ästchen und Steine mühsamen
Langlaufspur.
Während sie westwärts Richtung Talhof zogen, stapften
die anderen fünf bergan auf den Pinkenkogel. Auf dieser
Seite war nur Schatten und stellenweise kalter Wind. Mit
den Goldgräbergeschichten von Jack London konnten wir
nicht mithalten, aber gemütlich war es auch nicht. Der
Anstieg war großteils auf einer Forststrasse, deren
hässlicher Anblick aber durch den Schnee gemildert
wurde. Gegen ¾ 12 waren wir auf dem Pinkenkogel in der
prallen Sonne. Blick bis zur Veitsch und ins Mürztal.
Das Wiener Becken verschwand in einer grauen Nebelbrühe.
Um diese Zeit hatten wir noch Glück und fanden Platz.
Die Hütte war eher von kleiner Statur und 15 Minuten
später hätten wir wohl auf den Bänken vor dem Haus
Platz nehmen müssen. Da wären die Suppen (Kraftsuppe,
Gulaschsuppe und Kaspressknödelsuppe allesamt
nicht gerade überwürzt) am Löffel erstarrt und
Peters Gemüsestrudel (Fülle OK, aber ich mag
Strudel an sich nicht) zu einem Klumpen gefroren.
Ganz abgesehen davon, dass er seinen Kräutertee hätte
lutschen müssen.
   
Die wohlige Wärme in der Stube trieb uns nicht
hinaus, weshalb wir eine Stunde ausharrten und uns dann
für den Abstieg Richtung Panhans entschieden, weil er
mehr in der Sonne lag als der Aufstieg. Das ging auch um
einiges flotter, wenn uns auch der teilweise glatte
Silberer-Weg zu vorsichtigem Ausschreiten
veranlasste. Nur Joachim war etwas schneller, weil er
seine durch das kürzlich erlernte Snow-boarden gewonnene
Reaktionssicherheit und Körperbeherrschung testen (bzw.
uns vorführen) wollte. Trotzdem waren wir in knapp 45
Minuten wieder unten.
  
Wir schlugen die Zeit bis zum Zusammentreffen mit der
Langlaufgruppe mit Herumstehen auf dem sonnigen
Anfängerhang tot. Frankie und Ronny kamen gegen ½ 3
zurück. Die Annahme, sie hätten die Strecke 2 x
gemacht, war falsch. Die Bedingungen waren zu
schlecht.
Im Pseudo-Jugendstil-Café des Panhans gönnten wir uns
Kaffee, Schokolade, Kartoffelsuppe, Schokocremetorte,
Panhanstorte (1x mit Schlag) und Himbeer-Topfen-Torte.
Aufbruch kurz nach 3 Uhr und über den Waldweg zum
Bahnhof. An einigen Stellen hatte man den Schnee von der
Strasse einfach in den Wald gekippt, wo dann große
Brocken den Weg versperrten. Wir waren rechtzeitig genug
unten um noch einem Neo-EU-Bürger zu erklären, dass
dies der Bahnhof und nicht der Alpenhof war.
Abfahrt
um 15:52 mit einer S-Bahn Garnitur nach Payerbach. Ronny
stillte seinen Hunger mit Schoko-Leibniz, was eine kurze
Diskussion mit dem Schaffner zur Folge hatte:
Sads es vom Heim?
?????, Na gehts jetzt
ned ins Heim? Nein, noch nicht!
Ned ins Diätheim? Nein!.
Weiter hinten im Wagon hörten wir ihn dann brüllen:
Do san jo meine Heimkinder! Woats wieder in der
Konditorei?.
Von
Payerbach ging es direkt nach Wien. Der Zug hatte den
klingenden Namen Oskar Sima. Kennt den noch
jemand? Ich kann mich nur an eine Szene erinnern in der
er Sie Trottel! sagte, was ich als Kind
ungemein witzig fand. Knapp vor 18:00 waren wir in
Meidling.
Die Wandermathematik ist einfach:
Mehr als 4 Stunden für die Langläufer, sofern sie uns
nicht eine größere Pause verheimlicht haben. Dafür nur
geringe Höhenunterschiede.
Fast 3 Stunden für die Schneestapfer, die aber immerhin
396 m berauf stiegen.
.
Die Themen und wichtigen Aussagen werden die Welt
nicht verändern:
Spanisch ist eine elegante Sprache Was
ist an once, doce, trece schön? Mir gefällt Italienisch
besser. - Südtirol
hat die höchste Lebensqualität
Italiens - Myrrhe ist
ein Baumharz und Myrte ein Strauch (Dank an Joachims
Handy) - sagt man Bratislaver
oder Bratislavaer Schloss?
- ich esse heute Lauchrisotto,
wenn du es siehst, wirst du es nicht mögen
Risotto sieht an sich nie appetitlich aus
da kennst du meines nicht, aber ich werde schamlos
Rotwein dazu trinken -
Wien hat im Vergleich zu gleich großen Städten
ein gewaltiges Kulturangebot ja, selbst die
Scala hat drei Tage die Woche zu nein, sie
hat nur drei Tage offen -
wie oft müssen wir umsteigen?
- man pinkelt nicht auf den Weg, du
machst das in deinem Stiegenhaus ja auch
nicht. - in meinem
Haus prozessiert jeder gegen jeden
- Wanderungen auf den Kanaren
- Metro hat keine laktosefreie
Haltbar-Milch - das krampfhafte
Aufmotzen der Wiener Märkte -
Ferngläser, youtube, xtube und das Studentenheim
gegenüber - der Fahrdienstleiter
steht da wie ein Modellbahnmännchen von
Faller - es heißt Pinkenkogel
nicht Pinkelkogel - Abends
Rückenschwimmen unter einem Glasdach hat den
Vorteil, dass man sich sieht und merkt ob man mit
jemandem kollidiert oder an den Beckenrand
donnert. - ich
hätte doch ÖVP wählen sollen; mir tat der Molterer so
leid - die Anzahl der
Zähne bei Leibniz Keksen und wie man sie
zählt - die Vorschläge zur
Bewältigung der Energiekrise fanden keinen Konsens.
R.
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